Beiträge von ex-Dresdner

    Hallo Leo,


    danke für Deine Antwort. Ja, genau so war es sicher mal intendiert, analog zu Molli, Rügen und Harz - Plattform zum Zug und geschlossenes Ende zur Lok. Der Verzicht auf die zweite Plattform diente der Vergrößerung des Gepäckraums. Und in Radebeul (Köbr!) stehen die drei „Reko-I“-Gepäckwagen ja auch tatsächlich so herum, auch in Zittau war das anfangs der Fall, dort änderte sich die Stellung m.E. tatsächlich mit dem Druckluftumbau in den 1990ern, weil man offenbar die Druckluftleitung und -anschlüsse auf der anderen Seite eingebaut und deshalb die Wagen gedreht hat. Diese Erklärung erschiene eigentlich plausibel, auch für Cranzahl und Hainsberg, weil dort eben früher auf Druckluftbremse umgestellt wurde - nur eben m.W. nicht früh genug, um die Bilder mit „gedrehten“ Gepäckwagen um 1984/85 zu erklären.


    In Hainsberg hat man übrigens tatsächlich, wie von Dir beschrieben, in der zweiten Hälfte der 1980er zum Teil den Gepäckwagen ans andere Ende gehängt, bevor man die „Reko-I“-Packer nach Cranzahl abgab, zugunsten der Tonnendachgepäckwagen. In Zittau hat man die Wagen mittlerweile wieder mit einer zweiten Plattform ausgerüstet und damit das Problem auf andere Art gelöst.


    Viele Grüße

    Stefan

    Hallo zusammen,


    das ist interessant, dass Ihr es hier von der Stellung der modernisierten Einheitsgepäckwagen habt, denn bei diesem Thema habe ich immer noch einen Knoten im Kopf, den ich auch mit Hilfe der Suchfunktion noch nicht auflösen konnte (oder ich bin zu doof).


    Auch ich dachte lange Zeit, die „falschrumne“ Stellung der modernisierten Einheitsgepäckwagen (Plattform-Ende nach vorn, wenn die Zuglok mit der Rauchkammer voran fährt) auf der Weißeritztalbahn, der Fichtelbergbahn und später in Zittau hinge mit der Umstellung des Bremssystems zusammen. Was mich allerdings verwirrt: Im Kenning-Bildband über die alte Weißeritztalbahn (und sicher auch anderswo in der Literatur) finden sich einige auf Mitte der 1980er datierte Fotos, bei denen der Gepäckwagen auch schon mit der Plattform nach vorn hinter dem Tender der Lok hängt. Zu diesem Zeitpunkt war die Umstellung von Köbr auf KE-Bremse im Weißeritztal aber noch Zukunftsmusik, oder …?


    Leider konnte ich für diese Ungereimtheit auch im absolut grandiosen Band 3 der Wagen-Reihe, der ja die Modernisierungswagen behandelt, keine Auflösung finden (was den Wert des Werkes aber keinesfalls schmälert).


    Über eine Auflösung zu diesem „Rätsel“ würde ich mich wirklich sehr freuen.


    Im Übrigen: Danke für die winterlichen Impressionen, Julius! 😃 Und danke auch an Sven für die interessante Fotodokumentation aus Marienberg. Auf jeden Fall ist der Wagen ein Schmuckstück. 😃


    Viele Grüße

    Stefan

    Hallo zusammen,


    meinen Vorrednern möchte ich mich anschließen. Auch ich finde das neue EG in Baabe durchaus gelungen. Die Zugeständnisse an eine sinnvolle und wirtschaftlich tragfähige Nutzbarkeit unter heutigen Bedingungen sind aus meiner Sicht moderat.


    Und ich freue mich sehr, dass ich heute wieder regelmäßig zu ausgewählten Terminen die Möglichkeit habe, in Regelzügen den Fahrkomfort eines Altbauwagens zu genießen, in einem mit einer Mh bespannten Zug, während draußen die Telegrafenleitung und die wunderbare Insellandschaft vorbeizieht.


    Außerdem noch eine kleine, fast philosophische Überlegung: Die alte RüKB der Vor- und Zwischenkriegszeit und die Firma Lenz waren privatwirtschaftlich agierende Unternehmen. Wie würde die Schmalspurbahn auf Rügen heute wohl aussehen, wenn sie nicht verstaatlicht und später reprivatisiert (und schließlich in die Hände der PRESS gelangt), sondern bis heute durchgängig im Eigentum der RüKB verblieben wäre?


    Viele Grüße

    Stefan,

    der sich schon sehr auf seinen nächsten Rügen-Urlaub freut

    Hallo zusammen,


    heute gibt es zu diesem Thema noch einmal einen kleinen Nachschlag von mir - mit einem Bild, das exakt gestern vor 21 Jahren entstanden ist: Zwischen Mittelndorf und Goßdorf-Kohlmühle ist am 4. Januar 2001 die hier schon einige Male gezeigte 202 844 mit dem Zug RB 27823 im winterlichen Sebnitztal nach Bad Schandau unterwegs. (Sie war übrigens nicht nur die Zuglok des Abschiedszuges auf der Strecke Schlettau - Crottendorf. Am letzten 202-Einsatztag im Sebnitztal, dem 9. Juni 2001, gehörte sie zu den drei auf der KBS 248 eingesetzten Maschinen und wurde nachmittags in Bad Schandau durch den Lokführer mit einer den Anlass würdigenden Kreideanschrift versehen.)



    Als Ausblick auf die noch in einiger Ferne liegende warme Jahreszeit noch ein weiteres Bild - selber Zug, anderer Tag, andere Lok: Ebenfalls mit dem RB 27823 fährt am 24. September 2000 die 202 661 in den Bahnhof Bad Schandau ein. Laut v100-online wurde die Lok sechs Tage später z-gestellt.



    Und neben dem Spätsommer und dem Winter zur Abrundung auch noch ein weiteres Frühlingsmotiv: Die schon aus Krumhermsdorf bekannte 202 817 mit dem Grünschmuck vor dem Zug RB 27825 rollt am 24. Mai 2001 (Christi Himmelfahrt / Herrentag) beim Kilometer 60,0 zwischen Goßdorf-Kohlmühle und Porschdorf gemächlich durch das frische Frühlingsgrün im Sebnitztal. Dort erleichterte zu jener Zeit eine kilometerlange La-Stelle zwar das Leben für Fotografen und Verfolger, machte die Eisenbahn jedoch für Fahrgäste gewiss nicht attraktiver. Zwischenzeitlich, und das muss man mit Blick auf die hier wie vielerorts im Zuge der Sanierung "geschrumpfte" Infrastruktur jedenfalls positiv anmerken, ermöglicht der sanierte Oberbau wieder eine angemessene Reisegeschwindigkeit.



    Viele Grüße

    Stefan

    Hallo Posewald,


    willkommen hier im Forum.


    Deine Fragen zu eventuellen historischen Fahrzeugeinsätzen um Ostern kann ich Dir zwar nicht inhaltlich beantworten, aber ich kann Dir aus eigener Erfahrung den Tip geben, dass die RüBB diesbezügliche freundliche Email-Anfragen sehr schnell, freundlich und umfassend beantwortet.


    Viele Grüße

    Stefan