Hallo,
anbei vier Motive vom vorletzten Freitag, die hier noch nicht gezeigt wurden:
Da die Lok jahrzehntelang nicht abgeölt wurde, war dies vor dem Transport unbedingt notwendig. Entsprechende Untensilien dafür wurden bereitgestellt und vorab noch "personalisiert".
Die Lokführerperspektive veranschaulicht die Vorteile der Bauweise einer Kastenlok für den Betrieb im städtischen Raum: Das Verkehrsgeschehen immer im Blick, gut geschützt vor Regen, und alle Armaturen sowie Bedieneinrichtungen in Greifweite. Er war schon ein erhabenes Gefühl dort oben.
Für einen kurzen Moment öffnete sich quasi ein Fenster in die Vergangenheit: Fast ohne neuzeitliche Elemente entstand so die Illusion einer Gleisanschlussbedienung wie um das Jahr 1900, als Forst ein Zentrum der Textilindustrie war.
Zum Abschluss des Umzuges bekam die Lok 36 noch (provisorisch) ihr Gesicht zurück, in Gestalt der originalgetreuen Lampen mit Lichtwechsel für Vorwärtsfahrt/Rückwärtsfahrt. Diese Beleuchtungseinrichtung war in den letzten Jahrzehnten des Betriebes an den Forster Lokomotiven üblich, die Umschaltung erfolgte über Kontakte an dem Steuerungshebel der Dampfmaschine! Von der Lok 36 sind sogar Fotos mit seitlichen Blinkern (neben den Fabrikschildern) überliefert. Das dürfte bei Dampflokomotiven ziemlich einmalig gewesen sein. Leider veranlasste das VMD vor der Übernahme den Rückbau dieser Teile. Auch die heutige Farbgebung ist nicht authentisch, die Treibwerksverkleidung war zuletzt schwarz (nicht grün) und die Kanten des Aufbaus schwarz abgesetzt.
Vielleicht sieht man sich nach der Ausstellungseröffnung in Forst (Lausitz), wenn mit dem neuen Textilmuseum endlich ein angemesser Ort zur Geschichte dieser besonderen Bahn existieren wird.
Viele Grüße,
Christian.