Beiträge von 217 055

    Hallo allerseits,


    als in der angesprochenen Zeit anwesender und interessierter Student der Gothaer Fachschule für Verkehr (ja, der genaue Name der Schule wechselte in der Zeit dann auch noch weiter) kann ich zu diesem Thema noch etwas konkreter beitragen.
    Zu Beginn meiner Zeit in Gotha im September 1993 gab es noch durchaus nennenswerten G4-Einsatz - auf der Linie 4 aber nur noch im morgendlichen Schülerverkehr (und mit Beiwagen). Ebenfalls trafen so etwa zu dieser Zeit die ersten "Mannheimer" ein und begannen die G4 zu verdrängen. Nach der mehrmaligen Mitfahrt im G4 machte ich am letzten Tag vor den Herbstferien noch ein Bild vom Tw 214 mit seinem Beiwagen an der heute völlig veränderten Örtlichkeit am Abzweig der Eisenacher Straße. (Damals leistete ich mir auch solidarisch eine Monatskarte für die Straßenbahn, obwohl der Weg zu Fuß keinen zeitlichen Nachteil brachte - aber ich wollte auch mal so einfach Straba fahren) Nach den Herbstferien gab es dann schon keinen Gothazug mehr auf der Linie 4, nur noch bei Anmeldungen von größeren Gruppen rückte die klassische Zugbildung auf die Linie 4 aus. Das aber war mir vorher nicht bekannt und so stand ich eben nach den Ferien völlig umsonst auf, als ich die Fahrt nach Tabarz im frühmorgendlichen Gotha zu fast nachtschlafener Zeit aufnehmen wollte. Es kam "nur" Tw 305.
    Mein Liebling war immer Tw 216, weil dieser (eigentlich G4-untypisch) einen sehr deutlich vernehmbaren Motorensound hatte und diesbezüglich absolut auffällig war. 1994 hatte er dann eine Flankenfahrt mit einem Lkw, wobei der Wagenkasten seitlich eingeknickt wurde - sein Todesurteil! Vorher war er aber oft im Einsatz (wahrscheinlich sogar am meisten von allen G4, gefolgt vom 214) und so sind mir doch allerhand Fotos (leider ohne Ton - habe damals aber auch Video gemacht) gelungen.


    Irgendwann kann ich vielleicht auch mal Bilder aus jener Zeit zeigen, aber dazu brauche ich erst das nötige technische Gerät, die Kenntnisse der Bedienung und die Zeit zum Scannen und Bearbeiten der Bilder. Insofern bitte ich um Verständnis für meine Beiträge ohne Bilder (ich fotografiere weiterhin auf Film).


    Gruß
    217 055

    Hallo,


    chem371,


    sehr witzig :sneg: - wobei der Spruch mit den acht Rädern nicht der schlechteste ist.
    Nur wäre eine Antwort wenigstens auf eine der noch offenen Fragen von Sven Geist als Zugabe nicht so schlecht gewesen. Verarschen können wir uns auch alleine.


    Sven Geist
    besten Dank für den Bildausschnitt der Revisionsanschrift. Dies läßt auf jeden Fall eine zweifelsfreie Zuordnung zu, auch wenn ich die aktuell nicht liefern kann. Als ich die Loks alle mal im Einsatz fotografiert habe, habe ich mehr auf Motivgestaltung in der Landschaft oder mit den Gebäuden der Orte oder Bahnhöfe wert gelegt, weniger auf technische Details. Erst nachdem sich eine größere Bilderzahl angesammelt hatte und die statistische Auswertung der Aufnahmen sich anbot, habe ich angefangen, auf Details wie Revisionsdaten zu achten und diese wenigstens aufzuschreiben, wenn mal wieder eine Lok ohne Schilder irgendwo "in der Wiese" stand. Dabei lernte ich auch schnell, die Dateils der Aufbauten usw. zu unterscheiden. Insofern sichert Dein Ausschnitt die Möglichkeit zur klaren Identifizierung der Herkunft dieser Lok. Aktuell habe ich keine Zeit, die Bilder und die Daten von vor mindestens 10 Jahren zu sichten.


    @Sven H.
    bist Du Dir über die 471 sicher oder hast Du nur die Daten des Fabrikschilds zur 471 geschrieben? Ich frage deshalb, weil Du ja bei sicherem Wissen, daß es die Lxd2-471 sei, noch etwas mehr über den Weg der Lok zur MaLoWa wissen wirst.
    Wenn Du "nur" mal vor der Lok gestanden hast, ist das noch keine sichere Angabe. Ich bin von den meisten dieser Loks auch schon durch die Einsatzgebiete in ganz Polen gezogen worden, u. a. auch von Lxd2-471, 472, 473, 478 und 479 zwischen Trzebiatow und Trzesacz bzw. Gryfice. Aber nur weil ich die mal "gesehen" habe, kann ich sicher nicht eindeutig auf die Identität schließen. Die 476 z. B. war bei allen meinen Besuchen in Dobra Nowogardzkie immer weggeschlossen, so daß ich die noch nie selbst gesehen habe.


    Es wäre schön, wenn wir hier noch etwas mehr auf Zukunft(?) dieser Lok gerichtet zusammen tragen könnten.


    Gruß
    217 055

    oh, während des Schreibens sind neue Meldungen gekommen.


    @Thomas,


    mit den 1000mm wirst Du wohl recht haben, wie das Dreischienengleis andeutet.


    Somit müssen wohl meine vorhin genannten Kandidaten auf Lxd2-47? verändert werden.
    Konkret Lxd2-471 oder 476. Die weiteren möglichen Kandidaten von 470 bis 477 sind entweder verschrottet oder erheblich abweichend lackiert.


    Gruß
    217 055

    Hallo,


    eine sehr interessante Neuigkeit. Darf ich noch ein paar Fragen hinzufügen?


    Zuerst mal die Feststellung, daß die Lok ziemlich eindeutig eine bis ... polnische Maschine ist. Leider kann ich die Revisionsanschrift nicht am Bildschirm entziffern, sonst könnte die Eingrenzung schon optisch und datenseitig beginnen. Die Aufbauten und ihre Detailgestaltung verraten ein Baujahr zu Beginn der 1980er Jahre, aber jedenfalls vor 1985. Ausgeschlossen sind auch Baujahre 1960er und 1970er-Jahre. Ich möchte sogar behaupten, daß nur Baujahr 1982 und 1983 denkbar sind.


    Somit die weiteren Fragen.


    Von welchem Vorbesitzer und welcher Einsatzstrecke (oder Abstellort - sicher geschützt) weg wurde die Lok erworben. Damit zusammenhängend lautete die vorherige PKP-Nummer wie?


    Weil ich lange nicht mehr die ehemaligen Schmalspurhochburgen in Polen besucht habe, bin ich über die dortigen Lokbestände in letzter Zeit nicht mehr "im Bilde". Somit ist mir natürlich auch nicht das Fehlen der einen oder anderen Lok aufgefallen.


    Ohne jetzt anhand von Vergleichsbildern Lackierungsdetails und Farbnuancen abgeglichen zu haben, werfe ich mal ein paar grundsätzlich denkbare Kandidaten ins Feld.


    Lxd2 - 342, 344, 250, 252, 262



    EDith: siehe nächsten Beitrag


    Gruß
    217 055

    Hallo,


    ok, Buchfahrplanlast 135t ist ja schon mal eine erste Annäherung. Das dürfte im weiteren Zusammenhang auf eine Fahrplan-Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h auf den Abschnitten mit Neigungen von größer 30 Promille hinweisen (Quelle: Zugkraft-Diagramme bzw. Schlepplastentafel der DR).


    Anders herum entspricht dies dann einem Verkehrsgewicht eines Zuges aus 9 sächs. Personenwagen (durchschnittliche Zugbildung mit Verkehrsgewichten der Personenwagen von 13 bis 18t). Das sind dann bei 3 Wagen mehr eben doch über 160t bei 12 eingesetzten Wagen. Und zwar gerade, wenn die Besetzung des Zuges der Grund für die Wagenzahl war.
    Und damit bin ich dann doch wieder bei der Frage, warum über den Jahreswechsel ähnliche Züge mit Vorspannlok gefahren werden und an Ostern nicht. Das Verkehrsaufkommen dürfte dann ja nicht unterschiedlich in der "Plötzlichkeit" sein.
    Und natürlich möchte ich nicht die Argumentation Kundennutzen als falsch darstellen, die Demonstration der Stärke von als "stark" bekannten Loks ist auch nicht zu kritisieren und eher ein Erlebnis - sollte aber vor der "Schlachtung" des Materials enden. Ansonsten hat bei der geschilderten Fahrt natürlich auch das Lokpersonal eine gute Leistung erbracht.


    Gruß
    217 055

    Hallo allerseits,


    seit ungefähr 25 Jahren nehme ich die sächsischen Schmalspurbahnen bewußt wahr, habe fast alle (auch ehemalige) Strecken bereist bzw. deren Bahndämme bewandert, besuche nach wie vor regelmäßig (allerdings in größeren Abständen als in den 90er Jahren) die noch existierenden Strecken und denke, daß ich mich dazu insgesamt recht gut auskenne.


    Eine "Neuigkeit" ist mir aber bei einer "Vorbeifahrt" an der Fichtelbergbahn am 07. April 2012 aufgefallen, die ich hier mal zur Beantwortung oder Diskussion stellen möchte.
    Am Fichtelberg gab es mal die Aussage, daß mit einer Lok 99.77 eine Zuglast von 100t (oder 110t?) befördert werden darf (kann?). Das entsprach meist einem KD und 6 (max. 7) KB. Längere Züge mit insgesamt 10 Wagen usw. wurden dann immer mit 2 Loks bespannt. Die SDG machte dies ja in den letzten Jahren über den Jahreswechsel auch so. Aber schon länger zurück liegend habe ich unter der Regie dieser Gesellschaft auch schon Züge aus 9 oder 10 Wagen mit nur einer Lok erlebt bzw. gesehen. Eine (mir) neue Dimension gab es dann am genannten 7. April, als der Zug 1005 aus 99 773 und 12 Wagen (11 KB und ein KD) bestand. Das dürfte (vorsichtig gerechnet, um nicht zu übertreiben) einem Wagenzuggewicht von mindestens 160t entsprechen. Der Zug ist in Oberwiesenthal angekommen, mit nur geringer Verspätung - aber die Lok wurde sicher mehr belastet, als es früher im Güterverkehr je üblich war. Und den sicher kritischsten Abschnitt Vierenstraße - Kretscham-Rothensehma habe ich nicht beobachtet. Es war bestimmt ein sehr beeindruckendes (aber auch gefühlt schmerzhaftes) Ereignis. Dazu kommt, daß es an diesem Tag ja durchaus nicht sicheres Wetter gab - Schneeschauer und nasse Schienen sind nicht Idealbedingungen für Reibung zwischen Rad und Schiene. Meine Frage lautet nun, ob früher einfach zu "feige" mit Zuglast umgegangen wurde oder ob heute auf den Zustand der Lokomotiven (bzw. deren Rahmen und Triebwerke) seitens der SDG keine Rücksicht mehr genommen wird. Der Zusammenhang zwischen Gewicht und Fahrgeschwindigkeit soll hier nicht Thema sein - der ist mir bekannt und ich denke nicht, daß über Ostern "Meßfahrten" durchgeführt wurden.


    Was meint ihr dazu?


    Im Harz übrigens wird mit noch stärkeren Loks auf ähnlichen Neigungen (allerdings bedeutend längerer durchgehender Steigungsfahrt) mit max. Zuggewicht von 140t geplant und gefahren und dort gibt es durchaus bei diesen Zuggewichten Schwierigkeiten mit der Reibung bei rutschigen Gleisen (Feuchtigkeit, Blütenstaub usw.), die durchaus auch schon zu (nennenswerten) Verspätungen geführt haben.


    Gruß
    217 055

    Hallo allerseits,


    ich kann mich den hier vorgebrachten Gründen zur "Schlechtwertung" des Heftes nicht wirklich anschließen, auch wenn auch ich nicht voll zufrieden bin. Genausowenig ist es mein Anliegen, den hier geäußerten Ansichten zu widersprechen.
    Alle bisher erschienen Ausgaben sind im meinem Besitz und ich kann damit sowohl vergleichen als auch überprüfen. Und auch bei mir ist 1986 so langsam die Zeit des bewußten Miterlebens des Geschehens gekommen, wenn auch altersbedingt eher im Entdecker-Modus (da war eben auch die "kleine" DDR recht groß und unübersichtlich). Deshalb gilt auch für mich, daß ich Ausgaben aus den 60er und 70er Jahren ohne eigene Erlebnisse natürlich anders lese als die in den letzten Jahren. Und trotzdem finde ich die Arbeit an dem Heft lobenswert mit all den kompakten Informationen. Und auch weil der Titel so heißt wie er heißt, ist meiner Meinung zur Abbildung und Formulierung der seinerzeitigen Realität eher zu viel als zu wenig Dampf im Heft. Ich gehe da immer davon aus, daß man an mehreren Punkten im Streckennetz jeweils eine Zeit verweilt und das "Normale" betrachtet, durchaus auch alle Ränder und Ecken besieht aber am Ende weiß, daß ein Hauptbahn-Personenzug meist so .. aussah, ein D-Zug so .. und die verschiedenen Güterzüge so .., Bahnanlagen, Arbeitszüge und -maschinen, Stellwerke usw.. Nach einer dreiwöchigen Intensivtour an verschiedene Orte oder eine "Schienenkreuzfahrt" mit offenem Blick ist man ganz gut in der Lage, das "Besondere im Alltäglichen" zu erkennen. Danach ist meine Erwartung an ein Heft mit diesem Titel, das damals Alltägliche wieder zu sehen und meinetwegen auch in Sonderkapiteln die Besonderheiten und persönliche Interessen zu beleuchten. Diese Sonderkapitel sind natürlich in der Zahl und im Umfang begrenzt und so finde ich es nicht schlimm, daß das Ende des Restverkehrs im Preßnitztal nicht so dominant daher kommt. Gerade für solch populäre Strecken gibt es immer wieder Möglichkeiten zur Publikation, was für andere "Nischen-Themen" nicht gilt. Wer kann schon wirtschaftlich Aufsätze zur Beschaffung von Baumschinen oder zum Elektrifizierungsprogramm drucken lassen?
    Nun weiß ich ja nicht, ob einige der hier Kritisierenden eigene Beiträge eingereicht haben, die vielleicht nicht berücksichtigt wurden? Wenn nicht, dann vielleicht im nächsten Jahr? Ich denke, es ist auch für den "EK" nicht ein Automatismus, Bilder und Beiträge in der notwendigen Breite und Qualität zu erhalten (allein schon meine eigenen Bedenken, Original-Filme dem Postweg anzuvertrauen sind da eine Hemmschwelle - von der notwendigen Zeit zur Aufbereitung gar nicht zu reden).
    Meine eigene Kritik richtet sich hauptsächlich an die Bildauswahl, die ganz sicher besser zu machen gewesen wär. Dazu zwei Beispiele: 2x wird ein Bild der Lok 211 010 gezeigt als letzte Lok in dieser Farbgebung. Beide Bilder zeigen jeweils die Lok ohne weiteres aussagefähiges Umfeld, ohne Zug und Örtlichkeit. Gleiches gilt für die Lok 211 188. 2x auf direkten Nachbarseiten ein Lokporträt der gleichen Lok. Das wäre nun wirklich nicht notwendig gewesen. So wenig Bilder verfügbar? Ich weiß um die Einschränkungen der Möglichkeiten für´s Fotografieren, als viele Orte (vermeintlich) verboten waren und hunderte Augen fast alles mitbekamen - schon weil noch überall Personal vor Ort war. Aber ein wenig mehr Abwechslung bei den Bildern (weniger Lokporträts - außer zum Zeigen von technischen oder ausstattungsseitigen Besonderheiten) hätte ich mir gewünscht. Ja, und der Norden ist unterrepräsentiert. Wenn aber vergleichsweise wenig Leute dort wohnen und noch weniger Leute dort hinkommen und davon wiederum nur wenige ihre Bilder öffentlich machen, dann ist das leider so. Das ist bis heute so! Oder fährt jemand zum Fotografieren von 143/114/112 nach Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, wenn die alle auch in Berlin fahren? Ja, man kann und man sollte - aber meine Beobachtung ist, daß mindestens 80% der Eisenbahn fotografierenden Menschen sich lieber dort aufhalten, wo in einer Stunde 6 Züge statt ein Zug vorbeikommt und sich auf die Besonderheiten stürzt, die in verschiedenen Internet-Foren verfolgt und gemeldet werden. Ich sage hiermit voraus, daß ein Sonderheft "Die DB vor 25 Jahren - 2011" im Bildteil zu 50% aus Werbeloks und ähnlichem besteht und ein Heft " Die Eisenbahn in Deutschland vor 25 Jahren - 2011 im Bildteil zu 80% aus Aufnahmen von "nicht-DB"-Zügen bestehen wird, weil darauf in der "Szene" der Fokus liegt.


    So, das sind meine Gedanken zu diesem Sonderheft


    Gruß
    217 055

    Hallo Thomas,


    auch Dir besten Dank für´s Zeigen Deiner Bilder. Es ist eine Freude, diese anzusehen. Ganz besonders gefallen mir bei Deinen Bildern die Nachtaufnahmen in Schlössel und Steinbach. Und bei denen in Schlössel (mit 99 1590) hat es doch auch sein Gutes, daß nur noch wenige Fotografen ebenfalls dort waren - sonst wäre es sicher noch schwieriger gewesen, oder? Jedenfalls haben wir als zappeliges Zug- und Rangierpersonal uns gut versteckt - oder hast Du uns gut versteckt? Und bei den schönen Bildern vergißt man hoffentlich auch die ungefähr 15 min Verspätung, die wir uns bei den dortigen Rangiermanövern eingehandelt haben.
    Dann sind da an vorvorletzter und vorletzter Stelle Deiner Bilder zwei perfekt belichtete Aufnahmen aus Steinbach, die mich in Begeisterung versetzen. Das sind Bilder, die sicher für großformatige Veröffentlichungne taugen, weil sie so viel Flair ausstrahlen.
    Auch die ersten Bilder des zweiten Teils zur Zeit des allerersten Weichens der absoluten Dunkelheit stehen dem nicht nach.


    Nochmal vielen Dank und Gruß
    217 055

    danke Bremerbahn,


    dem bleibt nur noch hinzuzufügen, daß es sehr unangemessen ist, über solche Veranstaltungen in dieser Form zu urteilen. Zuletzt geht es im Kern nämlich nur noch um die Berechtigung bzw. Begründbarkeit des eigenen Tuns.
    Wer sein Hobby Fotografie mit Inbrunst betreibt und dies in der Kombination mit dem Thema Eisenbahn tut, der kommt recht schnell in die Situation, in seiner Erlebnis- und Fotosammlung einen wesentlichen Bestandteil nicht zu haben, von dessen real gewesener Existenz man aber weiß. Aus welchem Grund man diese Situation nun aber gerne trotzdem fotografiert hätte, ist völlig egal, wenn sich die Möglichkeit bietet, das Versäumte oder nicht Gelungene nachholen zu können. Diese Möglichkeit bei vorhandenem Wunsch nicht zu nutzen, rächt sich meist durch Unwiederholbarkeit.
    Und jetzt kann man natürlich immer die Frage nach der existenziellen Notwendigkeit stellen (und mit nein beantworten). Dann muß man aber bei Kritik an diesen Veranstaltungen den gleichen Ansatz wählen und die Kritik mit der Begründung als nicht existenzieller Frage ebenso unterlassen.


    Freunde, diejenigen, die diese Veranstaltung wollen und bezahlen und hoffentlich die Erlebnisse und Fotoergebnisse haben, welche sie sich vorgestellt haben und ohne jede Garantie des Erfolgs mit hohem zeitlichen und finanziellen Aufwand versuchen zu erreichen, schaden durch ihre Veranstaltung niemandem von denen, die nicht teilnehmen wollen oder können. Warum werden sie angegriffen?
    Alle drumherum haben im Schatten der Veranstaltung durch die notwendigen Vor- und Nachbereitungen und andere Besonderheiten während der Veranstaltung zusätzlich zum allgemeinen Betrieb die Chance, außergewöhnliche Situationen zu erleben, ggf. zu fotografieren. Sich unbeteiligt an einer Veranstaltung beteiligen zu wollen (Unterstellung) und die Versuche / Maßnahmen, die der Veranstalter zur Unterbindung solcher Versuche unternimmt, absichtlich in andere Zusammhänge zu bringen, ist schon eine sehr eigenartige Vorgehensweise. Die farrail-Seite ist kein Nachrichtenkanal und als solche auch kein Kampfinstrument in der Öffentlichkeit gegenüber Berufsgruppen oder ihrer Interessenvertretung. Das dortige Thema bezüglich GDL sollten nur diejenigen schlimm finden, die Informationen suchen, die nicht für sie bestimmt sind. Die direkten Teilnehmer bekommen ganz sicher auch persönliche Information mit richtigen Begründungen.


    Und jedem, dem gewisse gedankliche Ansätze im Konzept der Veranstaltung nicht gefallen oder der meint (wie hier ja auch schon vielfach kund getan), eine gestellte Situation ist nichts, was man fotogafieren oder schön finden muß - nun gut, niemand ist zur Teilnahme verpflichtet. Und niemand muß sich dafür rechtfertigen, eine Meinung zu haben oder kund zu tun. Nur, ist das sinnvolles Thema in einem Forum? Dann kann ja gleich eine Umfrage gestartet werden.


    Ich bin jetzt natürlich in der Gefahr, als belehrend wahrgenommen zu werden. Bis auf ein ganz klein wenig ist dies nicht beabsichtigt. Und: ich war bisher noch nie Teilnehmer einer Farrail-Reise und bin nicht in der Situation, gewissermaßen als "Befangener" hier ein Statement abzugeben.


    Gruß
    217 055