Vor 15 Jahren: Vorweihnachtliches aus dem Mansfelder Land [m10+1B]

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    • Vor 15 Jahren: Vorweihnachtliches aus dem Mansfelder Land [m10+1B]

      Hallo,

      die Vorweihnachtszeit gibt oft genug Anlass zur Gemütlichkeit. Was bietet sich da mehr an als ein mollig warmer Schmalspurausflug? Vor etwa 15 Jahren wurde im Mansfelder Land am 08.12.2002 die
      Weihnachtszeit mit einer Nikolausfahrt eingeläutet. Es standen zwei Lokomotiven unter Dampf: Lok 10 und Lok 11.


      In Klostermansfeld dampfen Lok 10 und Lok 11 am kühlen 08.12.2002 vor sich hin.


      Kalt abgestellt sonnte sich Lok 20''. War sie zum damaligen Zeitpunkt schon betriebsfähig?


      Für Lok 11 gab es offensichtlich noch Arbeit.


      Nach getaner Arbeit konnte auch sie ein wenig Wintersonne genießen.


      Lok 11 der MBB, Baujahr 1939. Von den 5 noch vorhandenen Schwesterlokomotiven haben mittlerweile - Stand 2017 - zwei Lokomotiven das Mansfeld in Richtung Rügen (Lok 7 aka 99 4011) und Jekaterinburg (Lok 9) verlassen. Lok 11 steht kalt im Lokschuppen Hettstedt.


      Ein Blick in Richtung MaLoWa. Auf dem Hof steht unter anderem eine Altbau VII K.

      Nachdem ein bisschen auf dem Bahnhof Benndorf herum gestöbert wurde, wurde es nun aber doch ein wenig frisch und höchste Zeit den gut geheizten Nikolauszug zu entern. Abfahrt in Richtung Benndorf mit Besuch des Nikolauses für die kleinen und nicht ganz so kleinen Kinder.


      Lok 10 hat uns derweil nach Hettstedt gebracht und sich bereits wieder an die Zugspitze in Richtung Klostermannsfeld gesetzt. Noch sind ein paar Minuten Zeit bis zu Abfahrt.


      Der Nikolauszug kurz vor der Rückfahrt in Richtung Klostermansfeld in Hettstedt.


      Zurück in Benndorf setzt Lok 10 im Abendrot vom Zug.


      Am anderen Ende hat Lok 11 schon die Führung übernommen. Anderen Bildern zu urteilen wird sie die nächste Runde nach Hettstedt unternehmen. Für uns wurde der Heimweg angetreten.


      Der Vollständigkeit halber gibt es noch einen Bonus von der Regelspurseite des Bahnhofs Klostermansfeld. Der Esslinger Triebwagen steht bereit zur Fahrt in Richtung Wippra.

      Ich hoffe der kleine Ausflug hat gefallen.

      Viele Grüße
    • Die GR ist wirklich ne tolle Maschine! Was mich nur wundert, warum hat die DR diese gelungenen und modernen Loks damals eigentlich nicht selbst in größeren Stückzahlen beschafft? Weil, die wären neben der VII K-neu doch die nahezu ideale Ergänzung für die leichteren Dienste gewesen. Praktisch ein idealer Nachfolger für die IV K oder viele andere leichte 750 mm-Loks, z.B. auf Rügen usw. Die GR bot ja ne geringe Achslast von nur 6 t und hatte mit 300 PSi ne beachtliche Leistung,. Eigentlich genau die Leistungsklasse, die sich die DR für die "leichteren Strecken" immer gewünscht hatte. Sie wäre damit den abzulösenden Loks ältere Bauart in der Regel deutlich überlegen gewesen. Und es war ja auch abzusehen, daß die VII K-neu für viele Strecken hinsichtlich Achslast und Leistung völlig überdimensioniert waren und man noch viele Jahre kleinere, leichtere Loks benötigen würde.

      Mit den GR-Loks hätte man sich jedenfalls später das aufwendige IV K-Rekoprogramm sparen können und hätte schon Anfang der 50er Jahre ne moderne, leichte und leistungsfähige Lok unterhalb der VII K-neu gehabt.
    • Moinsen,

      warum die DR diese Maschinen nicht beschafft hat ist, denk ich mal, den damaligen Gegebenheiten geschuldet.
      1. Man bekam ja nicht mal genügend Regelspurneubauloks.
      2. Es gab genügend Schmalspurloks in Sachsen, die man wo anders einsetzen konnte.

      Das IV K - Rekoprogramm ist aber nur dadurch entstanden, weil ja der Ersatzdiesel nicht kam.

      Leider gibt die Edition Fahrzeug-Chronik Band 6 ( da wird über die GR berichtet ) auch nichts genaueres her.
      Euer Saarsachse
      IV K - Fan
    • Ich mag die IV K bzw. alle Schmalspurdampfer auch sehr gern. Jeder Loktyp hat für mich seinen eigenen Reiz. Aber so richtig kann ich die damaligen Entscheidungen halt nicht nachvollziehen. Da baut man weit über 400 moderne Schmalspurdampfer für die UdSSR, die der IV K und anderen Altbautypen in allen Belangen haushoch überlegen waren, praktisch der ideale Ersatz. Aber es fallen für die eigenen Bahnen nichtmal 20 - 30 Loks ab, um die verschlissensten Loks der alten Typen zu ersetzen. Und das der damalige Lokpark Anfang der 50er völlig fertig war, könnte man ja überall nachlesen. Die Diesellok V36K war ja auch noch viele Jahre entfernt.

      Gerade auch was z.B. die Arbeitsbedingungen angeht, da war/ist so ne GR schon deutlich besser und moderner im Vergleich zur IV K. Wenn man sieht, daß die Heizer bei der IV K mit ihrem eh schon sehr beengten Führerhaus teilweise erstmal auf einem Berg von Kohlen standen, und die unter den eigenen Beinen wegschaufeln mussten. Dagegen ist so ne GR mit ihrem großzügigen, komplett geschlossenen Führerhaus und mässig Vorräten im Tender schon der pure Luxus.