Beiträge von Julian

    Der Güterverkehr der Inselbahn ist wiederholt angesprochen worden. Also soll es nun darum auch in meinem nächsten Beitrag gehen. In der Tat ist der Frachtentransport auf der Insel inzwischen zwar etwas langweiliger geworden, da die Kesselwagen verschwunden sind und - soweit ich das richtig überblicke - nun nur noch Flachwagen eingesetzt werden. Aber egal, Güter auf schmaler Spur sind immer eine feine Sache.


    An der Nordsee kann auch Nebel zum Urlaub gehören. Eigentlich wollte ich so ein Stimmungsbild machen, als ich auf dem Deich stand und es plötzlich hinter mir pfiff: 399 108 war mit einem Güterzug auf der Strecke zum Westen unterwegs (bzw. kam hier von dort zurück):


    Deswegen war ich eigentlich unterwegs - 399 107 mit Personenzug auf dem Weg zum Anleger:


    Am nächsten Tag war das Wetter schon wieder deutlich besser. Und so konnte ich bei besten Bedingungen einen Güterzug im Hafen antreffen. 399 108 wartet hier den (Personen)gegenzug ab, um kurz darauf ihre Fracht ins Dorf zu schieben:


    Einen Bildteil wird es zum Abschluss der Serie von mir noch geben. Bis dahin freue ich mich weiterhin über Ergänzungen!


    Viele Grüße
    Julian

    Hallo,


    Px48-1756 hatte nach den Resten der Oststrecke gefragt und Michael89 hatte bereits die Sanierung der Gleisanlagen im Bahnhof angesprochen. Nun, dann will ich mal auf diese Themen eingehen:


    Noch lange Zeit war ein ordentlicher Stummel der Oststrecke hinter dem Bahnhof vorhanden. Auf Inselbahn.de gibt es davon ein 20 Jahre altes Foto.
    Ich kenne dieses Gleis parallel zur Siedlerstraße vornehmlich als Abstellort für ausrangierte Fahrzeuge. Das war der Inselgemeinde wohl ein Dorn im Auge und so ist irgendwann in den letzten Jahren der dort gesammelte "Schrott" (sorry für den Ausdruck) abgefahren worden. Bei der Sanierung der Gleisanlagen hat man nun einen neuen Prellbock deutlich näher am Bahnhof gesetzt und gleichzeitig die meisten Nebengleise "abgebunden". Man kann jetzt noch in den Bw-Bereich und an die Ladestraße rangieren, das war's dann aber auch schon:

    Blick Richtung Osten auf das heutige Streckenende. Vor dem neuen Prellbock liegen einige Radsätze.


    Der alte Prellbock (Blick Richtung Westen bzw. Bahnhof), der lange Jahre das Ende des Gleisrestes der Oststrecke an der Siedlerstraße markierte, ist noch vorhanden. Ebenso einige Meter Gleis im Kraut. Soweit ich weiß, ist die betroffene Fläche aber bereits entwidmet und es ist davon auszugehen, dass dieser Bereich irgendwann mal überbaut wird.


    Blick vom Neudeich Richtung ehemaliger Ostanleger, dessen Reste in der Ferne etwa in horizontaler Bildmitte zu erkennen sind. Die Bahnstrecke dürfte einst in den Bereich, wo sich der "Weg" befindet, verlaufen sein.


    Da ich diesmal nicht an den Resten des Ostanlegers war, hier ein Foto von Ende 2018. Diese Holzteile würde ich jedenfalls der früheren Pfahljochstrecke zuordnen.


    Ohne Bahnbetrieb ist der Osten der Insel heute vornehmlich etwas für Naturfreunde. Bei gutem Wetter hat man von hier einen schönen Blick auf die Leuchttürme "Roter Sand" und "Alte Weser" in der Deutschen Bucht.


    Soweit erst einmal hierzu. Es kommen noch ein paar mehr Fotos, auch vom "echten" Güterverkehr - nicht nur für Eckhard : Bislang hatte ich ja nur den Frachtentransport, der mit den Personenzügen durchgeführt wird, gezeigt.


    Viele Grüße

    Julian

    Bei der Bundesbahn war 1968 aus der 99 651 wenigstens noch die 099 651 geworden, aber 1992 dieses bürokratisch-unsagbar dämliche 099er Schema mit komplett neuen Ordnungsnummern, die dann aber eben auch noch teilweise im gleichen 700er-Zahlenbereich wie die Originalnummern lagen, das war schon ein Schildbürgerstreich der Extraklasse.

    Da ich gerade im "Wangerooge-Modus" bin ;-) - selbst da gab es 1992 ja neue Nummern, obwohl sich die Inselbahnfahrzeuge schon seit 1968 im "westdeutschen EDV-System" befanden: Aus der Baureihe 329 wurde nun 399 und die Ordnungsnummern hießen fortan 1xx, um die Fahrzeuge eindeutig der Meterspur zuordnen zu können. Warum man so etwas bei isolierten Schmalspursystemen brauchte (egal ob Ost oder West), kann wohl wirklich nur mit übereifriger Bürokratie erklärt werden. Selbst der damals auf der Insel noch vorhandene Triebwagen 699 001 mutierte deswegen zum 699 101.


    Man darf also davon ausgehen, dass selbst eine bereits im DB-EDV-Schema als 251 oder 252 bezeichnete Lok anno 1992 zu einer 299 geworden wäre, hätte sie sich zum Stichtag noch im Staats(bahn)dienste befunden... Nun, ich bin mit dem Bundesbahnsystem groß geworden. Daher ist eine "099" für eine Lok des Regelbetriebs für mich schon irgendwie eine Art Selbstverständlichkeit, aber das Kuddelmuddel bei den 700er-Nummern, war echt Schwachsinn...

    Nach dem offenbar regen Interesse beim Klicken des "Gefällt mir"-Buttons ( :-) danke dafür!), folgt nun ein weiterer Schwung Bilder. Wir bleiben zunächst am Westanleger:


    Der Umschlag zwischen Zug und Schiff gehört zu den klassischen Inselbahnmotiven. Besonders gut gefallen mir die gelben Behälter, über die die Insel mit Postdiensten versorgt wird. Hier ein solcher Umschlag zwischen einer Fuhre mit 399 108 und dem Fährschiff "Wangerooge".


    An den langen Sommerabenden ergibt sich ein schöner Blick von einer Mole auf den Westanleger. Jetzt steht 399 107 am Kai, das Schiff ist wieder die "Wangerooge". Hinten grüßt der Alte Leuchtturm im Inseldorf (der aufgrund der Corona-Beschränkungen während des Urlaubs leider nicht bestiegen werden durfte).


    Der Gepäcktransport erfolgt seit diesem Jahr mit neuen Boxen. Anders als bei den Postcontainern entfällt nun das manuelle Einhängen beim Kranen. Der schiffseitige Kran kann mit Bolzen die neuen Gepäckboxen greifen (was allerdings etwas Fingerspitzengefühl erfordert).


    Wie auch 399 108 auf diesem Bild verlassen wir nach diesem Teil den Hafen - es geht mit der Fortsetzung zurück ins Inseldorf.


    Viele Grüße
    Julian

    Guten Abend liebe Forengemeinde,


    hier kommt mal wieder ein kleiner Fotobeitrag von mir - immerhin sind im letzten Urlaub auch ein paar Schmalspurbahnbilder entstanden. Vorne weg muss ich vielleicht sagen: Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal einen einwöchigen Urlaub in Deutschland verbracht habe. Oft standen in den vergangenen Jahren andere Ziele im Ausland auf der "Hobby-Agenda". Nun, unter Corona-Bedingungen ist bekanntlich alles etwas anders, und so ging es Mitte Juni für sieben Tage auf die Nordseeinsel Wangerooge. Bekanntermaßen verkehrt dort die einzige Schmalspurbahn, die die Bundesbahnzeit in Staatsbahndiensten überdauert hat und noch immer von der DB AG betrieben wird. Als Kind war ich auf den Nordseeinseln sehr häufig, in den letzten Jahren aber fast nicht mehr. Umso so schöner war's, dass man unter den aktuellen Umständen immerhin etwas besuchen konnte, was man (ich) in all den Jahren etwas aus dem Blick verloren hatte. Und so entstand natürlich auch so manches Foto des kleinen Meterspurbetriebs.


    Das morgendliche Brötchenholen ließ sich mehrfach mit einer Visite am Dorfbahnhof verbinden. Gleich am ersten Morgen traf ich die zwei Schöma-Loks 399 107 (hinten) und 108 (vorne) an, die auch schon 20 Jahre die Hauptlast des Verkehrs auf der Inselbahn tragen.


    Nur einmal zeigte sich während des Urlaubs kurz eine der zwei FAUR-Loks. Auf der Strecke habe ich die rumänischen Maschinen diesmal nicht gesehen, aber hier steht 399 106 schön vor dem Lokschuppen in der Sonne.


    Schöma-Lok 399 107 war in unserer Urlaubswoche meist im Personenzugdienst unterwegs. Hier hat sie gleich den Hafen erreicht, im Hintergrund grüßen Westturm (links) und neuer Leuchtturm (rechts).


    Noch habe ich längst nicht alle Fotos gesichtet und bearbeitet - da kommt sicherlich noch etwas mehr demnächst. ;-)


    Viele Grüße und allen ein schönes Wochenende,

    Julian

    Hallo Martin,


    ja, das scheint wirklich ein uriger Betrieb zu sein. Und dieser erfüllt offenbar noch immer einen Zweck, der irgendwie aus der Zeit gefallen ist. Ich freue mich daher weiterhin über Berichte von Leuten, die schon einmal vor Ort waren.


    Viele Grüße

    Julian

    Hallo zusammen,


    ein eher selten betrachtetes Thema sind Fischzuchtbahnen. Ob sie Futter oder Fang transportieren oder auch andere Aufgaben in der Teichwirtschaft übernehmen, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Für mich waren diese Bahnen auch lange eher uninteressant, aber irgendwie hat sich das inzwischen geändert. ;-)


    Nun, einige dieser Bahnen soll es vor rund zehn Jahren noch im nördlichen Kroatien gegeben haben, siehe https://www.drehscheibe-online…83058,4583812#msg-4583812

    Für aktuelle Hinweise bin ich dankbar. Am vielversprechendsten (= noch in Betrieb) erscheint mir die Bahn nördlich von Našice. Im eingangs verlinkten DSO-Beitrag sind noch weitere Bahnen in anderen Regionen Kroatiens erwähnt. Wer mag, kann dort ja mal versuchen auf "digitale" Spurensuche zu gehen. Mein Interesse an den hier genannten Bahnen kommt insbesondere daher, dass man diese mit einem Besuch in Csömödér/Lenti verbinden können (sofern das denn dieses Jahr wirklich noch geht...).


    Viele Grüße
    Julian

    Hallo Martin,


    upsi... die Waldbahn Teresva lässt grüßen :-( Was das für die Bahn in Wyhoda letztlich bedeutet, vermag ich aber nicht zu sagen. Allerdings hatte sich m.W. in den letzten Jahren die Straße schon recht weit in den Wald reingefressen. Und ob die Bahn da noch eine Zukunft hat?


    Schade jedenfalls. Ich hatte diese Bahn lange nicht auf dem Schirm und war demnach auch noch nie da...


    Viele Grüße
    Julian