Beiträge von no-night

    no-night

    Bitte laß die Kirche im Dorf!

    Meiner Meinung nach täte es der Preß' bestimmt nicht gut die Strecke evtl. ins Tschechische zu verlängern. Das ist historisch nicht richtig und widerspiegelt bestimmt nicht die detailierte Arbeit dieses Vereins.

    Gerade wegen deines letzten Satzes stoß es auch mir ins Auge, daß hier über "Süden" gesprochen wurde. Meine liebe Broschüren über die Bahn liegen in meinem Bücherschrank, während ich jetzt in Büro bin, so wußte ich nicht, wie weit damals die Strecke südlich von Jöhstadt reichte. Daß es nicht auf tschechisches Gebiet überging, schon klar... wenn man aber auf die Karte schaut, sieht ja bis zu die Grenze wo gar Topographie etwas zulassen würde, drumherum nur einige Dorfhäuser und Werkhallen... keine wahre Reiseziele für Bahnfans und insbesondere nicht für normale Ausflügler. Deshalb war es mir schwer zu fassen, warum hier gar irgendetwas zur Wiederherstellung überlegt wurde.


    Mir ist's komplett klar, daß diese Museumsbahn anders zu führen als es damals war, wäre ein absolutes Fehlschlag, auch wenn es einmal schon ausgedacht wurde - wie gerade die oben genannte, aber wegen diverser Umständen nicht verwirklicht.


    Mir selbst macht ein - leider sehr seltenes (bin ja kein Autofahrer, und Freunde, die das tun, sind nicht immer zu finden bzw. für so eine Reise zu überzeugen) - Besuch auf dieser so geliebten Bahn auch auf der heutigen Strecke enormes Freude. Ambiente der Bahnhöfen und insbesondere die wunderbaren Wagen (mit 970-003 als Höhepunkt) sind ja doch maßgebend... Qualität statt Menge, was man nicht überall finden kann.


    Wenn 'mal auch Oberschmiedeberg dazu kommt, kann auch interessant sein. In der zweite Ausgabe der oben zitierten Broschüren war ja eine Verlängerung nicht ausgeschlossen, gleich danach aber auch erwähnt, daß auch die Instandhaltung der heutigen Bahn genug Aufwand bedeuten kann. Insbesondere, daß auch inzwischen langsam eine Erweiterung von Fahrzeughalle nötig wäre... und Jöhstadt selbst ist noch nicht vollendet.


    Mit oder ohne diesem 1,2 km und einem zusätzlichen Bahnhof ist aber die Preßnitztalbahn immer 'was besonderes. Und was man liebt, kann immer wieder genießen, auch wenn es sich in bestimmten Rahmen verbleibt... egal ob Bücher, Filme, Musik, Speisen, Mitmenschen... oder Bahnen.

    "Alte" Pioniereisenbahner erzählten mir, das diese Lokomotive immer die "Messe-Lok" genannt wurde, weil sie vorher auf einer Messe (welcher?) präsentiert wurde.


    Kann dies irgendein Forist bestätigen? Genauso wenig ist bekannt, warum gerade diese Loktype zur PE B kam. Mit hydraulischen Getrieben kannte man sich in Berlin ja nun wirklich nicht aus. Hat da jemand eine Vermutung?

    Wie sah es damals mit der DDR-Fahrzeugindustrie aus? Waren Dieselloks mit solcher Größe und Leistung für 600 mm gar gebaut? Und auch wenn ja, in einer entsprechenden Stückzahl? Oder reihten sich diese Ansprüche an Ende, da andere Vorrang genossen?


    In diesem Fall haben sich die Ostblock-Länder häufig zueinander gewendet, um fehlende Gattungen bzw. Menge derart zu beschaffen. Hinzu noch hat Export auch innerhalb von RGW eine Art von Prestige bedeutet... daneben auch Devisen-Rubel und Reisemöglichkeit für die Mitarbeitern.


    Firmen vertrauten aber wohl nicht alleine auf Mangelwirtschaft, es muß auch gezeigt werden, wozu sie fähig sind. Wo hat aber jemand die besten Chancen Produkten für DDR-Export zu präsentieren?! Natürlich an der berühmtesten Messe in Leipzig. Man sollte die dortigen Archiven durchstöbern, wer und was damals ausstellte.


    Da kamen auch die zuständigen Kadern gewiß hin, und sahen diese Lok, oder evtl. gleich zwei davon. Es kam ab und zu vor, daß Ausstellungsstücke nicht mehr heimkehrten, sondern gleich da verblieben. Haben sie dann vielleicht gedacht, die Testen auf wackeligen Gleisen vor vollbeladenen Loren nicht so zielführend wären als auf dieser gut gepflegten "Schaufensterbahn" mit ihren leichten Personenwagen, wohin auch andere Kadern einfacher mitzunehmen sind, als in eine ferne Ziegelei, Torfabbau, was immer. (Das kann natürlich aber auch schlimmer schief gehen, wenn sie mit den Pionieren gefüllten Zügen häufig liegenbleiben.)


    Und daß sie in der Wuhlheide als Fremdtechnik galten? Über solche Kleinigkeiten wurden Betreiber nur selten hingefragt...


    Das ist aber, wie gesagt, nur die Vermutung von...


    Péter


    ...der zwar anderswo und nur innerhalb in letzter Phase von Sozialismus lebte, sollte daß es aber nicht heißen daß er komplett Unrecht habe.

    Zwar herrschte über diese Bahn langes Schweigen, heißt es aber keinesfalls Stillstand. Dieses Jahr erfolgte eine aufwändige Streckensanierung, nun wird auch Fahrzeugpark erweitert.


    Zuerst fing man an, zwei weitere Personenwagen auf Güterwagenfahrgestellen zu bauen, nun aber mit Mitteleinstieg:


    http://forum.index.hu/Article/viewArticle?a=159897463&t=9011033


    ...und in den letzten Tagen wurde auch Mk 48 2019 - in den letzten Jahrzehnten als Stainzer D 7 bekannt - zurückgeholt:


    http://forum.index.hu/Article/viewArticle?a=160043779&t=9011033

    Das sind ja deutlich weniger als in Deutschland. Ich dachte immer, dass in Polen noch einige Dampfloks mehr fahren.🤔 Na gut, hab ja auch nur Wolstyn besucht.

    Früher mußte es doch mehr sein, aber irgendwie war Normalspurdampf außerhalb von Wolsztyn, Chabówka und vielleicht Ełk (???) auch vor etwa 20 Jahren Seltenheit. Sicher kamen auch selbe Instandhaltungsproblemen dazu, von welche die ganze Region außer CZ und SK leidet. In Ungarn, Slowenien und Bulgarien gehe es noch, auch wenn sehr beschränkt, Rumänen und Serbien soll jedoch nichts mehr betriebsfähiges haben.

    Ok, Halberstadt könnte durchaus das Ziel der Waggons sein. Wohin die Lok geht, wird man sehen.

    Auch in DSO wird für die Wagen über Halberstadt geredet... aber auch die Lok soll im selben Bundesland bleiben, da trillen die Vögeln über Mansfeld...