Beiträge von Steku

    Super, herzlichen Dank nochmal für die Details!


    Mindestens 35-40 Jahre Einsatz sind für so ein "Urgetüm" von Fahrzeug ja auch schon eine ganze Menge, und dass natürlich nicht alles detailliert bekannt ist, ist ja (leider) bei Dienst- und Nebenfahrzeugen recht typisch.


    Grüße

    Stefan

    Hallo Holger,


    vielen Dank für die "Auflösung des Rätsels"! Schön zu hören, dass das Fahrzeug offenbar in guten Händen gelandet ist, und wir dürfen dann ja gespannt sein, wie es dereinst einmal den Carlsfelder Lokschuppen wieder verlassen wird. Die Sache mit dem Motor klingt spannend, aber nicht ohne Grund wurden ja bei vielen Fahrzeugen in den 50er/60er Jahren die Vorkriegsmotoren gegen neuere, standardisierte Bauarten getauscht.


    Auf jeden Fall ist den genannten FHWElern bei der weiteren Aufarbeitung viel Erfolg zu wünschen!


    Ein Baujahr in den 30er Jahren klingt durchaus plausibel, auch auf den Regelspurbahnen setzten sich die Motordraisinen ja erst ab Mitte/Ende der 20er Jahre durch. Und der Umbau in frühen DDR-Jahren passt auch zu den weiteren Rationalisierungsbestrebungen, zumal der Wetterschutz bei den frühen offenen Motordraisinen wohl eins der dringendsten Probleme darstellte.


    Ist eventuell auch bekannt, wo und bis wann dieses Fahrzeug noch im Dienst stand und wann es nach Geyer und später nach Carlsfeld gekommen ist?


    Grüße

    Stefan

    Moin,


    Im Sommer 2000 führte mich der Sommerurlaub durch das Erzgebirge, unter anderem war ein Ausflugsziel damals das Denkmal der Verkehrsgeschichte in Geyer.


    Der Personenwagen wurde damals gerade neu gestrichen und war grau grundiert, das sah dann "von vorne" so aus:


    Auf diesem Bild sind natürlich auch die anderen bekannten Fahrzeuge zu sehen, neben 99 534 auch der Zugführerwagen und die beiden Rollwagen auf dem kürzeren Gleis links.

    Damals gab es aber auch auf der anderen Seite, schräg hinter dem Zugführerwagen, ein kurzes Gleisstück, auf dem ein uriges und komplett in Plane eingeschlagenes Fahrzeug zu sehen war, offenbar ein Dienstfahrzeug. Die Beleuchtung und Windschutzscheibe an der Front deuten für mich darauf hin, dass das "Gerät" wohl auch einen eigenen Antrieb gehabt haben dürfte:


    Leider habe ich zu diesem Fahrzeug bisher nirgends nähere Informationen gefunden, weder über Herkunft und Zweck, noch über den Verbleib, denn offenbar ist heute die fragliche Ecke freigeräumt. Ich vermute, dass es sich um eine Draisine bzw. eine Art kleinen Rottenkraftwagen, ggf. unter Verwendung von Gebrauchtteilen, handeln dürfte.


    Kann mich hier vielleicht jemand aufklären?


    Grüße

    Stefan

    Moin von der anderen Seite der Emscher,


    neben den genannten Seiten gibt es auch noch zwei regionalere Portale:


    Zum einen empfiehlt sich auch immer mal ein Blick auf https://luftbilder.geoportal.ruhr, da gibt es Luftaufnahmen aus dem Ruhrgebiet aus verschiedenen Jahren seit den 1920ern.

    Und wenn es noch weiter zurück sein soll, uralte Karten (aber auch vieles anderes, z.B. jahresgenaue Luftbilder der letzten 20 Jahre) finden sich beim "TIM-online" des Landes (https://www.tim-online.nrw.de/tim-online2/). Den blauen Pfeil oben links anklicken, dann "Topographische Karten" -> "Historische Topographische Karten". Insbesondere die preußische Uraufnahme (1836-1850) und die Neuaufnahme (1891-1912) sind immer schöne Indizien für die Entwicklung "ganz früher".


    Grüße

    Stefan

    Moin nochmal,


    ja, daß die Husumer Pferdebahn wohl doch nicht in Frage kommt, hab ich dann beim zweiten bis dritten Nachgucken auch festgestellt, da war der Beitrag aber schon geschrieben... Immerhin war die Vermutung "Pferdebahn" richtig - mein Namensvetter hat ja auch schon das Rätsel gelöst, danke dafür.


    Grüße
    Stefan

    Moin auch,


    Also wenn das 1906 ist, dann dürfte ein Antrieb in diesen Wägelchen ziemlich unwahrscheinlich sein, eher doch "außenliegender" Antrieb in Form von Pferden.


    Und voilá: Das Internet spuckt sogar eine digitalisierte Broschüre zur Husumer Pferdebahn aus: https://www.yumpu.com/de/docum…ahn-husum-stadtgeschichte


    Diese Bahn wurde allerdings nur von 1857 bis 1891 betrieben, und die Situation auf den Bildern paßt nicht ganz zur Verbindung vom Bahnhof zur Stadt... Aber als Schuß ins Blaue schonmal ein erster Versuch. :sing:


    Grüße
    Stefan

    Moin zusammen,


    erstmal zur Ausgangsfrage: vor längerer Zeit hab ich selbst mal Informationen zu diesem Fahrzeug gesucht, und bin dabei auf eine Seite zur Präsentation in Mügeln gestoßen, die kaum Fragen offen läßt, inklusive Innenansichten:
    Der "Sandmann" kommt nach Mügeln


    Und dann nochmal zu dem von nortim fotografierten Fahrzeug: das ist ein Talbot-Triebwagen von 1954 (übrigens ein sehr naher Verwandter der Harzer "Fischstäbchen" 187 011 und 013), der nach Einsätzen bei der Kreisbahn Osterode-Kreiensen und der Zillertalbahn im Jahr 1992 vom Öchsle nach Mügeln kam, und von dort aus Anfang 2002 wieder Richtung Prora entschwunden ist. Schön, mal ein Foto aus der Zeit zu sehen, wo der Triebwagen noch gut im Lack war...


    [Edit: grad noch nen Beitrag im alten Forum gefunden, nach dem Prora auch nicht so ganz sicher ist: Re: Öchsle-VT? ]



    Grüße
    Stefan

    Moin zusammen...


    Nanu, es hat immer noch niemand von den zahlreichenden Anwesenden Bilder oder auch nur einen Bericht vom Mansfelder Vereinsjubiläum hier reingestellt? Dann will ich doch diese Lücke mal füllen!


    Auch wenn das hier nur ein erster grober Überblick ist, ich hab mal wieder viel zu viele Fotos gemacht, die noch genauer gesichtet werden wollen...


    Heute morgen gings vom Quartier in Magdeburg mit dem Zug direkt durch nach Klostermansfeld, wo ja um 9:45 Uhr der erste (Personen-)Zug auf der Schmalspur abfährt. Wer morgen auch noch hin möchte, dem sei gesagt: Früh aufstehen lohnt sich, vor dem ersten Personenzug gibt es schon Güterverkehr auf der Strecke! Die Fahrkarte war schnell gekauft, dann gings erst einmal die ganze Strecke in den (auch für mich) neuen Endbahnhof Hettstedt Kupferkammerhütte, wo erst einmal auf die Lok für die Rückfahrt gewartet wurde - und dann drei Wagen mit zwei Mansfelder Loks ein klein wenig "übermotorisiert" auf Abfahrt warteten... Nein, die zweite Lok blieb gleich da für den nächsten Zug Richtung Siersleben:


    Mein nächstes Ziel war die Halde Niewandtschacht, wo regelmäßige Parallelfahrten zwischen Schmal- und Normalspur geboten wurden, wie beispielsweise die eines Schmalspur-Personenzugs mit der (Leih-)Lok 13 "Pionier" und der Staßfurter 44er mit immerhin 46 beladenen Güterwagenachsen am Haken:


    In Siersleben am Gleisdreieck wurde zeitweilig "etwas kräftiger" rangiert, dazu machte sich die blaue Lok 35 ab und an mal am Zugschluß von Benndorf aus auf den Weg dorthin, und natürlich auch wieder zurück:


    Später durfte sie auch einmal mit dem Personenzug fahren, hier auf der Rückfahrt bei Thondorf:



    Und natürlich darf auch der wiedergeborene Star der MBB nicht fehlen, die Schlepptenderlok 20, der am späten Nachmittag die Aufgabe zufiel, einen Güterzug aus vier der bekannten Stein- und dem inzwischen zugelassenen Kübelwagen wieder nach Bocksthal zu bringen:


    Abschließen möchte ich den Bilderbogen mit der klassischen Einfahrt in den Ort Benndorf, diesmal mit Lok 9 am vorletzten Personenzug, der Abendzug kam meiner Abfahrtgelegenheit leider wenig zupaß:


    Abschließend - nein, morgen gehts ja noch weiter - unterbrechend hier schonmal ein großes Dankeschön an alle Vereinsmitglieder, die ein solches Programm möglich gemacht haben, und natürlich Grüße an alle hier im Forum, denen ich heute bekannter- oder unbekannterweise über den Weg gelaufen bin!
    Und falls jetzt noch jemand Lust bekommen hat: Vielleicht sieht man sich ja morgen im Mansfelder Land?


    Grüße
    Stefan