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    Hallo,


    Thomas, hab vielen Dank für Deine Eröffnung des "Nossen-Pfades", auch wenn ich es inzwischen manchmal fast zu viel an Regelspurthemen finde, die hier präsentiert werden. Dabei geht es aber eher um Zuordnungsfragen, nicht um die Themen selber.


    Zum ersten von mir zitierten Punkt hast Du meine volle Zustimmung - mit einer kleinen Abweichung. Ich würde eher den Bahnhof Nossen selber als Funktionsdenkmal eines alten, großzügigen Bahnhofs mit lange Zeit typischer Sicherungstechnik eines mittelgroßen Bahnhofs ansehen, ergänzt um einen Abschnitt einer alten Hauptbahn. Zur Realisierung solch einer Museumsbahn müßte leider sehr viel zusammenkommen, was in Deutschland bisher ohne Vorbild ist. Aber wenn so etwas nicht sehr bald geschieht, ist "der letzte Zug" in Kürze abgefahren. Ich weiß, "müßte, sollte" usw. helfen da nicht weiter. Aber ohne authentische Strecke braucht man auch keine betriebsfähigen Hauptbahnfahrzeuge im musealen Bestand.

    Und nun kommt es auch in Nossen zum Konflikt mit einer vielleicht wirklich angestrebten Wiederaufnahme des regulären SPNV. Sollte dieser Fall eintreten, würde es mich sehr wundern, wenn Nossen dann noch ein authentischer Eisenbahnknoten der Nachkriegs-DR bleiben würde. Und da ist er wieder, der manchmal auftretende Konflikt zwischen zwei wünschenswerten Zielen, die sich aber gegenseitig aller Erfahrung nach ausschließen.


    Zum zweiten zitierten Punkt habe ich aber eine diametral andere Ansicht als Du.

    Eine Lok ins gleiche Erscheinungsbild zu stecken wie den vielleicht angehängten Personenzug empfinde ich als einen grob falschen Ansatz. Weil man da nicht einsteigen soll (bzw. kann), sollte das Abheben der Antriebsquelle vom Wagenpark gestalterische Pflicht sein, es handelt sich eben gerade nicht um einen Triebwagen (-zug). Dabei kann die Farbgebung der Lok gern auch zum Wagenpark passend sein, aber bitte nicht gleich!

    Zu der mintgrünen Epoche gibt es ja extreme Meinungen - für mich symbolisiert die einfach nur einen bestimmten Zeitabschnitt.

    Rein vom Anblick her und dem Kontrast zur Umgebung gefällt mir aber die Ablösung durch das Verkehrsrot um Längen besser und im Gegensatz zu manchen Zeitgenossen, die ein Ende dieser Farbgebung herbeisehnen, stehe ich am gegenteiligen Ende der Meinungsskala. Hoffentlich kommen keine weiteren "Stuttgarter S-Bahnen".

    Hallo Eckhard,


    ja das stimmt - und es wurde auch diesem Pfad schon beschrieben.

    Meine eigenen Erfahrungen decken sich mit denen, die hier schon geäußert wurden - diese Wagen waren das primitivste, was die DR zu bieten hatte. Ich habe auch unangenehme Erinnerungen an schlechtes Laufverhalten, Geräusche wie in einer Blechdose und auch die doofe Türlösung wie auch Fahrten mit öffnender Tür während der Fahrt. Ich bin unter anderem von Templin nach Oranienburg mit solch einem Zug gefahren und wenn es ab Löwenberg auf die Hauptbahn ging, war das kein Vergnügen.


    Ganz im Gegensatz dazu stand ein Erlebnis Ende der 1990er-Jahre bei einer Mitfahrt auf einer "Stadtrundfahrt" von "Berlin macht Dampf". Da waren dem Zug auch zwei Wagen der "Genickschuß"-Bauart beigegeben - und da war deren Laufverhalten überraschend anständig und ließ mich an meinen Erinnerungen zweifeln. Wahrscheinlich war es aber nur ein Unterschied zwischen guter Instandhaltung und abgenuddeltem Zustand kurz vor dem "Zerfall".

    ja das hat mich auch gewundert, wobei er nirgends wirklich dazu passt und für Hainsberg ja von Radebeul ein zweiter "Rekopack in SDG Lackierung" geholt wurde. Am ehesten hätte er zu den DR Rekowagen bei der Fichtelbergbahn gepasst, aber dort hat man ja glücklicherweise einen Einheitsrekopack als DR Wagen lackiert.


    In Hainsberg ist ein Altbau-Einheitspackmeister vorhanden, nur in Radebeul würde man für die Altbaugarnitur noch einen Packwagen benötigen. Aber ob der dort wirklich hinpassen würde - noch dazu mit den Übersetzfenster....


    Hallo Thomas,


    ich verstehe irgendwie nicht, wovon ihr hier schreibt.

    Diese Gepäckwagen aus den 1990er-Jahren sollen wohin passen?

    Für mich passen die nur zu den damals in Hainsberg angesiedelten Reko-II-Personenwagen und zur letzten Epoche der Rollwagen-Güterzüge. Ja, seit geraumer Zeit sehen manche Personenzüge im Lößnitzgrund heute eher aus wie damals Züge im Rabenauer Grund, aber - was das auch immer soll! - was hat das mit dem Stand- oder Einsatzort des 974-501 und 974-502 zu tun? Es dürfte einfach mehr KD dieser Bauart geben als "heute" noch benötigt werden

    Geht es etwa nur um das "DR-Logo"?

    Hallo "202 565-8",


    da denkst Du wahrscheinlich an die falsche Stelle. Der kleine Ortsteil Kleinrückerswalde liegt mehr nach Norden, dort gibt es auch eine Jöhstädter Straße.

    Aber der Zug wurde nur auf das Gleis nach Eisfelder-Talmühle umgesetzt. Anschließend wurden vermutlich die Wagen so gleich ins Schotterwerk geschoben. Wir fanden es interessant, welche Strecken so mit Rollwagen geschoben wurden.


    Hallo Tilo,


    zuerst mal besten Dank für Deine schönen Bildbeiträge hier.

    So lange Schiebestrecken finde ich auch interessant - das dürfte aber vermutlich nur aufgrund der Funkfernsteuerung der Lok durch den Lokführer an der Zugspitze möglich bzw. praktikabel gewesen sein. Und natürlich bestimmt als Sperrfahrt, sonst wäre es ein arg komisches Gefahre wie auf der Modellbahn.