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Beiträge von Benjy

  • [KJ1] Neues aus Magdeburgerforth (m.L.)

    • Benjy
    • 3. Januar 2026 um 14:47

    Während Wieland im neuen 2026er-Thema schon von der erfolgreichen Neujahrsfahrt berichtet hat, möchte ich noch ein paar Fotos von 2025 nachreichen.

    Neben den beiden Festwochenenden im September mit Dampflokbetrieb war einer meiner persönlichen Höhepunkte des Jahres der Besuch der PRESS am 19. November 2025: für die jährliche Ausfahrt stand u.a. Magdeburgerforth als Ziel auf dem Plan. Stilecht ging die Fahrt mit dem Ferkeltaxengespann bis Altengrabow, die Lücke bis Magdeburgerforth wurde per Bus überbrückt.

    Auf der Hinfahrt hatten die Besucher reichlich Sonnenschein im Gepäck, leider fing es auf dem Rückweg dann zunehmend an, Strippen zu regnen.

    Viele Grüße,
    Benjamin

    Einfahrt Büden.


    Hinter Zeppernick wird die Ehle überquert.


    In Loburg muss kurz vor Erreichen des Bahnhofs per Posten gesichert werden.


    Hinter Lübars geht es ein ganzes Stück parallel zur L55.


    Hinterhergeschaut: gleich wird das Gespann Altengrabow erreichen.


    Nicht mehr viel übrig ist vom ehemaligen Bahnhof Lübars.


    Nochmal bei Zeppernick.


    Ausfahrt Büden.

  • [KJ1] Neues aus Magdeburgerforth (m.L.)

    • Benjy
    • 28. September 2025 um 14:01

    Hallo zusammen,

    auf der Vereinshomepage gibt es zwei Zeitungsartikel zum Dampflokeinsatz und der Feierstunde mit Fördermittelübergabe zu lesen sowie einen aktuellen bebilderten Bericht zum Stand der Dinge bei der Aufarbeitung von 99 4721.

    Viele Grüße,
    Benjamin


    IMG_3385_mid.jpg

    PS. die Bildnachlese von den Feierlichkeiten läuft noch, das eine oder andere Foto folgt bestimmt. Hier verlässt 99 608 mit P1114 am 21.9. den Bahnhof Magdeburgerforth.

  • 99 608 auf Reisen

    • Benjy
    • 24. September 2025 um 09:14

    Moin zusammen,

    Zitat von 99 4011

    Garantiert auf Rückweg aus Magdeburgerforth zurück in die Sächsische Heimat

    Genau so ist es. Opa Lutz hat die Maschine gestern - nicht zum ersten Mal - wohlbehalten zurückgefahren. Wir hatten hier bei Facebook (auch ohne Anmeldung sichtbar) zwei Schnappschüsse vom Hinweg gezeigt.

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • (A) Markterkundung Schmalspurfahrzeuge EMU/BEMU

    • Benjy
    • 3. Juli 2025 um 09:16

    Hallo zusammen,

    interessante Entwicklung, hier auf 15kV/50Hz zu setzen. Ein zugehöriger Normungsprozess für die Nutzung als Bahnstromsystem ist m.W. im Gange, wobei ich den aktuellen Fortschritt nicht kenne. Ich bin gespannt, was es zu dieser Bahnstromwahl demnächst noch zu lesen geben wird :)

    Zitat von Michael89

    50Hz macht halt vom Prinzip her Sinn wenn man den Strom aus dem Ortsnetz entnimmt bzw. entnehmen möchte

    Genau, bei Anschluss ans Landesstromnetz kommt man - gerade wenn kleinere Leistungen ausreichen - teils ohne Umrichtertechnik beim Netzanschluss aus, was das Ganze deutlich vereinfacht. In D stehen mehrere Anbieter mit verschiedenen technischen Ansätzen nach Errichtung von Prototypen in den Startlöchern für entsprechende BEMU-Ladestationen - wobei sich ein großer, gemeinwohlorientierter Infrastrukturbetreiber noch nicht für diesen Ansatz begeistern kann.

    Zitat von Michael89

    Liegt wahrscheinlich daran dass da mittlerweile eh irgendein Zwischenstromkreis mit "genormter" Spannung zwischen Oberleitung und Motor hängt.

    Die Flexibilität kommt vor allem aus den AC/DC-Wandlern, deren heute gebräuchliche Modelle und Auslegungen es häufig erlauben, durch reine Softwareanpassung wahlweise mit 16,7 oder 50 Hz aus den AC-Netzen zu arbeiten.

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • [KJ1] Neues aus Magdeburgerforth (m.L.)

    • Benjy
    • 24. März 2025 um 09:53

    Hallo Jan,

    das ist eine Entscheidung, die im weiteren formalen Prozess nicht nur vereinsintern getroffen wird. Stand heute gehe ich persönlich davon aus, dass wir auch am BÜ Mitte mit Andreaskreuzen und Postensicherung hinkommen, ggf. ergänzt um verkehrliche/betriebliche Regelungen, falls Fahr- und A2-Umleitungstage zusammenfallen.

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • [KJ1] Neues aus Magdeburgerforth (m.L.)

    • Benjy
    • 23. März 2025 um 21:09

    Hallo zusammen,

    danke dir Wieland, du hast viele Sachen ja schon erwähnt. Ich würde gern noch ein paar Details ergänzen, um mit einem Teil der Mutmaßungen von oben aufzuräumen:

    Die Landesstraße 52 wurde im Bereich des künftigen BÜ Mf Mitte im Jahr 2018 saniert. Allerdings zogen sich die Straßenarbeiten bis tief in den Herbst (ich meine bis in den November) und die avisierte Bauausführung des BÜ hätte bei mindestens einem Arbeitsschritt Mindesttemperaturen deutlich über Null erfordert. Rein auf die nötige Straßensperrung bezogen hätte es seinerzeit zwar die Möglichkeit der Verlängerung der Sperrdauer auf dem kurzen Dienstweg gegeben – die Risiken, die aus einem Einbau unter ungeeigneten Bedingungen entstehen, sind an so einer Stelle für einen vergleichsweise kleinen Verein aber einfach nicht tragbar. Darüber hinaus ging es bei dem BÜ noch um andere zu klärende Fragen.

    Mit diesem Vorgang hatte die 2021 neu ins Landesverkehrsministerium eingezogene Mannschaft nichts zu tun.

    Wie Wieland bereits schrieb: die L52 ist die Bedarfsumleitung (für beide Fahrtrichtungen) der A2, einer der wichtigsten Verkehrsachsen im Land. Wenn es dort scheppert - und das ist in diesem Bereich seit Jahresanfang leider auch bereits mehrfach aufs bösartigste passiert - quälen sich nicht enden wollende Blechschlangen auch durch Magdeburgerforth. Gift für die Verkehrswege ist dabei bekanntlich der Schwerverkehr, d.h. v.a. die LKW, an denen sich die Belastung praktisch fast ausschließlich bemisst. Zwischen den Anschlussstellen Theeßen und Ziesar gibt es eine Zählstelle, die das Ganze auch in Zahlen fasst, auch in den letzten Verkehrszählungen der L52 spiegelt sich das Problem solcher Umleitungsfälle deutlich wider. Der daraus resultierenden Belastungsklasse der Straße wird in der geplanten Ausführung des BÜ Rechnung getragen. An so einer Stelle kommt dann auch nur die Umsetzung durch eine Fachfirma in Frage.

    Diese Thematik hat der Verein an vielen Stellen, u.a. auch mit dem 2021 neu besetzten Landesverkehrsministerium erörtert, woraus 2022 die oben zitierte Zusage der Unterstützung bei einem Vor-Ort-Termin mit der Ministerin resultierte. Dabei wurde auch (nochmal) deutlich, mit welchem Blick von anderer Seite auf so ein Vorhaben geschaut wird. Verkürzt zusammengefasst: an einer so Achse wie der A2/L52, wo in der Vergangenheit bereits so vieles schief lief, muss vor allem der Verkehr reibungslos weiterlaufen.

    Ich stimme soweit mit euch überein - es ist eine ganz ordentliche Summe, die der BÜ Mitte erfordern wird. Mir ist spontan aber auch kein Museumsbahn-BÜ bekannt, an dem vergleichbare Bedingungen gegeben wären. Insofern halte ich Vergleiche für schwierig. Ohne Frage - an anderer Stelle ginge der Bau eines BÜ in Eigenleistung auch bei der KJI für einen Bruchteil der Mittel.

    Unterm Strich ist hier für das Vorhaben trotz aller finanziellen Herausforderungen, die gerade allseits zu beobachten sind, eine große Summe im Landeshaushalt reserviert worden. Das ist ein großer Erfolg für die KJI!

    ---

    Zur Ns3: die Lok ist ja eine Leihgabe aus Rittersgrün. Sie hat vor einigen Jahren eine Reparatur erhalten und ist technisch einsatzbereit. Ohne Druckluftbremse ist sie für den Zugdienst aber ungeeignet und wird daher von Zeit zu Zeit für Rangierarbeiten „auf dem Hof“ eingesetzt. Zu den letzten Entwicklungen an dieser Stelle gehört, dass der zweite Ns3-Torso aus Magdeburgerforth abgegeben wurde und mit Rittersgrün eine langfristige Fortsetzung der Ausleihe derer Ns3 vereinbart werden konnte. Das ist überhaupt erstmal die Voraussetzung, um evtl. über den Einbau einer Druckluftbremsausrüstung und eine Streckentauglichkeit nachzudenken. Solche Gedankenspiele werden aber sicher nicht vor Abschluss der aktuell laufenden HU an 199 041 vertieft.

    ---

    Auch noch kurz zu 99 4721 (II) "Emma": zum vorhergehenden Zeitungsartikel in der „Volksstimme“ vom Herbst, der auch auf der Webseite abrufbar ist, war die Aufarbeitung des Fahrwerks noch laufend. Deren Abschluss fällt also neben der Weihnachtspause auch in die letzten Monate. Grundsätzlich ist es schon so, dass mit wechselnder Intensität an der Lok gearbeitet wird - je nach Zusammenspiel von anstehenden externen Arbeiten, anderen bei der RVE laufenden Projekten und den verfügbaren Fachleuten sowie nicht zuletzt der aktuellen finanziellen Ausstattung unseres Vorhabens wechselt das Arbeitstempo durchaus mal.

    Der Verein freute sich zuletzt vor allem über den erfolgreichen Abschluss der Fahrwerksaufarbeitung. Das ist auch ein großer Meilenstein, wo glücklicherweise trotz der zusätzlich angefallenen Arbeitsschritte vordergründig (Warte-)Zeit oben drauf kam. Aktuell laufen für die Endmontage vorbereitende Arbeiten, der Aschkasten ist mittlerweile aufgearbeitet und in den Rahmen eingesetzt, dazu noch zwei Bilder anbei.

    Es erscheint aktuell realistisch, die Lok 2026 dampfend zu erleben. Mit Blick zurück auf die seit 2015 zur Lok laufenden Aktivitäten wird die letzte große Arbeitsphase, die nun vorbereitet wird, dann doch sowas wie ein Endspurt ;)

    Viele Grüße,
    Benjamin

    Aufgearbeitet und zum Einbau vorbereitet: der Aschkasten.


    Und in einegbautem Zustand.

  • Parkeisenbahn Chemnitz

    • Benjy
    • 7. November 2024 um 21:49

    Hallo zusammen,

    am vergangenen Sonntag wurde bei der Parkeisenbahn in Chemnitz der Saisonausklang begangen - der Eisenbahnernachwuchs wurde mit Dampfbetrieb und Lichterfahrten in die Winterpause verabschiedet. Bei schönstem Spätherbstwetter konnte ich während einer zweiründigen Dienstpause ein paar Szenen mit dem Handy einfangen, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • Betrieb in Magdeburgerforth 2024

    • Benjy
    • 27. Oktober 2024 um 18:53

    Hallo zusammen,

    nun ist das Bahnhofsfest schon wieder einen guten Monat her – trotzdem möchte ich gern noch ein paar Bilder nachreichen.


    Freitag, 20.09. – der Tieflader erreicht Magdeburgerforth.


    Routiniert ist der Meister rückwärts an die KJI’sche Verladerampe rangiert. Im Hintergrund wartet auch schon das Abholkommando, um die wertvolle Fracht zum Bahnhof zu ziehen.


    An der Lindenstraße habe ich die besondere Fuhre nochmal abgepasst.


    Am Samstag startete dann der Fahrbetrieb: 99 1608 kommt vom Lumpenbahnhof angerollt…


    …und passiert den in Burg geborgenen Packwagenkasten, der künftig als Fahrkartenbude dienen soll.


    Reichlich was los um die Mittagszeit, während sich der Zug zur nächsten Fahrt aufmacht.


    Am Samstagnachmittag gab es als Begleitprogramm zum „Tag der Schiene“ noch eine kleine Vortragsreihe, u.a. zur Kooperation mit der Bahnbau Gruppe, deren Lehrlinge schon so manches an der Gleisanlage geleistet haben. Passend fand das Ganze im rustikalen Ambiente der aktuell in Sanierung befindlichen Werkstatt der Bahnmeisterei statt.


    Noch etwas Besonderes zum „Tag der Schiene“: in einem der Güterwagenkästen an der Schuppenrampe war ein PC-Fahrsimulator mit originalem Fahrpult der Berliner U-Bahn aufgebaut. Nicht nur der Nachwuchs hatte dort seinen Spaß.


    Einige Meter weiter: Ausfahrt des realen Dampfzugs aus dem Bahnhof Magdeburgerforth.


    Ein Anblick, an den man sich gern gewöhnt: das kurz vorm fest im Rahmen eines Lehrlingseinsatzes errichtete Abstellgleis an der Lindenstraße.


    Am Abend des ersten Tages präsentiert sich der Zug am Bahnsteig – zur Verstärkung kommt abermals ein Leihwagen der Döllnitzbahn zum Einsatz. Wieder mal besten Dank für die Kooperation!


    Kurz vor der Gloinebrücke zeigt sich nochmal die Sonne.


    Noch einmal für diesen Besuch macht sich 99 1608 auf den Weg nach Magdeburgerforth Mitte.


    Ein letzter Blick, nochmal winken und Anblick samt Duft genießen. Auf dass es bald wieder dampfen kann in Magdeburgerforth!

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • Bahnhofsfest Magdeburgerforth 21.+22.9.2024 mit 99 608

    • Benjy
    • 19. August 2024 um 15:08

    Hallo in die Runde

    und erstmal danke, Torsten! Ich möchte direkt noch zwei Details ergänzen:

    Das Bahnhofsfest fällt nicht ganz zufällig auf den "Tag der Schiene". Mit dem Dampflokeinsatz gibt es ja schon einen tollen Aufhänger. Wir planen zum Thementag passend kurzfristig noch ein kleines Begleitprogramm für den Samstagnachmittag (21.09.24) - sobald dieses fix ist, wird die zugehörige Seite auf der Vereinshomepage ergänzt.

    Nach aktuellem Planungsstand wird 99 608 gegenüber dem Einsatz in 2022 dieses mal andersrum stehen, d.h. mit der Esse gen Magdeburgerforth Mitte.

    Eine solche Aufnahme wird damit im September nicht möglich sein: 99 608 im Mai 2022 auf dem Weg zum Lumpenbahnhof.


    Wer sich aber an den Dampflokeinsatz mit 99 582 im Jahr 2017 erinnert, weiß: dafür werden andere schöne Motive erneut und erstmals umsetzbar sein. Seinerzeit endete die Fahrt noch am Hp Lindenstraße - somit wird es im September der erste Dampflokeinsatz auf der KJI-Museumsbahn mit Esse voraus in der Steigung rauf nach Mitte sein.

    Als kleinen Vorgeschmack gibt es noch einen Videoschnipsel von 2022:

    Viele Grüße,
    Benjamin

  • Betrieb in Magdeburgerforth 2024

    • Benjy
    • 6. Juli 2024 um 19:07

    Hallo zusammen,

    auf der Vereinsseite sind einige aktuelle Informationen zum Stand der Aufarbeitung von 99 4721 (II) "Emma" eingestellt, die ich euch nicht vorenthalten möchte:

    Aufarbeitung von „Emmas“ Fahrwerk geht in die Endphase

    Zunächst eine kurze Rückblende: im Winter 2018/19 hat der Verein den offiziellen Startschuss zur betriebsfähigen Aufarbeitung der Dampflok 99 4721 (II) gegeben. Zuvor war die Frage nach der Neufertigung betrieblicher Unterlagen beantwortet worden, die Voraussetzung zur betriebsfähigen Aufarbeitung ist. Zunächst wurden Ersatzteile beschafft und in einem ersten Förderabschnitt der Kessel aufgearbeitet. Mit einer Kofinanzierung durch Lotto Sachsen-Anhalt und die Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH (NASA) konnte in Kombination mit Spendenmitteln die Finanzierung der Fahrwerksaufarbeitung 2023 gesichert werden. Dazu wurde im Sommer letzten Jahres auch das Fahrwerk in die RVE-Werkstatt nach Marienberg gebracht.

    Fahrwerksaufarbeitung

    Das gesamte Fahrwerk wurde in seine Einzelteile zerlegt und als erstes der Hauptrahmen repariert (u.a. Ausbesserung von Schweißnähten) und neu lackiert. Stück für Stück wurden diverse Anbauteile begutachtet, bei Bedarf ausgebessert oder ausgetauscht und wieder montiert.

    Im Zuge der Vorbereitung der Arbeiten an den verschiedenen Baugruppen traten jedoch Schäden zu Tage, die so nicht erwartet wurden. Bei der Ultraschallprüfung der Radsätze zeigten sich Risse am Übergang von der Gegenkurbel zum Treibzapfen - offenbar wurde dort zuvor schon einmal per Schweißung repariert. Da ein endgültiger Abriss im laufenden Betrieb horrende Schäden an der Dampfmaschine nach sich ziehen würde, sind wir mit den Experten aus Marienberg einstimmig dazu gekommen, diese Partie neu anzufertigen. Die vergleichsweise unorthodoxe Konstruktion, Treibzapfen und Gegenkurbel in einem Werkstück vorzufinden, wurde dabei nicht reproduziert - sondern wie bei anderen Maschinen gleicher und ähnlicher Bauart in verschraubter Ausführung.

    Dass die Kurbel (samt Treibzapfen) zunächst ausgepresst werden musste, hat schließlich das Einspannen des Treibradsatzes auf der Radsatzdrehmaschine überhaupt erst ermöglicht. Mit Hilfe externer Firmen und der Lokwerkstatt Oberwiesenthal konnte der Treibradsatz mittlerweile nahezu komplettiert werden: nach dem Auspressen der alten, nicht mehr zu verwendenden Zapfen wurde die Umrissbearbeitung der Radreifen vorgenommen, bevor neu konstruierte und gefertigte Treibzapfen eingepresst werden und Gegenkurbeln montiert werden konnten.

    Ein großes Dankeschön soll an dieser Stelle auch an die Parkeisenbahn Chemnitz gehen: nachdem sich herausstellte, dass wir neue Gegenkurbeln brauchen würden, wurden uns kurzerhand dort lagernde Rohlinge angeboten, die an der Chemnitzer Lok nicht verwendbar waren. Auch wenn sich schließlich herausstellte, dass sie für unsere „Preller“ maßlich nicht ganz passen, sind es doch solche großartigen Hilfsangebote, mit denen Projekte wie dieses überhaupt erst stemmbar werden!

    Im Zuge der Arbeiten an den Radsätzen wurden auch neue Achslager gegossen – die bisherigen zeigten Ausbesserungen und Abnutzungserscheinungen, die darauf hindeuteten, mit ihnen nicht mehr langfristig glücklich zu werden.

    Als eine weitere Baustelle erwiesen sich die Kolben: sie sind aus mehreren Teilen mit Niet-Schweiß-Verbindungen zusammengebaut worden und hätten sich kaum zerstörungsfrei prüfen lassen. Ob diese Bauart von der Reparatur in Rumänien oder von einer früheren Reparatur stammt, ist nicht bekannt. So wurde auch hier auf Neufertigung entschieden.

    Entsprechend gab es mehrere Baugruppen, die extern zu bearbeiten waren. Kürzlich sind die meisten von ihnen einbaufertig in Marienberg angekommen. Daher sind alle Projektbeteiligten frohen Mutes, dass die Montage des Fahrwerks nun in den nächsten Wochen zügig voranschreiten kann. Aktuell sind bereits die neuen Kolben eingesetzt und erste Teile der Steuerung wieder montiert.

    Wie geht es dann weiter?

    Unser Ziel ist, dass nach Abarbeitung des Fahrwerk-Bauabschnitts nahtlos weitergearbeitet werden kann. Dazu hat der Verein einen weiteren Förderantrag eingereicht. Es wird dann ein neuer Aschkasten gefertigt und in den Rahmen eingelassen, um danach den aufgearbeiteten Kessel aufzusetzen. Nach der „Hochzeit“ wird Emma also wieder zu einem größeren Werkstück. Danach kann dann der Endspurt eingeleitet werden, der nochmals einige Herausforderungen bergen wird.

    Es werden weiterhin Spenden und Unterstützung benötigt

    Die Spendenaktion „Emma soll wieder dampfen“ nach Crowdfunding-Vorbild läuft parallel weiter. Das hat bisher sehr erfolgreich in Kombination von Spenden- und Fördermitteln geklappt:

    Dafür möchte ich im Namen aller Vereinsmitglieder an dieser Stelle den Unterstützenden nochmals ein riesiges Dankeschön aussprechen! Auf diese Weise sind bereits mehr als 65.000 € von mehr als 300 Spendern zusammengekommen – das ist mehr als für jedes andere Einzelprojekt in der Vereinsgeschichte. Zusammen mit den Fördermitteln wird beim Gesamt-Finanzierungsstand aktuell die Marke von 200.000 € überschritten.

    Auch für die noch ausstehenden Baugruppen werden jedoch erhebliche Mittel benötigt. Wir werden versuchen, den bewährten Weg der Finanzierung fortzusetzen und so auch Zusammenbau und Komplettierung der Maschine zu ermöglichen. Da heißt auch: bitte spendet weiterhin für das Projekt. Wir werden nach Kräften versuchen, die gegebenen Mittel furch Förderungen zu mehren!

    Darüber hinaus wird der Verein parallel von vielen Fachkundigen und Wohlwollenden unterstützt – in Magdeburgerforth wieder Dampfbetrieb zu etablieren heißt ja nicht nur, eine Lok aufzuarbeiten: es braucht Infrastruktur vor Ort, um die Lok behandeln und betriebsfähig halten zu können. Gleichermaßen will ein regelmäßiger Einsatz personell abgesichert sein. Diesbezüglich hat kürzlich ein weiteres Vereinsmitglied den Kesselwärter-Lehrgang erfolgreich absolviert.

    Wann wird „Emma“ wieder dampfen?

    Einen genauen Termin für die Inbetriebnahme wird noch niemand seriös vorhersagen wollen. Mit Blick aufs kommende Jahr steht dem Verein mit „25 Jahre KJI e.V. und 60 Jahre Letzte Fahrt der Kleinbahn“ im September 2025 ein großes Doppeljubiläum ins Haus. Natürlich wäre es das absolute Sahnehäubchen, wenn wir 99 4721 (II) zu diesem Fest dampfend wieder in Magdeburgerforth begrüßen könnten. Wir alle wissen aber auch, dass bei der historischen Technik Unwägbarkeiten lauern können - gesichert ist also noch nichts, doch diese Zielmarke verfolgen wir optimistisch weiter und treiben die Planung und Arbeiten parallel in diese Richtung voran.

    Im letzten großen Bauabschnitt werden Zusammenbau und Inbetriebnahme der Lok im Mittelpunkt stehen. Das wird auch noch die Aufarbeitung mancher Baugruppe beinhalten und die Vervollständigung der Druckluftbremse, die das Einzelstück „Emma“ so bisher nicht hatte. Wir sind optimistisch, auch das gemeinsam mit unseren fachlichen und finanziellen Unterstützern zu stemmen.

    Bei diesem Fertigstellungsgrad ergab sich nun einige Wartezeit für die Zulieferung verschiedener Bauteile, die extern bearbeitet wurden.


    Die bei der Demontage systematisch befüllten Teileboxen rücken für den Zusammenbau des Fahrwerks nun wieder in den Fokus.


    Montage der neuen Kolben.


    Zurück in Marienberg: die Radsätze. Neben der Umrissbearbeitung sind hier neue Treibzapfen und Gegenkurbeln zu sehen.


    Die Steuerung auf der rechten Seite wird nach und nach komplettiert.

    In diesem Sinne viele Grüße,
    Benjamin

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