Beiträge von 99 572

    Hallo,


    danke an die Erinnerung zum Thema Staken.

    Wir reden hier von einem Bundstaken.

    Ein gerade gewachsener Baumstamm, an einem Ende mit aufgesetzter geschmiedeter, später geschweißten Spitze, am anderen Ende das Griffstück, "Hamme" genannt.

    Auf der Elbe ist der Einfluss der Strömung, zuweilen auch Wind, allgegenwärtig.

    Der Bundstaken diente beim Anlegen dazu, dass Schiff Richtung Strommitte zu halten, um wegfahren zu können. Andernfalls drückt die Strömung das Schiff gegen Land. Allerdings auch andersherum, dass es nicht durch die Strömung Richtung Flussmitte gedreht wird. Eben je nach örtlicher Gegebenheit und Fahrtrichtung angepasst.


    Beim Wendemanöver dient der Bundstaken quasi als Drehpunkt, während das Schiff durch die Strömung herumgedrückt wird.


    Wenn ein Schiff in Feierabendlage mit nur einem Anleger lag, konnte der Bug, oder das Heck vom Ufer fern gehalten werden, während eine Leine an Land festgemacht war. Aber auch rechts und links konnte je ein Staken gesetzt werden ("auf Staken stellen") womit die Landverbindung entfallen konnte.


    Heute werden die Fahrmanöver durch ein elektrisches Bugstrahlruder ermöglicht.


    Die letzten Bundstaken wurden vor ca. 8-10 Jahren im Rahmen der Lehrlingsausbildung und zum 175. Firmenjubiläum gebaut. Damit waren die Dampfer Diesbar, Leipzig und Meissen ausgerüstet.


    Durch Umbauten nach der Wende, wurden allerdings auch die Arbeitsdeckflächen durch neue Winden verringert, wodurch der Bewegungsraum zur Arbeit mit dem Bundstaken jetzt ungünstig beschnitten ist. Somit waren die "neuen" Staken auch kaum in gebrauch. Wenn ein Staken nicht oft genug im Wasser steht, trocknet er aus und kann beim Einsatz recht schnell aufschwimmen. Deshalb wurde früher in diesem Fall eine Stahlkette um die Spitze gewickelt.

    Wenn der Staken im Fluss steht, wird er mit einer Leine an der Hamme befestigt und somit am aufklettern gehindert. Einige Schiffe hatten zusätzlich Fangleinen am Staken, damit sie geborgen werden konnten, wenn ein Manöver misslang, zumal diese dann gern Richtung Schaufelrad trieben. Bei einigen Kapitänen waren die Fangleinen verpönt, erleichterten sie doch die Arbeit der Bootsleute.


    Das Holz der nachgebauten und ausgetrockneten Bundstaken, ist mittlerweile zum Anheizen auf dem Dpf. Diesbar verbraucht worden ;-).


    Gruß Micha :-)

    Hallo Jörg,


    zur Flottenparade werden die Schiffe momentan der Reihe nach gebucht und aufgefüllt, es können also noch mehr Schiffe werden. Durch Corona gab es ja diesen Ausweichtermin.


    Die Pflegemaßnahmen in Riesa finden traditionell statt, ich denke, für regelmäßige Fahrten fehlt einfach das Publikum.


    Gruß Micha

    Hallo Jörg,


    da besteht kein Zusammenhang. Der bereits Ende August erstellte Schiffseinsatzplan basiert auf dem Fahrplan, welcher ja recht dürftig ist.


    Gruß Micha

    Hallo,


    heut mal Dampfer auf Schienen...



    Ein Drahtseil hat einen Weg in das Bugstrahlruder gefunden. Grund genug, aus dem Wasser gezogen zu werden.



    Mit der Flex konnte der Draht an verschiedenen Stellen getrennt und somit von Hand entfernt werden.


    Wieder ein Beispiel, dass die Laubegaster Werft mit Helling unverzichtbar ist.


    Gruß Micha

    Hallo,


    bei der Schweizer Flagge handelt es sich um eine Initiative der Mannschaft. Gern besuchen uns Schweizer Schiffahrtsfreunde, aber auch Kollegen. Denen galt der Gruß, wenn sie an Bord waren. Nun aktuell kommt ja noch der Schweizer Eigentümer zu Ehren.


    Der Dampfer Pirna hat Maschinenschaden, momentan wird an einem Ersatzteil gearbeitet.


    Auch der Dampfer Leipzig zeigt Flagge ;-)



    Gruß Micha :-)

    Hallo Jörg,


    dass ist richtig. Als weiteren erhaltenen Dampfer der KD wäre noch der "Mainz" zu erwähnen, welcher museal in Mainz erhalten wird.

    Übrigens ist auch der Dampfer "Krippen" einige Zeit für die KD gefahren und hatte deren Logo am Schornstein...


    Gruß Micha

    Hallo Jörg,


    der Dampfer Goethe wurde aber noch zu "alten" KD- Zeiten auf dieselhydraulischen Antrieb umgestellt, also lange bevor die Schweizer das Ruder bei der KD übernommen haben.


    Gruß Micha