Tief im Osten - wieder westwärts (Teil2)

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    • Tief im Osten - wieder westwärts (Teil2)

      Teil1 - Waldeisenbahn Cisna

      Am Mittag des 22. Oktober 2017 ging es wieder straff westwärts, gut fünf Stunden Bus- bzw. Autofahrt lagen vor den Teilnehmern, bis das Quartier in der Nähe von Gleiwitz (Gliwice) bezogen werden konnte. Von dort ging es am Morgen des 23. Oktober 2017 in nur wenigen Minuten nach Rauden (Rudy).

      1899 wurde südöstlich des oberschlesischen Industriegebietes der erste Abschnitt Schmalspurbahn von Gleiwitz nach Rauden eröffnet. 1903 wurde die Strecke nach Ratibor verlängert. In Gleiwitz bestand Anschluß an das oberschlesische Schmalspurnetz. Ausgeführt war die 47 km lange Strecke in einer Spurweite von 785 mm. Die Strecke diente vorrangig dem Personenverkehr, aber auch Güter wurden befördert. 1991 wurde der Betrieb eingestellt. Seit 2009 sind zwei kurze Streckenabschnitte bei Rudy wieder für Museumszüge befahrbar.

      Eisenbahnmuseum Rudy


      Der Betriebsmittelpunkt der Bahn mit einer sehr umfangreichen Werkstatt befand sich in Rauden (heute Rudy).


      Während das Streckennetz der Oberschlesischen Schmalspurbahn bei der Teilung des oberschlesischen Industriegebietes 1922 geteilt wurde, verbliebt die Kleinbahn Gleiwitz - Ratibor bei Deutschland. Die neue Grenze lag nur wenige Kilometer östlich der Kleinbahn.


      Für unsere Reisegruppe stand zunächst ein Rundgang durch das Museumsgelände an, in dem ein umfangreicher Arbeitsvorrat zu besichtigen war.


      Im Freien stand die Pw53-02, die 1997 durch den Umbau aus Tw53-3996 (Chrzanow 3996/1954) mit Hilfe eines Px48-Tenders entstand.


      Die Lok Tw53-2566 wurde 1954 in Chrzanow mit Fabriknummer 2647 für die oberschlesische Industriebahn gebaut.


      Eigentlich war auf der vorhandenen Strecke nach Stanitz (Stanica) die Fahrt mit einer Las-Dampflok geplant. Leider war der Kessel von der Aufarbeitung nicht rechtzeitig zurückgekommen, so daß Lxd2-373 den kurzen Güterzug bespannen durfte.


      In Stanitz (Stanica) endete die kurze Fahrt. Die Gleise liegen auch noch weiter in Richtung Gleiwitz, sind jedoch inzwischen stark überwuchert.


      Zügig ging es wieder zurück nach Rauden (Rudy) mit seinem sehr imposanten Bahnhofsensemble aus Empfangsgebäude und Wasserturm. Nach einem Kaffee ging es dann weiter ins benachbarte Beuthen zu den Resten der oberschlesischen Industriebahn.

      Frohe Weihnachten wünscht
      Falk Thomas