Beiträge von Eckhard

    Zur Zeit ist noch 99 773 zur fälligen Zwischenuntersuchung zerlegt. Nächste HU nach 99 734 wird 99 785.


    Hallo zusammen,


    ich denke, Hutzel hat die Pläne beschrieben und wir können "beruhigt" sein, dass mit 99 785 bald wieder eine Neubaulok dabei sein wird. So schön es wäre, eine der schon lange abgestellten Loks wieder zum Leben zu erwecken, so klar ist auch, dass die SDG die Kosten im Blick behalten muss. Und wir werden mit der Tatsache leben müssen, dass die eine oder andere Lok wohl nie mehr zurückkehren wird. Dass da jeder seine persönliche Lieblingslok hat, ist verständlich. Aber eigentlich ist es doch egal, welche Lok einer Baureihe erhalten bleibt und welche nicht. Denn irgendwann ist an so einer Lok fast nichts mehr original und wir haben in den letzten Jahren erlebt, wie die Loks bei Hauptuntersuchungen verändert wurden. Wenn es also um Spezialitäten wie das Anbringen der Pfeife, Tritteinpolterungen (schreibt man das so?), verlängerte Führerhäuser oder Lampenanordnungen geht, so muss auch da nichts von Dauer sein. Wenn zum Beispiel gewünscht wird, dass mit 99 771 die erste Neubaulok erhalten werden soll, dann bleibt im ungünstigsten Fall nur das Betriebsbuch erhalten. Schlimmer wäre es, wenn eine Baureihe ganz aussterben würde, aber auch da hat sich die SDG um die Erhaltung einer IV K (die sowieso nicht vom Aussterben bedroht sind) und einer VI K gekümmert. Mit der LWO hat sich die SDG scheinbar erfolgreich von Meiningen unabhängig gemacht und ist für Ihre Werkstatt zu recht ausgezeichnet worden.

    Hallo 215 055,

    ja, bei den sächsischen Bahnen genießen die Altbauloks bekanntermaßen eine gewisse Präferenz. Aber trotzdem wäre es schön, wenn eine gute Mischung aus Alt- und Neubau im Einsatz bliebe. Auf Rügen ist die Neubauflotte dagegen gerade wieder um eine Lok auf vier angewachsen.

    Hallo zusammen,


    ich habe etwas den Überblick verloren: die 99 741 und die 99 734 sind nach meiner Beobachtung derzeit bei der LWO in Arbeit und auch noch die 176 der TRR (99 586). Ist sonst noch was in Arbeit in O'thal?

    Hallo Niels,

    ich habe deinen Vorschlag bezüglich der Abtrennung der Zukunftsdiskussion natürlich bemerkt, konnte mich aber beim Durchsehen der vielen Beiträge nicht klar entscheiden, was schon Zukunftsdiskussion und was noch Betrieb ist. Ich schaue das nochmal durch, kann aber nichts versprechen.

    Hallo zusammen,


    naja, dass der Personal- und Wartungsaufwand von modernen Fahrzeugen geringer ist als bei Dampfloks, ist trotz aller Probleme moderner Technik offensichtlich. Wenn man mal nur den Betrieb betrachtet, dann hat man allein schon den doppelten Personaleinsatz auf der Lok, dazu kommt Vorbereitung, Nachtdienste, regelmäßiges Auswaschen usw.


    Aber das ist ja nicht die Frage: Genau wie bei den Dampfschiffen stellt sich die Frage, ob der Dampfbetrieb das eigentliche Produkt ist, was der Fahrgast haben will und bereit ist, dafür ausreichend zu zahlen. Teilweise glaube ich daran und ich bin sicher, dass ein gewisser Anreiz verloren ginge, wenn nicht mehr mit Dampf gefahren würde. Zweifel habe ich, wieviele Leute deswegen fahren bzw. ohne Dampf nicht fahren würden und dabei auch auf Komfort verzichten wollen.

    Hallo Thomas,


    der Vergleich mit der Dampfschiffahrt ist gut, zeigt aber auch gut die Unterschiede. Im Gegensatz zur HSB haben die historischen Fahrzeuge dort keine Nachteile für die Fahrgäste, sondern haben ein tolles Ambiente mit vollem Komfort. Bei der HSB kam es immer wieder zu Beschwerden von Fahrgästen wegen mangelnder Heizung und fehlenden Toiletten in den alten Triebwagen.

    Bitte versteht mich nicht falsch: Ich will den Dampfbetrieb bei der HSB nicht totreden. Natürlich wäre ich froh, wenn es einen stabilen Betrieb mit zuverlässigen Loks, tollen historischen Wagen, aber trotzdem gutem Komfort für die Reisenden geben würde. Die Sprelacart-Optik der Wagen geht so, hier nehme ich mir lieber ein Beispiel an den restaurierten historischen Wagen der Preßnitztalbahn. Und wenn das alles noch finanzierbar wäre. Und schon sind wir wieder bei einem Wunschkonzert, das unrealistisch ist. Ich glaube auch an eine Mischung von modernen, komfortablen und schönen, historischen Fahrzeugen. Ich gebe auch zu, dass ich nicht in der Haut der Verantwortlichen bei der HSB oder ihrer Eigner stecken möchte. Es ist ein riesiger Spagat, der hier nötig ist. Die Idee, das Gesamtnetz durch die Einnahmen der Brockenstrecke zu finanzieren, ist schon gut. Vielleicht können die Probleme tatsächlich durch die neue Werkstatt und ein paar Fahrplanexperimente abgemildert werden. Eine größere Herausforderung bleibt die Frage, ob ein vollständiger Dampfbetrieb im Hinblick auf einen deutlich sichtbaren Klimawandel politisch noch haltbar ist. Aber das ist kein alleiniges HSB-Problem. Es gibt sicher keine einfachen Lösungen für die vielfältigen, komplexen Probleme.

    Hallo 217 055,


    dass man moderne Schmalspurbahnen in den Bergen erfolgreich betreiben kann, zeigt der Blick nach Österreich und in die Schweiz. Natürlich kommen viele Reisende auch wegen der Dampfzüge, aber ich behaupte mal, dass ebensoviele einfach nur auf den Brocken wollen und eher ein modernes Fahrzeug (ggf. mit Klimaanlage bzw. Heizung, behindertengerecht, vernünftiger Toilette und Panoramablick) vorziehen würden. Und wenn das Waldsterben so weiter geht, dann ist die Aussicht auf der Fahrt zum Brocken bald fast so wie in den Schweizer Alpen. Wenn der Bedarf an Dampfzügen so groß wäre, müsste die Selketalbahn ebenso gut frequentiert sein - außerdem kann man dort deutlich günstiger Dampfzug fahren als zum Brocken. Wir müssen ehrlich sein: Den meisten Leuten geht es nicht um Dampfzüge, sondern um die Fahrt auf den Brocken. Und im Alltagsverkehr legen die Leute eher Wert auf WLAN und Geschwindigkeit. Ich behaupte mal, dass fast keine deutsche Schmalspurbahn eine Berechtigung für den Alltagsbetrieb (Ausnahme: Schülerverkehr) hat - es geht vor allem um Touristen.