Unterwegs zwischen Harz und Heide

    • Hallo,

      es müssen ja nicht immer Züge sein, sondern ein Bild kann ja auch einmal den Ausblick aus dem Zug zeigen. Meine letzte Schicht führte mich auf die Mühlenbahn zwischen Gifhorn und Wieren. Zwischen Neudorf-Platendorf und Wahrenholz begann es zu dämmern und so konnte ich um 19.50 Uhr den Sonnenuntergang in der typischen Landschaft der Südheide beobachten.



      Die Strecke führt durch eine schöne Landschaft, oft sind Tiere auf den angrenzenden Feldern zu beobachten. In Wahrenholz erfolgte dann der Umstieg in den Gegenzug, denn ich wollte ja auch wieder zurück in Richtung Harz. Mit Pause in Braunschweig erreichte ich Goslar pünktlich um 23.12 Uhr und zur Geisterstunde war ich dann zu Hause, die Familie schon im Traumland vorfindend.

      Nun geht es aber auch für mich ins Bett.

      Bis Bald, René
    • Hallo!
      Nachdem ein HEX vorhin gegen 23 Uhr in Hannover Hbf endlich das südliche Gleisvorfeld geräumt hatte, und seinen Abstellplatz im alten verfallenem Bw Hannover Hbf ereicht hatte,
      bekam ich Ausfahrt und konnte mit dem mir anvertrautem Zug über die SFS meinem Feierabend in Kassel zustreben.
      Mich erwartete um 1.33 Uhr ein gerusamer Feierabend, ein fast leerer Kasten Bier und ein Tüte Salzbrezeln.
      Gute Nacht

      Immer wenn ich HEXEN sehe muss ich an Deine Beiträge denekn :wink:
    • Hallo,

      wildert der HEX jetzt schon in fremden Revieren? Diese Bahngesellschaft sollte sich doch gar nicht nach Hannover verirren. Eine Kooperation zwischen HEX und erixx ist mir nicht bekannt, hat doch die eine Bahngesellschaft ihren Sitz in Halberstadt und die andere in Soltau. Wohl aber macht der HEX uns mit seinen Dauerverspätungen zwischen Vienenburg und Goslar viel zu oft das Leben schwer und bringt den Fahrplan durcheinander: DB Netz lässt grüßen. Ist wie bei unserer Bahn: Über 90 Prozent der Verspätungen entstehen durch Unzulänglichlichkeiten im Netz (Weichen-, Signal-, BÜ-Störungen und Zugfolge durch verspäteten Fernverkehr im Raum Hannover - Hildesheim, um nur einige Beispiele zu nennen). Die durch die Fahrdienstleitung geregelte Zug- und Rangierfolge in Hannover Hbf ist mir als ehemaligen Stellwerker auch öfters ein Rätsel. Der Zustand des alten Ostschuppens in Hannover als Liegenschaft der DB führt mir täglich den Zustand der DB als Unternehmen vor Augen. Gespräche mit meinen ehemaligen Kollegen vom Fernverkehr am Bahnsteig untermauern diese Zustandsentwicklung. Es ist freilich schade, dass so viele Konzern- und Bahngesellschaften von dem Neoliberalismus verpflichteten Laienschauspielern geführt werden. Darunter leiden tut in allen Fällen das "Fahr- und Bodenpersonal".

      "Pofalla!!!" ... Entschuldigung, ich meinte "Hatschi". :wink: (blöde Allergiezeit)

      Deshalb pflege ich einen guten Kontakt zur restlichen Eisenbahnerfamilie, wenn ich ihr täglich in Hannover, Hildesheim, Braunschweig oder Uelzen begegne, im Wissen, dass auch das von der Führungsebene nicht gewollt ist. Leider trifft man aber immer wieder Personale, die sich die Trennung der Bahnerfamilie schon zu Eigen gemacht haben und nicht mal mehr einen Gruß über die Lippen bringen, weil man wohl denkt, was Besseres zu sein. Das finde ich dann immer sehr betrüblich, ist aber wohl nicht zu ändern.

      Viele Grüße, René
    • Hallo, Guten Morgen,,

      Meinte natürlich Erixx... irgendwie verwechselt..
      Aber bei den vielen privaten Bahnen, die man grad speziell grad in Niedersachsen im Personenverkehr antrifft, ist ja Vielfalt vorhanden und ich war gedanklich bei der Hexe... Statt bei erixx..

      Nach Hannover verschlägt es mich recht oft, und ich schaue immer, ob ich Kollegen kenne oder man ein nettes Gespräch führen kann.
      So führte ich letztens erst wieder ein sehr nettes Gespräch mit einem Kundenbetreuer der Westfalenbahn auf einer Gastfahrt nach Osnabrück.
      Ebenso kam ich mit einem älterem gestandenen Eisenbahner in der S Bahn nach Hildesheim ins Gespräch, welcher mir erzählte, das er seine gesamte Zeit bei der Bahn in Hildesheim verbringen konnte, und nun eben bei der S bahn gelandet ist, und dort seine verbleibenden Monate gern abarbeitet.
      Und er erzählte mir, dass er noch immer so gern auf Arbeit geht, wie an ersten Tag!!
      Ein Vollblut Eisenbahner vom alten Schlag, bei dem Kittel und Handschuhe und dicke blaue Tarifrechner und Fahrkartenblöcke seinerzeit zur festen Ausrüstung gehörten und der immer gern für die Reisenden da war und ist...
      Wie er mir versicherte.
      Aber auch heutzutage mit Terminal gehe es ihm leicht von der Hand!!

      Ja ich suche eigentlich gern und oft das Gespräch mit Kollegen ..
      Wobei es da völlig unwesentlich ist, ob der Kollege im Reise oder Güterverkehr, oder bei einem privaten Betreiber oder bei der DB arbeitet.
      Aufgrund meiner bisherigen beruflichen Vergangenheit, betrachte ich das ganze immernoch als eine Eisenbahner Familie... :wink:
      Leider haben dieses Gefühl viele viele Kollegen mittlerweile eingebüßt und, und so kommt es, daß es durchaus Situationen gibt, wie vom Dir weiter oben beschrieben.
      Das Kollegen nett gegrüßt werden ist eine Selbstverständlichkeit und auch unterwegs wird mit kurzem blinkern des Ablendlichtes gegrüßt und dem Entgegenkommenden Kollegen so die entsprechende Wertschätzung entgegen gebracht...
      Und seis es drum, wir haben hier schon einige Male verschiedene Meinungen vertreten, Du weißt was ich meine..
      Aber wenn ich Dich in Hannover, Hildesheim oder Braunschweig mal treffen würde, am Zug, im Zug oder bei einem Bäckerstand zu einem Kaffee oder sowas, ich würde mich wirklich freuen.

      Bis dahin
      Viele Grüße..
      Thomas
    • Hallo Thomas,

      in Teilbereichen kontroverse Auffassungen müssen ja nicht bedingen, dass man sein Gegenüber nicht wertschätzt. :zwink: Deine Zeilen würde ich gerne unterschreiben. Ich bin ja seit 1989 bei der Bahn, habe dort als Zugführer im Nahverkehr gearbeitet, dann im Stellwerk, bevor ich nach Hamburg gegangen bin, um dort als Zugführer im Fernverkehr tätig zu sein. Danach folgten zwei weitere EVU... und nun bin ich bei erixx im Zugbegleitdienst und mache diese Arbeit gerne. Auch ich kenne noch sehr gut die Fahrkarten, die man mit Blaupapier von Hand ausfüllen musste, Abreißkarten für ICE- und IC-Zuschläge usw. usf.! Ich kenne / kannte die Deutsche Reichsbahn und Deutsche Bundesbahn in ihren letzten Jahren, die Deutsche Bahn AG, die Erfurter Bahn, die Harzer Schmalspurbahn und erixx... vielleicht macht es diese Kombination, dass ich noch alle Eisenbahner als Kollegen betrachte. Immer wieder werde ich gefragt, ob ich mit meinen Betriebsdienstkenntnissen nicht die Tf-Ausbildung machen möchte, aber ich fühle mich im Kontakt zu den Fahrgästen sehr wohl und habe einen guten Draht zu vielen (Stamm-)Fahrgästen, was mir immer wieder gespiegelt wird, was natürlich einen positiven Effekt auf die persönliche Motivation hat.

      Vielleicht trifft man sich wirklich mal in Hannover. :wink:

      Viele Grüße, René
    • Neu

      Hallo,

      nach der angenehmen Konversation mit Thomas am gestrigen Tag möchte ich heute wieder ein Bild von letzter Nacht zeigen, welches den Titel trägt: Feierabend um 23.15 Uhr. Der letzte Zug aus Braunschweig in Richtung Harz ist in Goslar eingetroffen. Während die Triebfahrzeugführerin noch mit Rangier- und Abschlussdiensten beschäftigt sein wird, habe ich die letzten Fahrgäste verabschiedet und kann mich langsam auf den Weg nach Hause begeben. Gelegentlich findet man ja gerade in den letzten Zügen auch Fahrgäste vor, deren selbst herbeigeführter Zustand ein Aussteigen verunmöglicht, worüber sich dann wahlweise Polizei oder Rettungsdienst "freuen". In letzter Zeit ist dieser Kelch aber an mir vorübergegangen und ich brauchte demnach keine Schichtabweichung zu schreiben.



      Viele Grüße, René
    • Neu

      Hallo,

      schön, dass die Bilder wieder sichtbar sind. Dann kann ich das Thema fortführen. Am Sonntag waren wir bei schönem Wetter nahezu parallel der Oker in Richtung Leiferde (bei Gifhorn) unterwegs. Teilweise fuhren wir dabei entlang der Bahnlinie Braunschweig - Gifhorn. Am Haltepunkt Rötgesbüttel, den ich sonst nur aus der Perspektive des Zuges kenne, nutzte ich die Gelegenheit für die Ablichtung dieses Stilllebens.



      Wir genossen die frühlingshafte Landschaft mit den sommerlichen Temperaturen.



      Weiter ging es nach Leiferde zum niedersächsischen Artenschutzzentrum. Hier befindet sich eine Auffangstation für verletzte Wildvögel und für exotische Vögel aus nichtartgerechter Haltung. Außerdem brüten auf dem Gelände mehrere wilde Storchenpaare. Deshalb fand auch das alljährliche "Storchenfest" statt. Viele Informationsstände, sachkundige Führungen über das Gelände, Angebote für Kinder und natürlich Speis und Trank lockten eine Vielzahl von Menschen an. Die Aktiven vom NABU haben es auch wieder geschafft, z.B. die Landesjägerschaft Niedersachsen mit den Wolfsschützern und die Veganer mit den Fleischessern bei einem Fest in friedlicher Koexistenz miteinander zu vereinen. Und über das Fest wachten die Störche, die sich bei ihrem alltäglichen Geschäft gar nicht stören ließen.



      In Leiferde wird auch eine genetisch geeignete Gruppe an Europäischen Sumpfschildkröten nachgezüchtet, welche in Niedersachsen ausgestorben waren. Die nachgezüchteten Schildkröten werden in Zusammenarbeit mit der Ökologischen Schutzstation Steinhuder Meer in renaturierten Gebieten beim Steinhuder Meer seit 2014 erfolgreich ausgewildert. Das folgende Bild zeigt zwei etwa 10 Jahre alte Exemplare im Artenschutzzentrum.



      Es war ein schöner Ausflug.

      Viele Grüße, René
    • Neu

      Hallo,

      am Freitag darf ich in fremden Revieren des Unternehmens wildern, denn ich werde mal nach Soltau fahren. Im Betriebsteil "Heidekreuz" bin ich ja sonst kaum anzutreffen. Ein kleiner Rückblick zeigt den Tag meiner Fahrzeugausbildung in Soltau am 23. Oktober 2014, als mir die 150 002 der OHE Cargo GmbH (Gesellschaft wurde Ende 2016 aufgelöst) mit einem Güterzug in Soltau Süd begegnete. Im Hintergrund ist das Stellwerk des OHE-Bahnhofs zu erkennen, wo die Gebirgsbahn (Lüneburg Süd - Soltau Süd) und die Falkenbergbahn (Celle Nord - Soltau Süd) enden.



      Auch dieses Bild ist mit der Kamera meines damaligen Smartphones aufgenommen.

      Mal schauen, ob es der Schichtablauf am Freitag zulässt, ein paar neuere Bilder aus Soltau mitzubringen.

      Viele Grüße, René