Umbau Baureihe U mit Heberleinrollen und GmP mit Bremsseil

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    • Umbau Baureihe U mit Heberleinrollen und GmP mit Bremsseil

      Hallo zusammen,

      ich habe gestern Abend mal ein wenig gebastelt und finde das Ergebnis zumindest vorstellenswert: Ich hatte gelesen, dass die 99 791 für den Grenzbetrieb mit Heberleinrollen ausgestattet wurde. Das habe ich mir einmal vorgenommen, da ja auch eine Heberelinaustattung optisch immer ein Gewinn ist. Und siehe da, es macht schon was her. Der ganze Umbau dauert keine 2 Stunden!!! Ich habe den IVk-Schornstein von Technomodell verpflanzt, der passt optisch wirklich sehr schön und macht die Lok direkt etwas sächsischer. Alle Rollen habe ich dann mit einem 0,3mm-Bohrer gelocht und ein Pferdehaar als Bremsseil verwendet. Das geht erstaunlich gut, da so ein Haar sehr fest und glatt ist, aber doch Struktur hat und sich ganz gerne biegt...mal sehen, ob es mit der Zeit spröde wird, aber erst einmal ist es gut.






      Wenn gewünscht, kann ich natürlich gerne noch ein paar Bilder mehr machen.

      Zug und Wagen sind in der Zusammenstellung natürlich sehr hypothetisch, aber es macht einen ganz guten Gesamteindruck: also: warum nicht? Den Zug habe ich dann auch direkt mit neuen Rollen ausgestattet, das macht wirklich einen großen Unterschied und habe auch hier ein Pferdehaar gespannt. Leider gibt es die Doppelrollen, so wie sie z.B. hier am Postwagen zu sehen ist (siehe Bild 1), nicht zu kaufen, oder hat da evtl. jemand eine Quelle? Dann gerne her damit!!!!!

      Der ganze Zug lässt sich leider nicht erkennbar fotografieren, daher nur zwei kleine Ausschnitte:







      Der Düngertransportwagen war nicht ganz einfach, da man nur eine Chance hat die vier 03,mm-Bohrungen gut zu setzen, aber das Ergebnis finde ich ganz hübsch!

      Ich hoffe die Arbeit findet Gefallen,

      beste Grüße,

      Lenni
    • Sodele, ich habe mal wieder die Arbeiten an der U aufgenommen und habe mal so einiges einem frühen Stadium gerecht werdend aus Messing ersetzt und vor allem die Lampen geweißt, was natürlich die Augen leuchten lässt. Außerdem habe ich das Fahrwerk etwas gealtert, das das bei dieser Lok nun wirklich nötig ist bei dem Plastik-Metall-Mix....vor allem die unterschiedlichen Rottöne sind nicht anzuschauen. Aus alten Beständen meines Vaters fand ich noch eine schöne M+F-Dampfpfeife einer BR98, die sich ganz schön auf dem Dach macht. Leider ist das Bild etwas unscharf,aber das wesentliche kann man schon erkennen.

      Einen schönen Sonntag allerseits,
      Lenni

    • Lenni schrieb:

      Jetzt lass ich Euch aber auch alle in Ruhe mit diesem etwas randigem Thema

      Hallo Lenni,

      irgendwie schon schlimm, dass es im Bimmelbahnforum leider immer seltener um Bimmelbahn geht. Man staunt welche Themen da Platz finden oder still geduldet werden. Mach dir nichts draus und berichte ruhig weiter. Von mir bekommst du jedenfalls einen :thumbup: schon alleine deswegen.

      Freundliche GRüße
      Daniel S.
    • Hallo,

      ich bin auch kein Modellbauer, hätte dafür weder Zeit und wohl auch keine Geduld, aber interessant sind solche Berichte definitiv schon. Ein Forum lebt auch von Vielfalt, gerade auch der Vielfalt in Form der gewählten Beiträge. Sehe ich mir das aktuelle Dashboard an, ist es doch sehr abwechslungsreich. Daniel sein letztes und sehr interessantes Hauptthemenfeld war z.B. die RhB-Strecke von Chur nach Arosa, wenn ich mich recht erinnere, wirklich keine Bimmelbahn, wie man sie wohl aus sächsischem Blickwinkel definiert... und trotzdem hier geduldet. Eines der in meinen Augen interessantesten Unterforen bei DSO ist neben den historischen Bahnen z.B. das Auslandsforum mit den vielfältigen Reiseberichten, die auch mal zeigen, was so auf den Tisch kommt usw. usf., mit Blicken über den Tellerrand, wo man neben Eisenbahnen auch etwas über andere Regionen, Menschen und Kulturen erfahren kann. Die positiven Resonanzen auf derartige Berichte sprechen ihre eigene Sprache. Solche Reiseberichte, die auch mal das Umfeld der sächsischen und anderen Schmalspurbahnen beleuchten, würde ich mir hier gelegentlich auch wünschen, ist man selbst doch nicht ständig vor Ort. Der Verlag SSB-Medien macht es mit seinem DBM-Spezial prima vor: Berichte über Bahnen und deren Umfeld. Andere User zeigen dann nur Bilder fast ohne begleitende Texte, legen z.B. eben größeren Wert auf die Qualität der Fotografie, was auch absolut in Ordnung ist. Und Wen ein Thema gar nicht interessiert, der klickt es einfach nicht an, denn: "Wat ik nich weet, dat plagt mi nich!" :zwink:

      Viele Grüße, René
    • Hallo,

      von mir fix folgende Rückmeldungen:
      Ich empfinde die Messingleitungen sowie die Lampen irgendwie als unstimmig.
      Auch die Farbe der beiden Schilder "99 791" und "Deutsche Reichsbahn" ist von Liliput unglücklich gewählt!
      Die drei Friedländer Loks haben ihre Reichsbahnnummern erst 1941 erhalten - damals wurden längst keine Schilder mehr mit Messingziffern angefertig, sondern - wenn überhaupt - nur Schilder mit Aluziffern, doch meist auch nur noch aufgemalte Nummern - mit weißer Farbe. Außerdem gehört für die Zeit bis 1945 das Hoheitszeichen an die Lok.

      Die Länderbahnwagen mit der Reichsbahn-U beißen sich meines Erachtens auch bissel - wie wäre es, die U als Lok der Friedländer Bezirksbahnen zu beschriften? Dann würde sie m.E. besser zum Zug passen!

      Regt mit vielen Grüßen aus Dresden

      André
    • Hallo André,

      danke für Deine Hilfreiche Antwort. Wo finde ich denn mehr zum Thema Friedländer Bezirksbahn? Ich habe versucht mich zu informieren......aber habe nix richtig informatives gefunden.

      Deine Bedenken mit den Messingrohren und Stangen teile ich zum Teil, ich hätte sie gerne schwarz, aber ich finde es immer sehr unschön, wenn mehrere Schwarztöne aufeinander treffen, daher erst einmal die Messingvariante (dazu unten mehr). Außerdem dacht ich mir, als ehemals kuk-Lok ist es vielleicht nicht gaaaaanz so unwahrscheinlich.

      Weißt Du denn mehr über die Wikipedia-Info, dass die Loks mit Heberleinrollen ausgestattet wurden? Es wäre ja sinnvoll für den Grenzverkehr, aber auch hier habe ich keine stichfesten Infos.

      Deinen Vorschlag mit der Beschriftung finde ich großartig :ok: , das würde mir auch sehr gut passen, vor allem wäre dann auch eine Komplettlackierung nicht mehr ausgeschlossen und somit das Thema Messing/nicht-Messing gegessen. Das wäre eine schöne Sache! Bloß: wie müsste denn der Beschriftungssatz für eine Friedländer-U wohl aussehen?

      Grüß,
      Lenni :huhu:
    • Hallo Lenni,

      mit Literatur über die FrBB sieht es in deutscher Sprache wirklich schlecht aus. Das von Jan verlinkte Foto ist sehr wertvoll, weil es zwischen 1938 und 1941 entstand, als die endgültige Verstaatlichung der FrBB noch nicht abgeschlossen war, die CSD hatten bis 1938 eben noch nicht alle Aktien von Hermann Bachstein erwerben können bzw. waren offenbar vertragliche Sperrfristen zu beachten.

      In den Büchern über die Wagen der sächsischen Schmalspurbahnen haben wir die schmalspurigen Wagen der FrBB ja alle mit drin - das könnte ich Dir empfehlen. Im Lokschuppen Friedland hat der Verein "Freunde der FrBB" gefühlt ein, zwei Dutzend Fotos von den U ausgestellt. Fahre im Urlaub doch einmal nach Frydlant!

      Der Verein freut sich über jeden Besucher. Auf den dort ausgestellten Fotos siehst Du dann die Heberlein-Führungen sehr gut.

      Außerdem hat SSB-Medien einen Bildband mit Nachkriegsfotos von der Strecke Frydlant - Hermanice angekündigt - wann der erscheint, weiß ich aber nicht, außer an den Wagenbänden schaffe ich es nicht mehr, an SSB-Medien-Büchern zu helfen.

      Mit vielen Grüßen

      André
    • Hallo zusammen,

      Interessantes Theama, hab ja auch die U bei mir fahren als Prignitz Variante laufen.
      Im Buch vom Pollo von Ludger ist auch eine sehr schöne Aufnahme der Lok noch auf der Fydländer Strecke.

      Intzeressant ist der Link zum Museum.
      Die U58.001 was hatte diese für eine Reichbahnnummer?
      Wusste garnicht das eine VIK auf die Strecke gekommen ist?

      Viele Grüße Ronny
    • Hallo,

      die Reichsbahnnummer der U58.001 war 99 702.

      Da wir im Rahmen der Vorbildrecherche zu unseren Friedland-Modulen auch schon ein wenig auf diesem Gebiet tätig waren, anbei mein Stand:

      Auf den Fotos der Dampfloks vor dem Krieg ist die Beschriftung und Beschilderung recht spärlich.
      Lokschilder an allen Seiten und ganz verschwommen sind ein paar technische Angaben am Führerhaus zu erkennen.

      Dieser Zustand war auch nach 1945 wieder unter der CSD so.

      Erst in den letzten Betriebsjahren, als die beiden verbliebenen Loks aber schon nicht mehr mit der Heberleinbremse fuhren, wurden die Anschriften umfangreicher.

      Anbei auch noch ein Link auf die Seite der Prager Straßenbahnfreunde, die eine Menge Bilder der Friedländer Bahn enthält:

      http://www.prazsketramvaje.cz/view.php?cisloclanku=2011010902

      Ein paar Infos stehen auch auf unserer Internetseite:


      hermanicka.de/
      Mit freundlichen Grüßen

      Hartmut
    • Hallo Ronny,

      von den originalen Personenwagen der Friedländer Bahn hat wohl keiner überlebt.
      Im Museum in Friedland ist der Wagenkasten vom Cu 441 vorhanden, der Ende der 50er Jahre nach Friedland kam. Er ist aber in Friedland wohl nie gefahren.

      Das tschechische Buch zur Friedländer Bahn enthält eine Tabelle mit allen noch existierenden Wagen, die mal in Friedland fuhren.
      Mit freundlichen Grüßen

      Hartmut
    • Hallo Hartmut,

      als die IG Wagen Anfang Oktober 2017 in Friedland war, erklärte man uns, dass der 441 dort schon zum Einsatz kam - aber eben nicht schon in den Jahrzehnten vor 1953, sondern erst in der Zeit mit Druckluftbremse.

      Das Justbuch ist m. E. punktuell schon wieder etwas überholt - zu den bis 1945 vorhandenen Wagen würde ich Euch wirklich die beiden Bände zu den Wagen der sächsischen Schmalspurbahnen empfehlen. Dafür habe ich mit Karel Just im vorigen Jahr verschiedene Verbleibe aktualisiert.

      Aber mit dem orginalen FrBB-Gw-Kasten, dem kompletten Gepäckwagen von Karel Just, den Güterwagen von der Ybbsthalbahn, dem ex SOEG-Rf4 und dem sächsischen Gepäckwagenkasten etc. sind ja schon einige interessante Wagen vorhanden - ein Besuch lohnt sich unbedingt!

      VG

      André
    • Na da hat es sich ja doch richtig gelohnt dieses Thema zu starten, auch wenn es eine etwas neue Richtung aufnimmt.
      Vielen Dank für die diversen links, der von den StraBaFreunden ist ja wirklich ganz fantastisch, danke, Hartmut!

      Um noch einmal zurück zum Ausgangspunkt zu schwenken: da habe ich mit meinem Umbau wohl ein wenig vorbeimanövriert :crazy: . Das macht erst einmal soweit nix, denn gut aussehen tut das Loko jetzt. Ich glaube, da werde ich mir eine zweite U mit Kobelschornstein besorgen (der sieht ja mit der Heberleinführung echt stark aus) und nochmal eine vorbildgerechtere Variante machen.

      Danke an alle, die bisher hier schöne Dinge beigetragen haben :thumbsup: !

      Beste Grüße,

      Leo
    • Hallo Lenni,

      weil es gut zu dem Thema passt:

      Ich hab meiner U jetzt paar neue Laufräder verpasst, dann tat sie kippeln, das alte Zahnrad wieder ein gesetzt, Strom bekommt sie jetzt gut!
      Zuvor musste ich aber die Kupferlaufbuchsen von den Achsen ziehen, da ich noch die ältere Variante habe.

      Nun habe ich aber das Problem, das die vorderen Kuppelstangschrauben am Schubstück leicht hängen bleiben, da dort zu wenig Platz ist.
      Lenni hast du oder jemand anderes mal ein Bild von unten, wieviel Abstand da ist?

      Und noch ein Bild von heute morgen:



      Viele Grüße Ronny :huhu: