Betrieb bei der Weißeritztalbahn bis Kipsdorf

    • Nicht zu fassen, solche extremen Ideen!

      Hallo,

      zu der im Zeitungsartikel beschriebenen "Idee" fällt mir nicht mehr viel ein. Außer der Feststellung, daß genau solche Schildbürgervarianten die Mißachtung von Verkehrszeichen so langsam zur Gewohnheit werden lassen (man gewöhnt sich an, hinter vielen Verkehrszeichen nur den Versuch zur "Dummenlenkung" zu sehen).
      Diese "Lösung" paßt zur Tendenz der aktuellen Zeit, einerseits vom "mündigen und selbstbestimmten" Bürger zu faseln, gleichzeitig aber jede Verantwortung für eigenes Tun abnehmen zu wollen und durch Regelungen zu ersetzen, die sich am untersten Rand von Können und Intelligenz orientieren (oder auch noch darunter).
      Am noch nicht wirklich erreichten Ende dieses Weges steht dann beispielsweise, daß für einen Wanderweg ohne elektrische Beleuchtung die Begehung bei Dämmerung und Dunkelheit verboten wird und Wege mit Stufen für immer gesperrt werden (wegen Sturzgefahr für Unaufmerksame und Sehbehinderte). Zur Durchsetzung kommt dann das gezielte Auflauern durch Ordnungskräfte zur Anwendung, die den harmlosen, selbstverantwortlich Zuwiderhandelnden mit Strafmandaten belästigen. Selbstverständlich nur zu dessen Schutz, weil derjenige ja nicht so mündig war, den wichtigen Grund einzusehen! Die Ordnungskräfte können dann beispielsweise wegen Überlastung wirkliche Probleme nicht mehr bearbeiten.

      Ich kann nicht mehr - im übertragenen Sinn bin ich rot vor Wut.


      Grüße
      217 055
    • Hallo in die Runde,

      hier der heutige Beitrag der SZ zu diesem Bahnübergang (sz-online.de/nachrichten/der-g…nuebergang-3893226.html):

      "Donnerstag, 08.03.2018
      Der gefährliche Bahnübergang
      Erst stürzten etliche Radfahrer. Dann stand ein provisorisches Warnschild in Ulberndorf an der B 170. Jetzt gibt es eine radikale Lösung.

      Von Franz Herz

      Dippoldiswalde. Der Übergang der Bahnstrecke in Ulberndorf über die B 170 hat sich nach dem Wiederaufbau der Weißeritztalbahn im August 2016 als Falle für Radfahrer entpuppt. Die Gleise queren dort im spitzen Winkel die Bundesstraße. Mehrfach waren Radfahrer, die dort bergab in Richtung Dippoldiswalde fuhren, ins Gleis geraten und gestürzt, manche so schwer, dass sie hinterher einen Arzt brauchten. Damit das nicht wieder passiert, ist die Unfallstelle jetzt in Richtung Dippoldiswalde für Radfahrer gesperrt.
      Der Bahnbau ist an der Stelle schneller vorangekommen als die Verkehrsregelungen. Diese sind erst im Nachhinein angepasst worden, als die ersten Unfälle schon passiert waren. Allein in den ersten Wochen im August 2016, als das Gleis in der Straße lag, aber noch gar keine Züge fuhren, ist schon ein halbes Dutzend Radfahrer im Gleis hängengeblieben und gestürzt, wie Anwohner berichten. Ulberndorfer beobachteten die Unfälle und warnten. Feuerwehrchef Carsten Börner, der auch in der Nähe des Übergangs wohnt, informierte den Stadtrat über das Geschehen. Ebenso Ulberndorfs Ortsvorsteher Sten Scannewin (Freie Wähler).
      Den Winter über waren dann wenig Radler unterwegs, also passierte auch nicht viel. Doch im Frühjahr 2017 nahm die Zahl der Unfälle wieder zu.
      Das selbst entworfene Warnschild

      Also startete die Stadtverwaltung Dippoldiswalde eine Sofortmaßnahme und stellte im vergangenen Frühjahr eine große, selbst entworfene Warntafel auf. Das zeigte Wirkung. Seit sie steht, sind keine Unfälle mehr bekannt geworden. Carsten Börner bestätigt das. Ebenso Dippoldiswaldes Oberbürgermeister Jens Peter (Freie Wähler) nach einem Blick in die Unfallstatistik.
      Doch das war eine improvisierte Lösung. Die Straßenverkehrsordnung sieht so eine selbst gebastelte Warntafel nicht vor. Also musste eine Dauerlösung her. Eine Möglichkeit scheidet aus: Die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft sieht keinen Anlass, an dem Ulberndorfer Bahnübergang baulich etwas zu verändern, wie Betriebsleiter Mirko Froß sagt. Der Übergang sei nach den Plänen gebaut worden, die 2008 für den Neubau von Bundesstraße und Eisenbahnstrecke ausgearbeitet wurden. Diese entsprechen den fachlichen Vorschriften und sind so genehmigt worden.
      „Es war nicht vorgesehen, dass hier Fußgänger oder Radfahrer die Schienen überqueren. Der Radweg führt hinten entlang“, sagt Froß. „Den auszuschildern, ist Aufgabe der Stadt.“ Daher hat das Dippoldiswalder Verkehrsamt parallel zum Aufstellen der provisorischen Tafel an einer Lösung gearbeitet, die mit dem Gesetz übereinstimmt und die mögliche Gefahren konsequent ausschließt. Es geht darum, die Radfahrer von dem gefährlichen Übergang ganz fernzuhalten.
      Gefährlich ist es nur bergab

      Durch Ulberndorf führt der Radweg von Dippoldiswalde nach Kipsdorf. Der verläuft auf Seitenstraßen parallel zur Bundesstraße. Dort war er früher aber nur zurückhaltend mit einem kleinen weiß-grünen Hinweisschild markiert. Ortsfremde haben das leicht übersehen. So sind sie mit dem Fahrrad auf der Bundesstraße geblieben und auf den Bahnübergang geraten. Die Lösung, die jetzt im Februar in Kraft getreten ist, hat eine längere Vorbereitung erfordert. Es gab mehrere Begehungen vor Ort mit dem Verkehrsamt der Stadt und der Straßenmeisterei.
      Jetzt ist die B 170 auf einem Abschnitt von rund 500 Metern zwischen der Einmündung des Bergwegs und dem Bahnübergang für Radfahrer in Richtung Dippoldiswalde komplett gesperrt, nach allen Regeln der Straßenverkehrsordnung mit zwei entsprechenden Schildern markiert. Die erste Sperrscheibe steht an der Einmündung der Bergstraße. Das ist der entscheidende Punkt, denn dort müssen die Radler in den Bergweg einbiegen, um die Gefahrenstelle zu umfahren. Das ist jetzt auch deutlich mit einem gelben Umleitungsschild ausgeschildert. Der Radweg überquert dort zwar auch die Gleise, aber im rechten Winkel, und das ist ungefährlich. Weiter führt die Umleitungsstrecke dann über den Schulweg und die Alte Straße, die parallel zur Bundesstraße verlaufen. Nach dem Bahnübergang gelangen die Radler wieder zurück auf die B 170. Von dort geht es auf einem Radweg neben der Bundesstraße weiter, der gut sichtbar mit rotem Pflaster ausgelegt ist.
      In der Gegenrichtung von Dippoldiswalde Richtung Schmiedeberg sind seit dem Wiederaufbau der Bahnstrecke keine Unfälle bekannt geworden. Das hat mehrere Gründe. Es geht leicht bergauf, sodass die Radfahrer in der Regel langsamer unterwegs sind. Außerdem ist der Winkel der Bahnschienen nicht ganz so spitz wie auf der gegenüberliegenden Seite. Außerdem macht die Bundesstraße an dem Bahnübergang auch eine leichte Kurve. Wenn die Radfahrer der folgen, geraten sie bergab leichter ins Gleis, bergauf verlaufen die Lenkbewegungen genau anders, sodass die Gefahr geringer ist. Daher sah das städtische Verkehrsamt keinen Anlass, die Bundesstraße auch in Richtung Schmiedeberg für Radler zu sperren."
      ."
      MfG Postmeister
      (André K...)

      :wink: Wir fahren mit der Postkutsche, bis die Bimmelbahn kommt!

      Fiat justitia et pereat mundus
    • Hallo, liebe Bimmelbahnforumleser!

      Ich muß mal ganz toll schmunzeln.
      Sicher soll keiner unnötig zu Schaden kommen, wenn man dies durch geeignete Maßnahmen verhindern kann.
      Aber jeder sollte im Alltag immer aufmerksam sein, ich sage nur Stichwort Handy im Auto und auf der Straße.

      Damals: Ich war 1982 im Zellstoffwerk Pirna als Küchenleiter beschäftigt. Es gab im Betriebsgelände eine eigene Werkbahn.
      Mit einer eigenen Dampfspeicherlok wurden die Waggons mit dem Holz von der DR übernommen und im Betriebsgelände
      selbst verschoben, bzw. die hergestellten Erzeugnisse in Waggons wieder für die DR bereitgestellt.

      Die o.g. Lokomotive FLB 146067 gebaut 1956 vom VEB Lokomotivbau Karl Marx in Babelsberg war nach Pirna noch
      in Coswig bis nach 1990 im Einsatz. Jetzt Exponat im Sächsischen Eisenbahnmuseum Chemnitz-Hilbersdorf.

      Es gab da im Betrieb auch eine sehr spitz verlaufende Gleisquerung über die Haupt Werksstraße.
      Eine Frau ist damals mit dem Fahrrad in die Schiene gekommen, gestürzt und war schwer verletzt.
      In Auswertung dieses Falles mußte ich alle Küchenmitarbeiter, wirklich alle, dies wurde streng mehrmals von einem
      Sicherheitsinspektor kontrolliert, aktenkundig jeweils mit Unterschrift belehren und auf diese Gefahrenstelle hinweisen.
      Danach gab es auch Schilder, das Radfahrer an dieser Stelle absteigen müssen.

      Heute: Ich wohne in Dresden in der Stadt und hier gibt es weiß gott viele Strassenbahnschienen, die besonders bei feuchten Wetter
      wirklich rutschig sind. Ich habe beizeiten meine Kinder darauf hingewiesen und dies ganz genau erklärt, warum dies so ist.
      Irgendwie ist ja auch jeder für sich selbst verantwortlich....

      Nachsatz: Vieleicht sollte man bei einer Dampflokfahrt an die Fahrgäste vorsichtshalber Hauben verteilen,
      falls sich etwas Rauch ggf. mit ein paar Rußpartikel verirrt, so könnte man den dann benötigten Anwalt einsparen.

      In diesen Sinne,

      Thomas aus Dresden.
    • Hallo zusammen, hallo Harald
      Nur man darf nicht vergessen, daß in den letzten 10 Jahren
      viele Fahrradtouristen auf Strecken unterwegs sind, die früher
      halt überwiegend von "Nahbereichsanwohner" max 1x einen
      Salto dort gedreht haben. Logisch daß die das nicht an die
      große Glocke gehangen haben - denn selber Schuld...

      Heutzutage sind wohl viele Drahteselfahren überfordert mit
      Verstandabschaltung, GPS-Kontrolle, Akkuladezustand beachten,
      Handy kontrollieren, Pulsbeobachtung, Trinkflaschenkontrolle mit
      Isotonenkontrolle, Radiohören und Komunikation direkt oder über
      Funk mit den anderen Radfahrern aus der Gruppe. :wall:

      Dann kann es schonmal passieren, daß man gar nicht mitbekommt,
      was evtl auf den vielen Schildern an Ge- und Verboten steht,
      ganz zu schweigen, wie der Straßenzustand und andere mehr
      oder weniger wichtige Dinge links und rechts der Strasse zu
      sehen und bewerten sind. Und dann noch einen Schreck bekommen
      und fast vom Rad fallen, wenn ein anderes Fahrzeug, egal ob nun
      Straßen- oder Schienenfahrzeug,mal hupt. :huhu:

      Da ich selbst mein Fahrrad sowie auch div Schienenfahrzeuge
      bewege, glaube ich mir ein rechtes Urteil darüber erlauben zu dürfen.

      Ja die Sache mit den Gummileisten ist mir auch bekannt. Nur warum
      diese Möglichkeit nicht angewendet wird? Evtl. gibt es dafür auch eine
      Vorschrift, die dieses nicht zuläßt. :nixw:

      Trotzdem hoffe ich, daß alle Radfahrer so umsichtig sind und mit
      etwas Weitsicht am Straßenverkehr teilnehmen um nicht Gefahr zu
      laufen, sich und andere unnötig gefährden. :cheers:

      Ich wünsche allen weiterhin eine gute und unfallfreie und freudebringende
      Fahrt, egal ob auf Gummi oder Eisen(bahn)räder.

      Dagvuchel :weg:
    • Hallo

      Das mag ja alles stimmen und ich gebe Dir auch bei vielen Recht.Aber trotzdem bleibe ich dabei es wurde Murks gemacht.Theorie und Praxis ist was anderes.Unter heutigen Bedingungen dürfte so etwas nicht passieren.Umsichtig vorausschauend alles richtig aber es gibt da noch die Dunkelheit!
      Also Du hast Recht!Ich aber auch. :cheers: Freundschaftsbierchen mit der Sorte Retter. ;)
      Gruß
      Harald a.F.
    • Guten Abend
      Die Dunkelheit gibt es auch schon seit sehr sehr vielen Jahren. :weg: Das ist für mich kein Grund. Die Umsichtigkeit und vorausschauende Fahrweise, egal von wem, ist prinzipiell im Straßenverkehr gefordert. Ich kenne die "Fahreigenschaften " eines Radfahrer aus einer Sicht auf ein größeres Baĺlungszentrum zur Genüge. Ich bin täglich damit konfrontiert. Weshalb sollte es nicht möglich sein diesen Bahnübergang gefahrlos zu queren? Liegt es eventuell an der Ignoranz der Pedalritter? Mit angepaßter und vorausschauender Fahrweise können solche Unfälle definitiv nicht in diesem Ausmaß passieren.
      Einen schönen Abend noch Sven
    • Vorausschauend ist richtig.Aber bei dem Bahnübergang hat eben jemand gepennt sonst wären solche "Nacharbeiten"nicht nötig geworden.Und da hier viel über das Verhalten von Fahrradfahren geschrieben wird aber noch nie was über das von Autofahren fast Euch an die eigene Nase und seit Ehrlich dabei.Zum Beispiel Vorbeifahrt,Überholen von Radfahren.Was müßt Ihr alles beachten und macht es nicht.So genug sonst entfernen wir uns noch weiter vom Thema.
      Ich erhielt telefonisch eine Nachricht das vor einigen Jahren in der Schweiz der/die Versuche(wo,wann)Gummiteile oder so ähnliches einzubauen nicht zum Erfolg führte.Ob die Versuche weitergeführt worden sind ist unbekannt.
      Es besteht noch eine Möglichkeit den Übergang zu meiden ladet das Rad in den Packwagen oder Fahrradwagen wenn er denn mal existiert. :zwink: .Es wird schon viele Jahre Dunkel wieder was gelernt.Vielen Dank.Aber es kann noch schlimmer kommen nämlich wenn es absolut finster wird. :sing:
      Gruß
      Harald a.F.
    • retter750 schrieb:

      Hallo
      Mir ist nicht bekannt das vor dem Umbau dort jemand zu Schaden kam. Also wurde aus irgendwelchen(unergründlichen)Gründen solcher Pfusch gemacht.Und das können eben nur Praktiker das heist aktive Nutzer beurteilen.
      Es wurde hier schon mal über eine Lösung mit Gummieinlage berichtet.Aber offenbar kann niemand dazu was berichten.
      Vor dem Umbau befand sich der Bahnübergang an einer anderen Stelle und die Schienen kreuzten die Straße in einem anderen Winkel!
      Dass bei diesem Bahnübergang "Murks" gemacht wurde ist falsch, denn für Radfahrer ist dieser Straßenabschnitt schon vorher nicht zugelassen gewesen. Die Führung der Radfahrer führt so wie die jetzt ausgeschilderte "Umleitung". Es ist also nichts neu, sondern lediglich schärfer/eineindeutig beschildert.
      Grüße Erik

      Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!
    • Erik schrieb:

      Vor dem Umbau befand sich der Bahnübergang an einer anderen Stelle und die Schienen kreuzten die Straße in einem anderen Winkel!Dass bei diesem Bahnübergang "Murks" gemacht wurde ist falsch, denn für Radfahrer ist dieser Straßenabschnitt schon vorher nicht zugelassen gewesen. Die Führung der Radfahrer führt so wie die jetzt ausgeschilderte "Umleitung". Es ist also nichts neu, sondern lediglich schärfer/eineindeutig beschildert.

      Hallo Erik,

      ich habe den verlinkten Artikel der SZ bzw. SZ-online sehr genau gelesen - und fand den rein vom Umfang und der Darstellung des Sachverhaltes wie auch der ausführlichen Darlegung der Schritte dahin außergewöhnlich gut für so ein lokales Thema. Also gar nicht so einfach mal "hingerotzt".
      Alles, was ich bisher selbst gesehen habe, widerspricht Deiner Darstellung, daß nichts geändert wurde und lediglich die Beschilderung jetzt eindeutiger ist. Woher nimmst Du das? (Selbstverständlich lasse ich mich mit Beleg auch vom Gegenteil überzeugen.)

      Es gibt einen Unterschied (oder auch mehrere) zwischen der Wegweisung einer touristischen Radroute und einem Zwang zur Benutzung dieses Weges. Nichts verbietet die Benutzung einer Bundesstraße für Radfahrer außer einer Ausschilderung als Kraftfahrstraße oder eben ein gesondertes Verkehrsschild wie jetzt angebracht. Als jemand, der ein Fahrrad auch für alltägliche Wege als normales Verkehrsmittel nutzt (und sieht), werde ich kaum mal auf die Idee kommen dabei touristischen Routen zu folgen, auf denen Suchaktionen nach dem richtigen Weg und teils große Umwege zum Standard gehören. Und dann kommt da "irgendjemand" und stellt auf dem direkten Weg ein Schild hin zur Diskriminierung von bestimmten Verkehrsteilnehmern, weil erstens baulich eine reale Gefahr geschaffen wurde und zweitens manche Verkehrsteilnehmer weder die Bedeutung von "Fahren auf Sicht" kennen (oder beachten) und/oder ihre Aufmerksamkeit nachweisbar nicht zur Vermeidung von Stürzen ausreichte. 3 Ankündigungsbaken und ein Andreaskreuz mit Ampel vor einem BÜ reichte denen scheinbar nicht zum Öffnen der Augen, Bewertung des Gesehenen und der richtigen Entscheidung. Tragisch, aber trotzdem ein Promillewert. Darauf mit Verbannung Aller zu reagieren - naja, dazu habe ich mich weiter oben schon ausgelassen.

      Natürlich ist der Übergang baulich in einer potentiell gefährlichen Art zusätzlich zum kritischen Winkel (wenn auch vielleicht trotzdem (bisher) regelgerecht) errichtet worden, sonst gäbe es ja jetzt keine Handhabe für ein Verkehrsverbot (es wäre interessant, gegen diese Sperrung zu klagen). Die Gefahr für Fahrräder liegt dort nicht allein im Winkel der Schienenkreuzung, sondern besonders in der Bauart mit relativ breiter und vor allem tiefer Rille (bestimmt 10 cm). Früher lagen an einer solchen Stelle die Schienen in Hartsteinpflaster, meist mit einem gewissen Höhenunterschied (die Schiene höher als der Rest), aber ohne tiefe und breite Rille. Für die Spurkränze (der Schienenfahrzeuge) gab es einen meist "sandigen" Abstand zwischen der Schieneninnenkante und den Steinen im Schienenzwischenraum - insgesamt wesentlich ungefährlicher (dafür möglicherweise mit mehr Pflege- bzw. Reparaturbedarf). Außerdem überzeugte die erkennbare Unebenheit alle Verkehrsteilnehmer (außer absolute Ignoranten) zu reduzierter Geschwindigkeit und erhöhter Aufmerksamkeit, schließlich will ein Radfahrer weder sein Rad beschädigen, noch schwere Stöße erleiden und sein Gepäck verlieren und Autofahrer ihr Gefährt ebenfalls nicht zerdonnern. Wie gesagt, Hinsehen auf den weiteren Weg und Wissen um die Gefahr von Schienenrillen sollten trotzdem ausreichen, um diese Stelle gefahrlos überqueren zu können - auch bei Nacht. Noch nie gab es bessere Fahrradbeleuchtung als heute, außerdem sind Bahnübergänge selbst auch noch beleuchtet - das dürfte auch für Ulberndorf gelten.


      Grüße
      217 055
    • Mit "nicht zugelassen" habe ich mich vielleicht etwas falsch ausgedrückt. Ich meinte, dass es nicht vorgesehen war, dass dort Radfahrer lang fahren, vor allem nicht die Ausflügler/Touristen. Weil es ja aber offensichtlich einige Radfaher nicht kapiert haben, hat man zu der drastischen Maßnahme gegriffen, die nun alle Radfahrer trifft, auch die, die der StVO Beachtung schenken.
      Grüße Erik

      Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!
    • Sach ma Gerd, haste da die vakehrtn Bilders genommn? ;-)))

      Nein mal ehrlich - mit den 4 Schildern ist ja wohl kein
      ernstzunehmender Mitmensch überfordert.

      Mir würde sogar noch ein Zusatzschild
      "Radfahrer Bitte ausgeschilderten Radfahrweg nach Dipps benutzen"
      am Laternenpfahl oder vorher gefallen.

      Und der Standort des Schildes auf dem 2. Foto ist
      ja wohl auch nicht sooooo richtig.

      Wünsche was ... Dagvuchel :weg: