Beiträge von Julian

    Hallo,


    und vielen Dank für die Verlinkung der Beiträge, die mir sonst wohl durch die Lappen gegangen wären. Das sind schon eindrucksvolle Bilder, auch wenn ich das DSF leider nicht mehr selbst kennenlernen durfte.


    Etwas verduzt bin ich allerdings ob der zweiten Lok von links auf dem dritten Bild im zweiten Beitrag. Den Typ kann ich einfach nicht identifizieren. Ich dachte zunächst an eine "Gr", aber 99 1401 wird es sicher nicht sein... Dann hatte ich eine der Rügen-Vulcans im Verdacht, aber das passt mit der Speisepumpe nicht.


    Hier noch einmal das entsprechende Bild von "Stiefelheizer- BW Hilbersdorf":
    http://abload.de/image.php?img=pict0129mkbuj.jpg
    Wer erkennt die Lok?


    Viele Grüße
    Julian


    EDIT: Direktes Einbinden des Bilds geht irgendwie, daher jetzt als Link zum Klicken.

    Schade dass dieses Jahr nicht soviel Schnee lag wie in der vergangenen Saison. Insofern bin ich aber ganz froh, nicht gen Erzgebirge gefahren zu sein, zumal auch die Diesellok weniger als im Jahr zuvor gefahren zu sein scheint.
    Auf jeden Fall besten Dank für die interessanten Videos!

    Hallo,


    und allen Lesern noch ein gutes neues Jahr! Nachdem hier in letzter Zeit auf kleinere Publikationen zu schmalspurigen Thema hingewiesen wurde, möchte ich ebenfalls eine - wahrscheinlich eher unbeachtete - Neuerscheinung vorstellen. Der Beitrag ist in diesem Sinne als "Werbung" zu verstehen, dass mir das Buch wirklich gut gefällt und dass es über das Forum vielleicht noch mehr Liebhaber findet. Kommerzielle Interessen verfolge ich damit aber nicht.


    Paul Engelbert: „Schmalspurig durch Ungarn II – die ehemals ungarischen Betriebe“. 224 Seiten 17x24 cm, 300+ Fotos und Karten, gebunden, Frank Stenvalls Förlag, Malmö, Schweden. ISBN 978-91-7266-177-6. Preis: 275 schwedische Kronen (ca. 30 EUR).


    Die Konstellation, in der dieses Buch entstand, mutet „ungewöhnlich“ an, denn obgleich in deutscher Sprache verfasst, stammt es aus der Feder eines Niederländers, ist bei einem schwedischen Verlag erschienen und wurde in Estland gedruckt. Soweit alles klar? Hinzu kommt nämlich außerdem, dass das Thema ungarische Schmalspurbahnen sind, die sich heute gar nicht mehr in Ungarn befinden. Und so ist nicht nur die Entstehungsgeschichte dieses Buchs, sondern auch sein Inhalt reichlich international: Nachdem sich Paul Engelbert bereits vor einigen Jahren den öffentlichen Schmalspurbahnen im heutigen Ungarn widmete – das Buch ist 2007 ebenfalls bei Stenvalls erschienen –, behandelt der zweite Teil von „Schmalspurig durch Ungarn“ nun jene Strecken, die nach dem Ende der Donaumonarchie an verschiedene Nachfolgestaaten fielen. Insgesamt waren dies 22 Bahnen, die sich in den heutigen Staatsgebieten von Slowakei, Ukraine, Rumänien, Serbien und Kroatien befinden. Drei davon sind Anfang 2012 noch im täglichen Betrieb (die ukrainische Borschtalbahn, die Lokalbahn Arad – Ghioroc als Teil eines rumänischen Straßenbahnnetzes sowie die Tatrabahnen in der Slowakei; die während des Buchdrucks außerdem noch betriebene Bahn von Trencianske Teplice ist kürzlich eingestellt worden).


    Bevor Engelbert die Geschichte und die eingesetzten Triebfahrzeuge der einzelnen Betriebe vorstellt, schildert er zunächst die Ausgangssituation des früheren Königreichs Ungarns, nachdem es an der Seite von Deutschland und Österreich den Ersten Weltkrieg verloren hatte. Infolgedessen musste es im Vertrag von Trianon weiträumige Gebiete abtreten, was eben auch den „Verlust“ der in diesem Buch thematisierten Schmalspurbahnen bedeutete. Die Beschreibungen der einzelnen Bahnen nehmen stellenweise unterschiedlich viel Raum ein, was auf unterschiedliche Quellenlagen zum jeweiligen Betrieb bzw. auf die Dauer des Bestehens zurückzuführen sein dürfte. In jedem Fall begeistern die zahlreichen historischen, wenn auch zum Teil bereits bekannten, Aufnahmen der Wiener Fotografen Luft und Navé. Deutsche Eisenbahnfreunde hätten sich sicherlich über Aufnahmen vom Einsatz der IV K 148 in Rumänien oder der 99 194 bei der Slawonischen Drautalbahn gefreut, doch auf diese Raritäten muss leider verzichtet werden. Dafür sind auch die neueren (Farb)aufnahmen in diesem Buch fast durchweg sehenswert. Festzuhalten ist, dass die am Vorbild und geschichtlich interessierten Leser mit diesem Buch besser bedient werden als die modellbauende Fraktion. Fahrzeugskizzen oder Gleispläne gibt es in „Schmalspurig durch Ungarn II“ jedenfalls nicht. Wer tiefer in die Geschichte der vorgestellten Bahnen einsteigen will, finden ein umfangreiches Fußnotenverzeichnis mit zahlreichen Fundstellen, die zur weiteren „Forschung“ konsultiert werden können.


    Das einzige nennenswerte technische Manko des Buchs ist eine gerissene Druckplatte, die bei der gesamten Auflage die Seite 194 etwas „entstellt“ hat. Man kann hier dennoch alles lesen und erkennen. Dem Autor ist für dieses rundum gelungene Buch ebenso zu danken wie dem Verlag, der hiermit einmal mehr als Plattform für – im deutschen Sprachraum – nur selten beleuchtete Eisenbahnthemen in Erscheinung tritt. Vor diesem Hintergrund kann auch der Preis von rund 30 Euro für ein Buch dieses kleineren Formats gerechtfertigt werden.


    (Das Buch kann direkt beim Verlag bestellt werden, ist aber auch über den deutschen Buchhandel erhältlich.)

    Wirklich sehr sehr sehenswerte Bilder. Besonders die Stimmungsaufnahmen mit der Sonne sind für mich erste Sahne.


    Da will ich mich aber nicht nur beim Fotografen bedanken, sondern auch bei jarecky. Ohne seine neuesten Eintrag wäre mir der alte Beitrag von Thomas nämlich durch die Lappen gegangen ;)


    Viele Grüße
    Julian

    Hallo ihr beiden,


    zu den 99 221 und 223 in Norwegen kann ich leider ebensowenig beitragen wie zu den Babelsberger Loks in der UdSSR. Beide Länder sind nicht so mein Gebiet...


    Über weitere Informationen würde ich dennoch freuen. Zwar bin ich nicht der ausgewiesene Statistiker, aber in diesen internationalen Fällen begeistern auch mich immer wieder Loklebensläufe!


    Viele Grüße
    Julian

    Hallo Volker,


    vielen Dank für die erste Rückmeldung. Da bin ich ja ganz froh, dass mein inzwischen etwas angestaubtes Wissen doch noch immer aktuell ist. ;)


    Zitat

    Original von Volker Dehnke
    das ist neu für mich. Herzlichen Dank für die Hinweise. Mein letzter Wissenstand entspricht dem Inhalt der Homepage von Gerd Schlender. Interessanterweise bezieht er sich auch auf ein Buch "Les petits trains de jadis" (Autoren: Henri Domengie / Jose Banaudo. Es gab wohl mehrere Werke).


    Ja, es gibt da mehrere Ausgaben. Diese Buchreihe ist in etwa mit den Büchern von Gerd Wolff über die (west)deutschen Klein- und Privatbahnen zu vergleichen. Ich beziehe mich auf das Buch über Westfrankreich, die anderen Ausgaben kenne bzw. habe ich leider nicht.


    Zitat

    Hier ist der Link zu den Loks mit Bildern:
    http://www.voll-dampf.de/gesuche.htm#hk103


    Interessanterweise vermutet er die Güstrower Maschinen in Afrika. Warum auch immer. Siehe hier:
    http://www.voll-dampf.de/bilde…e_nwe.htm#liste_dampfloks


    Da ich die dort angegebenen Quellen nicht kenne, kann ich dazu nichts weiter sagen. Ich werde im neuen Jahr aber mal eine Mail an den Eisenbahnverein, der sich dem Erbe der CdN angenommen hat, schreiben. Vielleicht wissen die mehr und kennen vielleicht sogar die Fabriknummer der Güstrow-Mallet der CdN.


    Viele Grüße
    Julian

    Guten Abend,


    eher zufällig bin ich bei der Recherche in einer anderen Angelegenheit auf etwas interessantes (und mir bislang unbekanntes) gestoßen:


    In dem französischen Buch "Les petits trains du jadis - Ouest de la France" fand ich auf S. 203 den Hinweis auf eine B'B-Mallet deutschen Ursprungs, die die Bahngesellschaft "Chemins de fer des Côtes-du-Nord" (CdN) in den 1920er Jahren erworben hat. Sie war gebraucht gewesen und soll eine Leermasse von 36t besessen haben.


    Schnell reifte bei mir der Verdacht, dass es sich um eine ex NWE- oder SHE-Lok handeln könnte. Und die Angabe der Leermasse passte dann auch zu den ältesten NWE-Mallets.


    Bei meiner weiteren Suche fand ich dann folgendes im Eintrag zur CdN in der französischen Wikipedia, was sehr stark auf eine ehemalige NWE-Mallet schließen lässt:


    Mallet 020+020T Gustrow de 36 tonnes « La Bretagne » achetée en en 1924 à M. Pincos dans l'objectif de faire des trains lourds comme sur le Réseau Breton. Sa construction ancienne (1897) en faisait une locomotive moins puissante que les dernières Corpet-Louvet. Elle ne fut presque pas utilisée. Sa dernière utilisation connue fut le déferrage en 1937 dans la région de Moncontour.


    Ok, Wikipedia ist keine wirkliche Quelle - doch immerhin wird im Bezug auf die deutsche Mallet auf das Archiv des Départements verwiesen.


    Demnach kaufte die CdN im Jahre 1924 eine Mallet des Baujahres 1897. Das Wort "Gustrow" lässt auf eine der drei NWE-Maschinen dieses Herstellers (NWE 15, 16 und 17) schließen, die allesamt im 1. Weltkrieg zusammen mit weiteren Harzer Loks nach Frankreich kamen. Bei der CdN wurde die deutsche Mallet mit dem Taufnamen "La Bretagne" jedoch fast nicht genutzt und bereits 1937 verschrottet.


    Nun meine Frage(n): Gibt es gesicherte Erkenntnisse, dass es sich bei der CdN-Lok "La Bretagne" wirklich um eine NWE-Mallet vom Hersteller Güstrow handelt? Wenn ja, welche NWE-Lok (15, 16 oder 17) ist es?


    Ich habe leider kaum aktuelle Literatur über die Harzer Bahnen, so dass mir neueste "Forschungsergebnisse" entgangen sein könnten. Auf jeden Fall war mir diese Überlegung, dass eine Harzer Mallet nach dem Kriegseinsatz bei der CdN gelandet sein könnte, bislang neu.


    Viele Grüße - und allen Schmalspurfreunden Frohe Weihnachten
    wünscht Julian Nolte

    Die MzB fährt mit 6,5kV/25Hz Wechselstrom. Wie sich das mit der Telegrafenleitung ausgeht, hab ich mich auch schon mal gefragt. Vielleicht funktioniert es, weil die Spannung geringer ist als bei der großen Eisenbahn...?


    Gruß
    Julian

    Hallo,


    nachdem ich vorhin einige der hier eingestellten Fotobeiträge gelobt habe, will ich nun auch selbst etwas zeigen. Dampf kann ich für dieses Jahr noch nicht bieten, doch die im Regelbetrieb verbliebenen österreichischen Schmalspurbahnen haben auch überwiegend einen antiquierten Charme. Das ist vor allem auf das Desinteresse seitens der ÖBB zurückzuführen, die schon seit Jahren keine rechte Lust auf Schmalspurbetrieb mehr hatten. Folglich trennte sich die Staatsbahn Ende 2010 von den 760-mm-Restbetrieben in St. Pölten (Mariazellerbahn), Waidhofen (Ybbstalbahn) und Gmünd (Waldviertel), welche nun dem Land Niederösterreich bzw. der landeseigenen Nahverkehrsgesellschaft NÖVÖG unterstehen. Besonders für die Mariazellerbahn stehen mit dem neuen Betreiber größere Veränderungen ins Haus, hat man mit Schweizer Triebwagen nun doch endlich Nachfolgefahrzeuge für die inzwischen 100jährige Reihe 1099 bestellt. Gründe genug, um sich Ende Februar nach Jahren wieder einmal auf den Weg an die Mariazellerbahn zu machen.



    Vor vier Monaten präsentierte sich die Mariazellerbahn eigentlich noch genauso wie vor der Übernahme im bisherigen ÖBB-Zustand. Inzwischen sind die meistens Staatsbahn-Symbole verschwunden, 1099er mit dem ÖBB-"Pflatsch" gibt es jetzt nicht mehr. Als 1099 011 aus Mariazell kommend den Bahnhof Rabenstein erreichte, war das noch anders.



    Wenn man im Winter verreist, hat man meist auch ein paar Schlechtwetter-Fototage. Da das Ende des ÖBB-Zustands aber nur noch eine Frage von Wochen schien, ließen wir uns dadurch nicht abschrecken. 1099 004 hat soeben mit dem ersten Zug des Tages, welcher die Gesamtstrecke St. Pölten - Mariazell befährt, die lange Gerade zwischen Ober Grafendorf und Klangen verlassen und wird gleich den kleinen Bahnhof von Klangen erreichen.



    Dank des kurzen Tageslichts machten wir auch einige Nachtaufnahmen, was ich üblicherweise nicht so häufig tue. Wieder sehen wir 1099 011 -hier mit dem letzten Zug des Tages nach Mariazell - als der Lokführer im Bahnhof Puchenstuben ein paar Lebkuchen gereicht bekommt, damit der Aufenthalt in der sonst menschenleeren Station etwas länger als nur Sekundenbruchteile ausfällt ;)



    Die Reihe 2095 kommt auf der Mariazellerbahn planmäßig zum Einsatz, auch auf der Bergstrecke oberhalb von Laubenbachmühle kann man die Dieselloks erleben. Auch wenn ich Dieselloks unter Fahrdraht nicht so attraktiv finde - die Geräuschkulisse bei einer Bergfahrt hinter 2095 009 nach Mariazell war schon toll. Hier sehen wir die Lok über dem Klausgraben zwischen Gösing und Annaberg.



    Einen Tag zuvor hatte 2095 009 im Tal einen Schülerzug nach Laubenbachmühle am Haken, hier bei Matzerdorf zwischen St. Pölten und Ober Grafendorf.



    Nicht vergessen werden sollen die derzeit auf der Mariazellerbahn eingesetzten Triebwagen, die nach Erscheinen des neuen Rollmaterials wahrscheinlich komplett verschwinden werden. 5090er fahren gegenwärtig die meisten Züge auf der Talstrecke zwischen St. Pölten und Laubenbachmühle (hier bei Nadelbach in der Nähe von St. Pölten)



    Auch die Zukunft der zwei 4090/6090-Garnituren ist mehr als ungewiss. Die Schweizer Neufahrzeuge werden die erst in den 1990er Jahren angeschafften Elektrotriebwagen wahrscheinlich überflüssig werden lassen.



    Touristische Verkehre mit 1099 soll es aber auch in Zukunft geben. Bereits heute wird ein Zugpaar St. Pölten - Mariazell als "Ötscherbär" mit entsprechend braun lackierten 1099 vermarktet. Die Rückleistung nach St. Pölten hat soeben Ober Grafendorf verlassen und strebt dem Feierabend im Heizhaus von St. Pölten Alpenbahnhof entgegen.


    Bis auf die nahezu komplett verschwundenen ÖBB-Symbole präsentiert sich die Mariazellerbahn in diesem Sommer noch wie im vergangenen Winter. Ich kann einem Besuch in der wunderschönen Region nur empfehlen. Wo findet man heute noch hundertjährige Loks im Planeinsatz? Da können selbst die meisten Museumsdampfloks nicht mithalten...


    Viele Grüße
    Julian

    Ich häng mich hier jetzt einfach mal dran und will mich in einem Rundumschlag bei allen Fotografen für die schönen eingestellten Fotos vom Pollo bedanken - die 4802 macht auch in der Prignitz eine richtig gute Figur! :spos: Die Highlights sind aber irgendwie doch die Streckenfotos der 4644. Hoffentlich gibt es das in ein paar Jahren wieder häufiger zu sehen...


    Gruß
    Julian