Döllnitzbahn Wiederinbetriebnahme Nebitzschen - Kemmlitz

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    • Döllnitzbahn Wiederinbetriebnahme Nebitzschen - Kemmlitz

      Hallo,

      bei Facebook postete der Förderverein Wilder Robert e.V. heute, dass es mit der Wiederinbetriebnahme des Streckenastes nach Kemmlitz voran geht. Es traf eine Lieferung Betonschwellen ein.

      Link zu Facebook

      Anbei noch der Link zur Spendenseite des Fördervereins für den Wiederaufbau der Strecke: >klick<
      Grüße Erik

      Alles, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!
    • Ergänzend zur erfreulichen Nachricht über den Start der Instandsetzung des Streckenabschnitts von Nebitzschen nach Kemmlitz möchte ich persönlich ein paar Hintergrundinformationen zu den Neuigkeiten über die „Mügelner Schiene“ geben und gleichzeitig Euch animieren, dieses ehrgeizige, dennoch so nahe liegende Projekt finanziell zu unterstützen.

      Mit der Wiederinbetriebnahme von „Poppitzer Kurve & Co“ nach 11 Jahren vor sich hin rostender Schienen erfüllen sich viele Mitglieder des DBV-Fördervereins „Wilder Robert“ e.V. den ersten Teil eines Herzenswunsches, der dank einer großzügigen Zuwendung der regionalen Sparkassenstiftung in Verbindung mit dem Engagement der Döllnitzbahn GmbH möglich wird.

      Die aktuellen Bauaktivitäten sehen zunächst eine Streckenreaktivierung bis zum Haltepunkt Kemmlitz Ort vor, über 500 Schwellen aus Beton – keine Holzschwellen wegen der schwierigen Streckenführung – werden verbaut. Die Hauptleistungen erfolgen durch eine kleine, aber in der ostdeutschen „Schmalspurbahn-Welt“ nicht unbekannte Gleisbaufirma aus dem Mansfelder Land.

      Dem aufmerksamen Leser des aktuellen Dampfbahn-Magazins wird es nicht entgangen sein, dass es das anspruchsvolle Ziel zur Befahrbarkeit des ersten, zu sanierenden Streckenabschnitts bis zum 10. Juni 2017 gibt, erhebliche Anstrengungen aller Beteiligten sind hierfür bis zum Wochenende nach Pfingsten erforderlich.

      Zur Finanzierung des Gesamtvorhabens – das endgültige Ziel ist die Befahrbarkeit der Bahnlinie bis zum Kemmlitzer Werksbahnhof in den nächsten Jahren – hatten sich die Mitglieder des DBV-Fördervereins „Wilder Robert“ e.V. im letzten Jahr zum Verkauf ihrer, nicht benötigten und nicht betriebsfähigen Diesellok vom Typ V10 C durchgerungen. Diese Maschine wird hoffentlich bald den Museumsbahnbetrieb im Jerichower Land (KJI) aktiv unterstützen.

      Trotz der finanziell kalkulierbaren Rahmenbedingungen für den ersten Teilabschnitt ist der DBV-Förderverein „Wilder Robert“ e.V. auf Spenden beim Projekt „Hinauf ins Zentrum der weißen Erde“ dringend angewiesen, denn es sind im weiteren Verlauf erhebliche Aufwendungen, zum Beispiel für die bekannte Brücke über die Ortsstraße in Kemmlitz, erforderlich.

      Für Puristen sei aber der Hinweis gestattet, dass ein Kaolin-Transport auf der schmalspurigen Schiene aktuell als illusorisch zu bewerten ist und ein aktives Bewahren der noch vorhandenen Infrastruktur in Verbindung mit einem regelmäßigen, dampflokgeführten Personenzugbetrieb beim DBV-Förderverein „Wilder Robert“ e.V. in Zusammenarbeit mit der Döllnitzbahn GmbH bei dem Gesamtvorhaben im Vordergrund steht.

      Nach der Realisierung des beschriebenen Projektes in Richtung Kemmlitz wird es zu besonderen Anlässen im Bahnhof Nebitzschen sicher möglich sein, unseren freundschaftlich verbundenen Eisenbahnern auf 750 mm-Gleis im Zittauer Gebirge nachzueifern und eine Doppelausfahrt aus einem sächsischen Schmalspurbahnhof zu inszenieren.



      99 574 und 199 031 stehen im Bahnhof Nebitzschen mit ihren Zügen nach Glossen und Kemmlitz – ein realistisches Ziel, was noch finanzielle Unterstützung braucht!
      Viele Grüße aus Nordsachsen von Sven Geist

    • Alles läuft nach Plan – 12 Tage nach Beginn der Aktivitäten zur Reaktivierung des Streckenabschnitts nach Kemmlitz sind 173 von 517 vorgesehenen Betonschwellen zwischen Nebitzschen und Poppitz von der kleinen Gleisbaufirma aus dem Mansfelder Land verbaut worden. Das Arbeitstempo von Rainer Janke & Co. lässt das kurzfristige Ziel zur Befahrbarkeit der Strecke bis zum Haltepunkt Kemmlitz Ort bis 10. Juni 2017 in greifbare und kalkulierbare Nähe rücken.

      Darüber hinaus haben aber die Mitglieder des DBV-Fördervereins „Wilder Robert“ e.V. in Zusammenarbeit mit der Döllnitzbahn GmbH weiterhin das zeitnahe Erreichen des Werksbahnhofs von Kemmlitz mit regelmäßigen Dampfzügen vor Augen, wozu es finanzieller Unterstützung bedarf. Das eingerichtete Bankkonto – Spendenbescheinigungen werden ab 100 EUR selbstverständlich ausgestellt – steht weiterhin für, mehr als willkommene Zuwendungen zur Verfügung.
      Viele Grüße aus Nordsachsen von Sven Geist

    • Vierzehn Tage vor Wiederinbetriebnahme des Streckenabschnitts von Nebitzschen nach Kemmlitz Ort möchte ich kurz über den aktuellen Stand der Bauarbeiten berichten.

      Die Neuverlegung der Betonschwellen zwischen Nebitzschen und Poppitz ist mittlerweile abgeschlossen. Die bisherigen Schienen kamen zum Wiedereinbau und wurden verschweißt. Beim Gleisbau fand der vorhandene Altschotter Verwendung. Allerdings muss er in nächster Zeit um Neumaterial ergänzt werden.

      Der Streckenabschnitt zwischen Poppitz und Kemmlitz Ort ist vor mehr als 30 Jahren zum Glück mit Stahlschwellen modernisiert worden und weist immer noch einen guten Zustand auf.

      Nachdem die Brücke über den Kemmlitzbach bei Nebitzschen ertüchtigt wurde, kann die Strecke nun schon für Arbeitszüge genutzt werden.

      Am 27. Mai 2017 nutzten Mitglieder des DBV-Fördervereins „Wilder Robert“ e.V. die Gelegenheit zur Befahrbarkeit mit 199 030 und einer ungewöhnlichen „Fuhre“, um die angrenzende Vegetation auf die notwendige Profilfreiheit zu „stutzen“. So war im Zug ein Rollwagen mit aufgeschemelten Regelspurwagen, beladen mit einem Container, eingestellt. Dieser eignete sich sehr gut als Arbeitsplattform für den Freischnitt unter gesicherten Verhältnissen der handelnden Aktiven.

      Dank einiger Helfer konnte an diesem Tag viel geschafft werden, dennoch gibt es weiterhin ausreichend zu tun. Elf Jahre Naturwachstum lassen sich, auch unter bisher großem Einsatz der „Streckenrotte“ der Döllnitzbahn GmbH, nicht mal eben schnell wegschneiden und wegsägen …

      Die Bauarbeiten werden weitergehen, so dass am 10. Juni 2017 die ersten Züge wieder nach Kemmlitz Ort fahren können.


      199 030 mit einem ungewöhnlichen Arbeitszug am 27.05.2017 in der Poppitzer Kurve bei Nebitzschen
      Viele Grüße aus Nordsachsen von Sven Geist