Strehla - Oschatz im Juil 1970 - ein Rückblick

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    • Strehla - Oschatz im Juil 1970 - ein Rückblick

      Ein kleiner Rückblick auf längst vergangene Zeiten.

      Als alteingesessener Oschatzer hatte man ja immer die Bimmelbahn vor der Nase und war irgendwie mit ihr verbunden. In der Kinderzeit bin ich viel damit zu meiner Tante oder zum Lorenzmarkt nach Strehla gefahren. Es begab sich dann, dass die Kunde aufkam, die Bahn nach Strehla wird eingestellt. Um noch ein paar Erinnerungen zu erhalten, beschloss ich von der Strecke wenigstens noch mögliche Fotos zu erhaschen. So schaute ich in den Fahrplan, wann denn ein Zug nach/von Strehla fahren würde, denn der Fahrplan war damals schon ganz schön ausgedünnt. An einem Mittwoch ging es am besten und machte mich mit dem Fahrrad auf den Weg nach Strehla um 15:08 Uhr mit dem 11 438 nach Oschatz zurück zu fahren. Leider hatte ich unterwegs getrödelt und der Zug war schon weg.
      So schoss ich dann wenigstens noch ein paar Aufnahmen von den Bahnanlagen in Strehla und fuhr dann dem Zug nach, in der Hoffnung ihn unterwegs noch zu erwischen.


      Aber beginnend die Fotos vom leider leeren Bahnhof Strehla.

      Als erstes ein Bild vom Empfangsgebäude.





      Die Bahnhofsseite zur Elbe hin, wo früher auch mal ein Kaianschluss zur Holzverladung bedient wurde.





      Ein Blick in die Gegenrichtung zur Ausfahrt Richtung Oschatz. Links im Bild ein Gleisbogenfragment zu sehen zum Anschluss in die Leimfabrik.








      Anschließend ging es mit dem Fahrrad weiter dem Zug hinterher und es konnten unterwegs noch Aufnahmen gemacht werden.

      Ein Blick auf den maroden Oberbau bei Schmorkau und die dazugehörige Geschwindigkeitsbeschränkung auf 8 km/h . . .





      . . . für die Dorfdurchfahrt durch Mannschatz




      Kurz vor Oschatz unterquerte die Schmalspurstrecke die Hauptbahn Leipzig-Dresden.
      Das nachträglich gemachte Foto habe ich an dieser Stelle eingefügt damit dann die Reihenfolge mit dem dann kommenden 11 438 stimmt.
      Ich hatte den Zug wieder ein.





      Bis vor Oschatz hatte ich es geschafft den Zug einzuholen und hatte den großen Zufall,

      dass bei der Durchfahrt durch die „Drei Brücken“ oben ein Güterzug darüber fuhr.









      Ein Nachschuss über die enge Kurve vor der Döllnitzbrücke zum 11 438 der an diesem 15.Juli 1970 von der 99 1574 befördert wurde.


      In dieser engen Kurve war mal ein beladenes Rollfahrzeug umgekippt, auf welchem sich ein offener Güterwagen mit Leimleder (Schlachtabfälle zur Leimherstellung) befand.

      Da kam bei den Kollegen vom Hilfszug die es wieder richten mussten aber helle Freude auf. :sorry:






      Das Einfahrsignal für Oschatz , linkerhand die Zuckerfabrik, wo es auch ein Anschlussgleis von der Strehlaer Seite gab.







      Am Wärterstellwerk 3 in Oschatz fädelte sich die Normalspur auf das Dreischienengleis nach Mügeln ein und gleichzeitig zweigte die Strecke nach Strehla ab.






      Nach dem Abbau der Schmalspurstrecke, kam noch mal ein Teil des Bahndammes zu der Ehre des Umbaues auf Normalspurgleis.
      Dieses zweigte kurz hinter Oschatz in Richtung Dresden von der Hauptbahn ab und fädelte vor Schmorkau auf den Schmalspurdamm ein.
      Die Strecke hatte militärischen Charakter und führte bis an das Elbufer neben Strehla um im Ernstfall, wenn die Riesaer Elbbrücke zerstört wäre,
      mit einer Behelfsbrücke den Anschluss nach Röderau herzustellen.
      Inzwischen ist auch dies Geschichte und die Natur hat sich viel wieder zurück erobert, denn die Trasse ist der Umgestaltung eines Radweges entgangen.

      Wer es kennt wird noch einzelne Fragmente finden. Aber die Erinnerung lebt !



      Viele Grüße an alle Bimmelbahnfans - Rudi.