Nachlese zu den Bauarbeiten an der Lößnitzgrundbahn (m.25.B)

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    • Hallo,

      Ist die Lößnitzgrundbahn wirklich ÖPNV? Sie wird zwar aus Mitteln daraus bezahlt, was aber nicht ganz korrekt ist, wie letztens schon mal festgestellt wurde.


      Wie sagt man so schön: "Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.", von daher stellen wir einfach mal fest die Lößnitzgrundbahn ist solange ÖPNV wie sie aus diesen Mitteln bezahlt wird.
      Ich denke niemand hier wird bestreiten das ein Schüttbahnsteig auf Höhe SO auf Bahnen die dem öffentlichen Verkehr dienen heute nicht mehr zeitgemäß ist (ich weiß, dünnes Eis ;)). Bei der Art und Weise des Ausbaus gibt es sicherlich Gestaltungsspielraum (siehe auch HSB-Netz Sternhaus Haferfeld und Eisfelder Talmühle), wie groß dieser im Einzelfall ist vermag zumindest ich mangels Fachkenntnis nicht abzuschätzen, der Ein oder Andere hier scheint ja aber kundig genug zu sein um dies zu tun (liest sich zumindest so).
      Ich persönlich finde das gezeigte doch noch ganz in Ordnung, das hat man auf anderen Bahnhöfen auch schon deutlich schlimmer gesehen. Fakt ist ein derartiger Umbau der Bahnen dem Großteil der Fahrgäste eher entgegenkommt als Sie vom Besuch abzuhalten, zumindest habe ich auf der Brockenstrecke der HSB (schon länger "ICE-mäßig" ausgebaut) in den letzten Jahren keinen radikalen Rückgang der Fahrgastzahlen feststellen können.

      Gruß Michael

      P.S.: @dampfachim
      Ich bewundere deine Ausdauer zu denselben Fragen und denselben Themen immer wieder zu antworten, ich danke dir dafür.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von Michael89 ()

    • ...und vor allem von denjenigen dominiert, welche die Finanzierung übernehmen.

      Hier mal ein interessanter Link

      und derzeit sind es Mittel aus dem ÖPNV-Topf welche alle täglich betriebenen Schmalspurbahnen finanzieren.





      Hallo Hutzel,

      das versteht sich von selbst und ist schließlich in allen Bereichen des Lebens so.
      Wer die Schose bezahlt, bestimmt eigentlich überall, wie das Geld verwendet wird.
      Völlig klar und garantiert auch im persönlichen Leben unserer Beschwerdeführer so.

      Die Ziele des ÖPNV, wie Barrierefreiheit und ein Mindestmaß an Komfort ( soweit sich das anhand des vorhandenen Fahrzeugparks überhaupt realisieren lässt ) sind in meinen Augen nicht kritikwürdig.
      Stellen wir uns einmal vor, wie das im Gegenteil wäre, wenn das alles schnurz piepegal wäre. Das gäbe einen Aufschrei. An den modernisierten Bahnsteigen im Lößnitzgrund und anderswo werden sich die allerwenigsten in irgend einer Form stören und selbst unsere strengsten Nörgler werden sich oft genug zum xten Schmalspurfestival dort einfinden und ihre Bilder vom Dackel machen.
      So funktioniert das schon seit Jahren und ich bin es eigentlich leid, immer wieder zu wiederholen, warum und wieso der eine Bahnsteig so und der andere anders ist.

      @tobtilo: Ohne den ÖPNV-Status wäre unsere Schmalspurlandschaft um ein Vielfaches ärmer und das wäre dann auch wieder Grund genug für seitenlange Meckerei. Ein paar Threads weiter wird dann wieder täglicher Nahverkehr im Weißeritztal bis Kipsdorf gefordert. Wie soll das gehen, wenn doch das alles gar kein ÖPNV ist?

      Was qualifiziert denn eigentlich einen richtigen ÖPNV-Kunden?
      Warum darf das denn kein Tourist sein, der das Verkehrsmittel zur Fahrt zu einer Sehenswürdigkeit nutzt? Ist es nicht auch Anliegen der Gesellschaft, diesen Individualverkehr vom immer weiter kollabierenden Straßennetz in vielen Regionen zu holen und damit die Umwelt ganz entscheidend zu entlasten?
      Nahverkehr war noch nie auf Berufs-, Einkaufs- und Schülerverkehr beschränkt. Wer erzählt nur solchen Unfug.

      Aber was hat die Frauenkirche nun hiermit zu tun? Ich kann absolut keinen Zusammenhang erkennen.

      @ Michael89: Hab ja auch schon Fusseln am M...

      Die HSB ist ein recht schlechter und hinkender Vergleich, da hier nur bestellter ÖPNV zwischen Nordhausen und Illfeld geboten wird. Somit entfällt außerhalb dieses Streckenabschnitts die Finanzierung und Einflussnahme der Verkehrsverbünde, wie im Fall der Schmalspurbahnen in M-V und Sachsen. Damit hat die HSB hier einen wesentlich größeren Gestaltungsspielraum und ist lediglich den Gesetzen und Vorschriften aus dem Eisenbahnrecht unterworfen, hier speziell der ESBO.

      Ein passendes Beispiel wäre hier aber die RüBB. Der Verkehr auf dem Rasenden Roland ist von der VMV bestellt und somit ÖPNV, genauer gesagt SPNV.
      Die Rekonstruktion des Abschnitts Sellin Ost - Philippshagen umfasste auch den Umbau des Hp. Philippshagen. Hier wurde ein neuer Bahnsteig mit einer Bahnsteigkante aus Holzschwellen und Gründung durch Altschienen errichtet, der mit Kies aufgefüllt wurde.
      Diese Anlage wird vom Aufgabenträger akzeptiert, aber das war eben nicht der VVO, sondern die VMV Verkehrsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern GmbH.
      Ein weiteres Beispiel ist die kürzlich neu installierte Beleuchtung in Sellin West und Garftitz mit Holzmasten, historischen Lampen und Glühlampen, die sehr gut zum historischen Charakter der Bahn passt.

      Aber eben das ist der Gestaltungsspielraum, der in den verschiedenen Regionen unterschiedlich definiert wird.

      Für mich ist auffallend, dass die hier immer gern aufgeführten "Horrorbeispiele" WTB und Lößnitzgrundbahn im Einflussbereich der VVO liegen, die als positiv dagegen im Bereich der SOEG liegenden Beispiele dagegen im Zuständigkeitsbereich des ZVON zu suchen sind.
      Auch die Döllnitzbahn, die gelobt wurde, liegt in einer anderen Region, in der der MDV zuständig wäre.
      Dort amtieren also verschiedene Personen, die verschiedenen Aufsichtsräten, Gremien usw. Rechenshaft ablegen müssen und ihre Prioritäten gemeinsam mit den Bauherren offenbar unterschiedlich setzen. 3 verschiedene Bahngesellschaften, 3 Verkehrsverbünde, 3 verschiedene Fördertöpfe.

      Und ich sag es nochmals mit aller Entschiedenheit. Mag sein, dass der Geschäftsführer der SDG hier im Forum liest. Das Forum ist in der Szene ja inzwischen fast ein Muss. Seine Entscheidungen werden durch Eure Nörgelei aber ganz sicher nichr beeinflusst.

      Erreichen können wir hier nur eins. Eisenbahnfans laufen Gefahr, von den Bahngesellschaften und Eisenbahnern gemieden zu werden und in "Ungnade" zu fallen. Auch an der Basis in den verschiedenen Unternehmen wird das Forum gelesen, auch bei der RüBB. Die Kollegen, die im täglichen Umgang mit den Gästen die Bedürfnisse genau kennen, bekommen ein anschauliches Bild von unserem Hobby. Das ist übrigens keine kühne Hypothese, sondern fast täglich erlebte Realität am Arbeitsplatz.



      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Ist die Lößnitzgrundbahn wirklich ÖPNV? Sie wird zwar aus Mitteln daraus bezahlt, was aber nicht ganz korrekt ist, wie letztens schon mal festgestellt wurde. Wikipedia definiert ÖPNV "Als öffentlicher Personennahverkehr wird in Deutschland und Österreich der Personenverkehr als Teil des öffentlichen Verkehrs (ÖV) im Rahmen der Grundversorgung auf Straße, Schiene und Wasser im Nahbereich bezeichnet." Ist die Bahn in der Art wirklich eine Grundversorgung, oder eher ein (berechtigter) Luxus, den wir uns als Gesellschaft leisten?

      Die Lößnitzgrundbahn ist ÖPNV. Sie wird von den Verkehrsverbund als ÖPNV bestellt. Das heißt sie bekommt die ÖPNV Zuschüsse plus Dampfzuschlag. (Das sind die 10Mio die der Freistaat sich dem Spaß Dampfbahn sich jedes Jahr kosten lässt.)
      Um auf die Frage zu Antworten ob die Bahn eine Grundversorgung darstellt? Nein! Aber somit hat man die Bahnen Erhalten! Und um die Bahnen Zukunftssicher zu machen müssen nun mal die Bahnen auf einen Aktuellen Stand gebracht werden.
      Es geht immer weiter! nur wie ist die Frage?

      Willy

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von Dieselfreund ()

    • Original von dampfachim


      Was qualifiziert denn eigentlich einen richtigen ÖPNV-Kunden?
      Warum darf das denn kein Tourist sein, der das Verkehrsmittel zur Fahrt zu einer Sehenswürdigkeit nutzt? Ist es nicht auch Anliegen der Gesellschaft, diesen Individualverkehr vom immer weiter kollabierenden Straßennetz in vielen Regionen zu holen und damit die Umwelt ganz entscheidend zu entlasten?
      Nahverkehr war noch nie auf Berufs-, Einkaufs- und Schülerverkehr beschränkt. Wer erzählt nur solchen Unfug.


      Hallo Achim,

      das unterschreibe ich. Genau diesen Sachverhalt hatte ich hier auch schon mehrfach geschrieben. Bei den meisten Schreiberlingen scheint der ÖPNV sich aber nur um Schüler- und Berufsverkehr zu drehen. Alles andere ist "Luxus".

      Willy schreibt, das der Lößnitzdackel nicht den Anspruch der "Grundversorgung" entspricht. Warum? Wer möchte, kann doch mit seinen VVO-Zeitkarten ohne Dampfzugschlag die Züge für seine täglichen Wege nutzen. Hat Danilo weiter vorn schon geschrieben. Und ist nicht die Anbindung von wichtigen Sehenswürdigkeiten mit dem ÖPNV auch eine Grundversorgung? Sind bestimmte Strecken, die überwiegend touristisch geprägte Verkehre aufweisen, nicht auch Grundversorgung? Ist es nicht eine normale ÖPNV-Nutzung, wenn der Dresdner mit der Bimmel zur Talsperre Malter zum Baden fährt? Siehe das Zitat von Achim.

      Hört auf den kleinen Bahnen ihren ÖPNV-Status abzuschreiben. Sie fahren täglich nach festem Fahrplan, bestellt durch die Aufgabenträger und für jedermann. Nur halt nicht im S-Bahn-Takt. Das Besondere und eben das Begeisternde ist halt hier der tägliche Dampfbetrieb, der allein für sich schon Fahrgäste anzieht.

      Viele Grüße

      Falko
    • Hört auf den kleinen Bahnen ihren ÖPNV-Status abzuschreiben. Sie fahren täglich nach festem Fahrplan, bestellt durch die Aufgabenträger und für jedermann. Nur halt nicht im S-Bahn-Takt. Das Besondere und eben das Begeisternde ist halt hier der tägliche Dampfbetrieb, der allein für sich schon Fahrgäste anzieht.


      Bitte nicht Dinge durcheinander bringen. ÖPNV gilt als Grundversorgung der Bevölkerung. Dazu werden die Bahnen in ihrer Jetzigen Zustand nicht benötigt. Es fährt mit ihnen niemand mehr zum Einkäufen oder zur Arbeit. Das wäre der klassische ÖPNV . Die Bahnen sind heute mehr Ausflugsbahnen und Touristenattraktionen die nach einen festen und Regelmäßigen Fahrplan im Rahmen des ÖPNVs fahren. Das heißt aber auch das sie dessen Standards erfüllen müssen. Eine andere Möglichkeit wäre der betrieb im Touristischen Rahmen. Da könnte man auf gewisse Standards verzichten. Ob dies natürlich den Touristen so gefallen würde bezweifele ich und ob dann noch ein ganzjähriger Dampfbetrieb möglich wäre bezweifele ich. Also ich denke es ist besser die Modernisierung hinzunehmen und dafür den Erhalt der Bahnen zu gewährleisten.
      Es geht immer weiter! nur wie ist die Frage?

      Willy
    • Hallo in die Runde,

      Q dampfachim u.a. zu VVO versus andere Verkehrverbünde:

      Ich denke, die Dinge werden genau andersherum liegen:

      Ich kann mir nicht vorstellen, daß die genannten unterschiedlich gelungenen Modernisierungen nun insbesondere dem Einfluss der Verkehrsverbünde zuzuschreiben sind.

      Auch beim VVO binden andere "Baustellen" (allein was Fahrgastzahlen/Kilomter betrifft) wesentlich die Kapazität. D.h. die Schmalspurbahnen sind kein "Hauptkampffeld" für den VVO.

      Sicherlich wird es dazu Abstimmungen geben - aber die eigentlichen Voschläge/Planungen etc. entwickeln bzw. beauftragen die Betreiber ! Und insofern ist es wahrscheinlicher, daß eben doch das jeweilige Ergebnis ganz wesentlich dem Betreiber zuzuschreiben ist: Wenn dieser engangiert, mit eben "echtem Bahnblut" in den Adern Vorschläge machen würde, die auch das Bahnflair möglichst wenig beeinträchtigen und gegenüber dem jeweiligen Verkehrsverbund sachlich argumentiert, nun so kann ich mir auch beim VVO nicht vorstellen, daß man dort kein Gehör finden würde....


      Viele Grüße, echtdampf
    • Hallo zusammen,

      ich hab ja nichts anderes erwartet von dieser Diskussion. Es war von vornherein klar, dass es in diese Richtung geht. Aber es darf nun mal jeder seine Meinung äußern. Und es ist ganz klar zu erkennen, dass die Mehrheit der hier schreibenden User gegen diesen Bahnsteig ist.
      Und es sind nicht nur die "Hardcore-Fans", die diesen Bahnsteig nicht ansprechend finden. Ich habe die Bilder einem Verwandten von mir gezeigt, der kein richtiger Fan ist sondern die Bahnen einfach schön findet. Und auch er hat es sehr bedauert, dass man den Haltepunkt, der so idyllisch im Lößnitzgrund liegt, dermaßen verunstaltet hat. Er sagte sogar: "Da hätten sie die Wartehalle auch gleich wegreißen können, denn die passt da jetzt nicht mehr hin."

      Ich frag mich, ob es wirklich die Vorschriften für den ÖPNV sind, die solche Bahnsteige vorschreiben. Der Bf. Olbersdorf Oberdorf soll ja nun mit Rückfallweichen ausgestattet sein, weil dort in Zukunft die Zugkreuzungen stattfinden sollen. Demzufolge müsste man ja eigentlich auch einen zweiten Bahnsteig gebaut haben, denn es war nur einer vorhanden. Mich würde nun interessieren, wie dieser aussieht. Wenn der nicht aus Betonpflaster mit Blindenleitstreifen besteht, dann wäre das der ultimative Beweis dafür, dass es nicht an den Vorschriften liegen kann. Vielleicht kann ja jemand von vor Ort dazu berichten oder ein Foto einstellen.

      Es muss doch kein unbefestigter Schüttbahnsteig sein, das sagt niemand. Aber einen befestigten Bahnsteig kann man auch anders gestalten. Ein Blick zur Zittauer Schmalspurbahn mit den Bahnsteigen in Zittau, Zittau Vorstadt, Bertsdorf und Oybin genügt. Diese Art der Pflasterung passt in meinen Augen sehr gut zu den Schmalspurbahnen.
      Ein zweiter Aspekt, der das Flair in meinen Augen wesentlich beeinflusst, sind die Lampen. Je mehr Bahnhöfe und Haltepunkte bei den SDG-Bahnen mit diesen verbogenen Dingern ausgestattet werden, desto mehr wünsche ich mir, dass man die Laternen, die bei der SOEG zu finden sind, zur "Schmalspurbahn-Einheits-Bahnhofslampe" macht.

      Zum Schluss noch eine Sache. Auf den Bildern sieht es so aus, als ob der neue Bahnsteig nicht wirklich viel höher als SO ist. Wenn mann einen Schüttbahnsteig hat, ist der auch nicht niedriger. Wo also ist da genau die Verbesserung?

      Viele Grüße
      Johannes

      PS: Über Geschmack lässt sich nun mal nicht streiten.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jay787 ()

    • Hallo Torsten,

      vielen Dank für die Information!

      Als ich Ende Oktober letztmals im Zittauer Gebirge war und auch in Olbersdorf vorbei kam, dachte ich mir schon, dass man den Bahnsteig zwischen Gleis 2 und Abstellgleis anlegen wird, weil ich den Abstand zwischen Gleis 1 und 2 per Augenmaß als zu klein empfand.
      Am Wochenende bin ich sowieso aus privaten Gründen in Zittau. Da werde ich mal mit in Olbersdorf vorbeischauen.

      Aber das ist ein anderes Thema ;)
    • Und was speziell hier noch dazu kommt:

      Indianer auf Betonpflaster sind ja auch wirklich hundertprozentig authentisch... 6-)

      Naja, is ja nich mein Problem...

      @ Hutzel.
      Danke für die Anwürfe.
      Deine Altersvorgabe schaff ich ohne Mühe.
      Und auf dem jetzigen Bahnsteig rutscht man im Winter garantiert besser als auf dem alten! Mit dem Hirn bin ich also voll bei Dir.

      :wink: Der Betriebsfremde
      SchmalspurRingSachsen
    • Original von Der Betriebsfremde
      Indianer auf Betonpflaster sind ja auch wirklich hundertprozentig authentisch... 6-)


      Generell passt das nicht zur Traditionsbahn...

      Original von Der Betriebsfremde
      Und auf dem jetzigen Bahnsteig rutscht man im Winter garantiert besser als auf dem alten!


      Das glaube ich auch. Der alte war garantiert griffiger.

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von jay787 ()

    • Original von echtdampf

      Ich kann mir nicht vorstellen, daß die genannten unterschiedlich gelungenen Modernisierungen nun insbesondere dem Einfluss der Verkehrsverbünde zuzuschreiben sind.

      Auch beim VVO binden andere "Baustellen" (allein was Fahrgastzahlen/Kilomter betrifft) wesentlich die Kapazität. D.h. die Schmalspurbahnen sind kein "Hauptkampffeld" für den VVO.

      Sicherlich wird es dazu Abstimmungen geben - aber die eigentlichen Voschläge/Planungen etc. entwickeln bzw. beauftragen die Betreiber ! Und insofern ist es wahrscheinlicher, daß eben doch das jeweilige Ergebnis ganz wesentlich dem Betreiber zuzuschreiben ist: Wenn dieser engangiert, mit eben "echtem Bahnblut" in den Adern Vorschläge machen würde, die auch das Bahnflair möglichst wenig beeinträchtigen und gegenüber dem jeweiligen Verkehrsverbund sachlich argumentiert, nun so kann ich mir auch beim VVO nicht vorstellen, daß man dort kein Gehör finden würde....


      Viele Grüße, echtdampf



      Hallo Echtdampf,

      mir ging es auch nur um die Rahmenbedingungen, die die jeweiligen Besteller ( Verkehrsverbünde ) in ihren Verkehrsverträgen festzurren. Die können sehr eng sein, sie können aber auch eher großzügig angelegt sein. Heute sind Verkehrsverträge allerdings eher sehr komplex und gründlich. Da wird ziemlich viel reglementiert und Verstöße können für den Vertragspartner durchaus auch empfindliche finanzielle Folgen haben. Die eigentliche Planung obliegt natürlich der SDG, bzw. womöglich beauftragten Ingenieurbüros. Dafür hätte ein Besteller wirklich keine Zeit.

      Ich kenne die Verkehrsverträge der Bahnen nicht, könnte mir aber gut vorstellen, dass womöglich sogar der Istzustand der WTB als Vorgabe auch irgendwie in die Rahmenbedingungen für den Lößnitzdackel eingeflossen sind.
      Fakt ist aber, dass wir es in beiden Fällen mit dem gleichen Besteller und dem gleichen Betreiber zu tun haben.

      Ganz sicher tragen alle Modernisierungen auch immer eine gewisse Handschrift. Da gibt es gar keine Zweifel. Ich hüte mich aber, irgend einem Betreiber das nötige "Bahnblut" abzusprechen.

      Winterdienst ist übrigens eine der selbstverständlichen Forderungen in jedem Verkehrsvertrag.
      Darum habe ich gar keine Befürchtungen, dass dort jemand ausrutscht.

      Viele Grüße

      Dampfachim
    • Hallo Achim,

      warum muss jetzt wieder jegliche Kritik als Nörgelei abgetan werden?


      "...Wer die Schose bezahlt, bestimmt eigentlich überall, wie das Geld verwendet wird...."

      Die Bahnen werden letztendlich eben nicht von irgendwelchen Institutionen finanziert sondern vom Steuerzahler !

      Ob die Leute, die sich hier äussern, tatsächlich die Volksmeinung repräsentieren kann man vielleicht hinterfragen, es ist jedoch anzunehmen das Bürger XY dem Dampfbetrieb und den damit verbundenen Ausgaben wesentlich kritischer gegenüber steht als die freundlichen Teilnehmer die hier schreiben.
      Wo sonst soll Mensch Meier seine Ansichten denn kundtun, wenn nicht in einem solchen Forum?

      "Erreichen können wir hier nur eins. Eisenbahnfans laufen Gefahr, von den Bahngesellschaften und Eisenbahnern gemieden zu werden und in "Ungnade" zu fallen. ..."

      Wie ist das zu verstehen? Werden Leute die (dumme?) Fragen stellen oder eine (eventuell abweichende) Meinung haben in Zukunft nicht mehr mitgenommen?

      Hans
    • Hallo Hans,

      natürlich werden sie mitgenommen. Wir haben schließlich einen Beförderungsauftrag und auch ein Nörgler schließt mit dem Kauf einer Fahrkarte einen Vertrag mit dem Bahnunternehmen ab, das dadurch verpflichtet ist, ihn im Rahmen der Vertragsbedingungen zu befördern.

      Was ich mit den Äußerungen sagen will, ist etwas anderes. Da viele Menschen dazu neigen, zu schnell zu verallgemeinern, könnten fotografierende Eisenbahnfans sehr schnell in eine bestimmte Schublade gesteckt werden.
      Das sollte man sich zumindest mal durch den Kopf gehen lassen.

      Im Übrigen habe ich nie versucht, eine Diskussion abzuwürgen oder zu verhindern. Diskutieren kann hier jeder, der angemeldet ist und sich an die Regeln hält. Das stellt doch keiner in Frage.
      Aber die ewigen Nörgeleinen an jedem Handschlag, der irgendwo ein neues Betonteil entstehen lässt, ist einfach überflüssig. Das wurde alles schon 100 Mal geschrieben und bringt auch weiterhin nichts.

      Ich kann auch nochmal sagen, dass ich durchaus Verständnis habe, dass das nicht jedem gefällt. Mir auch nicht immer.
      Aber das zählt bei einem solchen Sachverhalt nicht.
      Die Unternehmen und auch ihre Geldgeber sind in der Verantwortung und haben bestimmte Dinge umzusetzen.

      Wenn Du nun schon auf der Steuerschiene rumreitest, dann überleg mal, was Du damit auslöst. Ich möchte ungern in eine allgemein und politisch gefärbte Diskussion abgleiten und ich denke, das ist auch nicht im Sinne unserer Leser.

      Ich sag nochmal. Ohne ÖPNV gäbe es viele Dampfbahnen gar nicht mehr. Auch die Weißeritztalbahn wäre, bei aller Verärgerung über den schleppenden Fortgang der Reaktivierung, nur noch ein Kapitel im Geschichtsbuch der Eisenbahnen.
      Gerade wir Eisenbahnfreunde sollten das nie aus den Augen lassen. Ein täglicher Dampfbetrieb ist eigenwirtschaftlich nicht mehr darstellbar. So hoch können die Fahrpreise gar nicht sein, dass sich das rechnet. Und schließlich hat nicht jede Bahn einen Brocken im Streckennetz und damit ein Verkehrsmonopol zu diesem Reiseziel.


      Viele Grüße

      Dampfachim
    • "Aber die ewigen Nörgeleinen an jedem Handschlag, der irgendwo ein neues Betonteil entstehen lässt, ist einfach überflüssig. Das wurde alles schon 100 Mal geschrieben und bringt auch weiterhin nichts. "

      Offenbar sehen das einige Leute anders, es wäre sehr schön, wenn du ihnen selbst die Einschätzung überlässt, welche Aussagen etwas bringen und welche nicht!

      Nach meiner Erfahrung müssen bestimmte festgefahrene Themen oft mehr als 1000x bearbeitet werden, bevor sich etwas bewegt.
      Wenn sich vor 35 Jahren die bringt-alles-nichts-Haltung durchgesetzt hätte, würde es heute ziemlich sicher überhaupt keine Schmalspurbahn mehr geben...

      Ich finde solche Beiträge jedenfalls wesentlich interessanter als die meist ähnlichen Urlaubs- und Sonderfahrtberichte.


      Hans
    • Hallo zusammen,

      auch ich möchte nochmals meinen Senf dazugeben.

      Ob der Haltepunkt nun schon ist, oder nicht, soll bitte jeder selbst entscheiden!

      Das es in einem Umfeld einer Dampfeisenbahn in Deutschland auch anders aussehen kann, sieht man am Beispiel Philippshagen, selbst in Sachsen gibt es sehr schöne Beispiele (speziell im Osten). Selbst ein befestigter Bahnsteig muß nicht aussehen, als würde jeden Moment ein ICE vorbeikommen. Hier ist meiner Meinung nach etwas Ästhetik gefragt (kann man die auch vom Himmel fallen lassen, oder gibts da nur Hirn?)
      Ich finde es schade, dass man mit viel Energie versucht, historische Wagen und Loks betriebsfähig zu erhalten, aber beim Umfeld (welches man selbst beeinflussen kann) dieses Ziel nicht verfolgt.

      Und falls doch ein SDG-Manager mitliest... vielleicht ist das ja ein Gedankenanstoß für den nächsten Haltepunkt.

      Das der ÖPNV-Gedanke die Bahnen die letzten 20 Jahre gerettet hat, ist mir auch bewußt. Aber in Zeiten knapper Kassen wird es zunehmend schwerer, dem normalen Bürger zu erklären, dass man sich eine ÖPNV-Dampfbahn leistet, aber bei der S-Bahn sparen muß. Ich denke eher, dass es dafür einen extra-Topf geben sollte, losgelöst von den ÖPNV-Mitteln. Für mich sind täglich fahrende Dampfbahnen auch ein kulturelles Gut, genauso wie Theater, Parks etc...

      Mein Seiteneinwurf mit der Frauenkirche war so gemeint, dass man da auch versucht hat, etwas historisches wieder erstehen zu lassen, dabei aber moderne Anforderungen wie Barrierefreiheit ebenfalls umgesetzt hat. Man hätte sie auch in Beton wieder aufbauen können, statt originalgetreu in Sandstein. Das wäre billiger gewesen, und man hätte sie dabei auch gleich modern gestalten können. Aber das Zielpublikum wollte eben genau diese alten Mauern sehen (auch wenn sie eigentlich neu sind). Und so sehe ich das bei den Schmalspurbahnen auch. Wer mitfährt, wie das Dampfbahnflair erleben. Wer nur preiswerten ÖPNV will, fährt Bus (den gibts nämlich auch).


      Gruß Tilo

      PS: Radebeul Ost, vorallem die neue Wartehalle gefällt mir sehr gut!
    • Hallo Achim,

      es ist leider so, dass einige Leute hier nicht lesen können, nicht den Inhalt verstehen oder warum und weshalb man etwas schreibt. Manchmal darf oder kann man auch nicht Alles an Hintergrundwissen wie Firmeninterna oder wegen des persönlichen Vertrauensverhältnisses zu den Infoquellen schreiben. Wenn man dann aber was zur Verteidigung schreibt wird man noch angezählt. Argumente scheinen sowieso nicht zu zählen. Da hilft dann leider auch die 1001. Wiederholung nicht. Wenn einige dieser Schreiber einmal eine Meinung haben bestehen sie stur darauf, haben zwar keine richtigen Argumente, Hauptsache es wird irgendwo draufgehauen. Unter Toleranz und sachlichem Umgang verstehe ich was Anderes.

      Bezugnehmend auf einen Teil der Antworten will ich auch noch mal was ergänzen, da ich das nicht so stehenlassen kann. Wenn man meine Texte zitiert und in der Antwort genau das Selbe steht was ich schreibe, nur verkehrt herum interpretiert frage ich mich, was das soll (Hervorhebung nachgetragen):
      Original von tobtilo
      Ich glaube du verwechselst hier was bzw. hast dir die Tarife noch nicht mal angesehen. Bei den Bahnen der SDG hast du die Möglichkeit mit deiner Monatskarte, Wochenkarte etc. des jeweiligen Verkehrsverbundes ohne Zahlung eines weiteren Zuschlages als "Dampfzuschlag" die gesamten Strecken zu befahren, das wird bei anderen Schmalspurstrecken nicht so erlaubt.


      Hallo Danilo, ich glaube, Du hast Dir noch nicht die Tarife der anderen Schmalspurbahnen angeschaut.
      In Zittau beispielsweise werden ebenfalls Zeitkarten, und sogar Verbundkarten und das Sachsenticket anerkannt. Ja nach dem eben mit Zahlung eines Historik-Zuschlages.

      Bei der Döllnitzbahn werden ebenfalls Zeit und Verbundkarten anerkannt. Es geht also auch wo anders!

      Gruß Tilo


      Da frage sicherlich nicht nur ich mich was ist dann der "Historik-Zuschlag" der SOEG oder der "Dampfzuschlag" bei der Döllnitzbahn der zu den Zeitkarten fällig wird anderes als ein Zuschlag, den es bei der SDG eben nicht gibt. Oder war mein Satz nur zu lang? Ich habe doch extra geschrieben, er sollte erstmal darüber nachdenken.

      Das geht ja leider nur nicht Tilo so, dem ich das auch nicht übel nehmen kann. Es passt nur leider in die aktuellen Debatten, es wird viel zu schnell geschrieben, ohne erstmal die Hintergründe zu hinterfragen, da hilft auch mal die PN oder die E-Mail.

      Nachdenkliche Grüße,
      Danilo
    • Hallo,

      mich würde mal wirklich interessieren, wieviele Fahrgäste sich bisher in Zittau oder Jöhstadt über FEHLENDE Betonbahnsteige beschwert haben? Hier wird ja von einigen Leuten die Meinung vertreten, daß eine solche Ausstattung von den Fahrgästen gefordert wäre.

      Ich würde mich freuen, wenn hier jemand Sachkundiges aus Zittau oder Jöhstadt seine Erfahrungen wiedergeben könnte - daß würde die Diskussion konstruktiv voranbringen.


      Ansonsten noch drei Punkte:
      1. Die neuen SDG-Bahnsteige sind genau so hoch wie SO. Bequemer wird der Fahrgastwechsel dadurch nicht - wenn überhaupt, dann eher gefährlicher durch den neuen Spalt zwischen Bahnsteigkante und Schiene.

      2. Der bisherige Bahnsteig am Hp Lößnitzgrund war sehr wohl befestigt. In der Fachsprache ist das eine "ungebundene Decke". Das ist auch heute noch eine anerkannte Bauform und wird auch bei Neubauvorhaben eingesetzt. Selbst in hoch entwickelten Ländern werden bei geringer Bevölkerungsdichte ganze Straßennetze mit ungebundenen Decken ausgeführt.

      3. Wenn hier von einigen moderner ÖPNV-Standard gefordert wird, warum sollen dann überhaupt noch diese alten, langsamen und ineffizienten Dampfloks fahren? Moderner ÖPNV-Standard bedeutet entweder ein stadtbahnähnlicher Betrieb wie bei der OEG oder aber gleich einen modernen Bus!


      Grüße, Franz
    • Hallo Danilo,

      das einige Leute nicht richtig lesen können, da gebe ich Dir Recht!

      Und da Du mich ansprichst, antworte ich Dir auch.

      Recht gebe ich Dir bei der Aussage, dass es den Dampfzuschlag bei der SDG nicht gibt.

      ABER

      Beispiel Döllnitzbahn: Wir reden hier von ÖPNV, nicht von den sporadisch stattfindenden Sonderfahrten. Da es im ÖPNV keinen Dampflokbetrieb gibt, gibt es auch keinen Zuschlag!

      Beispiel SOEG: Da ist es etwas vielschichtiger!
      Beispiel Wochenkarte: Da ist lt. Homepage ein einmaliger Historikbeitrag zu zahlen, also 5 Euro extra pro Woche. Okay, den Zuschlag gibt es.
      Wenn ich aber die Tarifbestimmungen des ZVON richtig lese, benötige ich bei den Monatskarten ebenfalls keinen Historikbeitrag. Falls ich das falsch verstanden habe, möchte ich mich jetzt schon mal im voraus dafür entschuldigen.
      Dann werden aber bei der SOEG auch noch Tageskarten und Sachsenticket anerkannt. Da wird natürlich ein Historikbeitrag fällig. Aber diese Möglichkeit der Anerkennung ist bei der SDG gar nicht erst gegeben. Also wieder ein Pluspunktn für Ostsachsen!

      Es ist für mich günstiger, zu fünft von Dresden aus mit dem Sachsenticket nach Oybin zu fahren, als nach Radeburg.



      Ich hatte in meinem anderen Posting extra geschrieben, das "Ja nach dem eben mit Zahlung eines Historik-Zuschlages". Dies schließt ein, dass der Zuschlag fallweise fällig wird, aber nicht immer.

      Wie Du schon schreibst. Erst lesen, dann Inhalt verstehen. Dann denken. Und dann antworten!


      Wie auch immer, morgen geht's ersteinmal SDG fahren, und zwar auf deren Heimatstrecke.

      Ich bin dann mal weg, Tilo